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FILE - In this Saturday, Dec. 12, 2015, file photo, climate activists demonstrate during COP21, the United Nations Climate Change Conference, in Paris, France. Greenhouse gases more powerful than carbon dioxide are the focus of a global gathering this week in Rwanda, with Secretary of State John Kerry expected to arrive Thursday, Oct. 13, 2016 to apply pressure for a deal to quickly phase out hydrofluorocarbons which are used in air conditioners, refrigerators, and insulating foams. (AP Photo/Thibault Camus, File)

Paris im Dezember 2015: Aktivisten warnen vor dem Klimawandel. Bild: Thibault Camus/AP/KEYSTONE

Pariser Klimaschutzabkommen offiziell in Kraft getreten



Nicht einmal ein Jahr nach der Pariser Klimakonferenz ist das dort vereinbarte globale Abkommen zur Bekämpfung der Erderwärmung am Freitag in Kraft getreten. Die internationale Gemeinschaft hatte sich am 12. Dezember 2015 auf das Abkommen verständigt.

Damit soll die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Für das Inkrafttreten des Abkommens mussten mindestens 55 Länder, die für mindestens 55 Prozent des Treibhausgasausstosses verantwortlich sind, die Vereinbarung ratifizieren.

Regierungen wie auch Umweltorganisationen hatten mit einem mehrjährigen Prozess gerechnet. Stattdessen verkündete die UNO bereits Anfang Oktober, dass es genügend Ratifizierungen gebe und das Abkommen daher nach 30 Tagen offiziell in Kraft trete.

Patricia Espinosa, Chefin des UNO-Klimasekretariats, und der marokkanische Aussenminister Salaheddine Mezouar würdigten den Schritt in einer Mitteilung als «Wendepunkt in der Geschichte gemeinsamer menschlicher Bemühungen», die «existenzielle Gefahr des unkontrollierten Klimawandels» zu bewältigen. In den kommenden 15 Jahren müsse der Ausstoss von Treibhausgasen so deutlich wie nie zuvor reduziert werden.

epa05593446 Patricia Espinosa, Executive Secretary of the United Nations Framework Convention on Climate Change, poses for the photographers in Oviedo, northern Spain, 20 October 2016. Espinosa, on behalf of the Princess of Asturias Award for International Cooperation jointly shared with the Paris Agreement, will be one of the laureates giving speeches at the 36th edition of the Princess of Asturias Awards awarding ceremony, to be held in Oviedo on 21 October. EPA/J.L. Cereijido  EPA/J.L. Cereijido

Patricia Espinosa: «Wendepunkt in der Geschichte gemeinsamer menschlicher Bemühungen.» Bild: EPA/EFE

Über 190 Unterzeichner

Hilfs- und Umweltorganisationen feiern das Inkrafttreten des Abkommens als Meilenstein in der Klimadiplomatie, fordern aber von der Politik auch eine rasche und ehrgeizige Umsetzung der Ziele. Bislang haben 94 Staaten den Vertrag ratifiziert.

Ab dem 7. November kommen Regierungsvertreter aus aller Welt in Marrakesch zur nächsten Weltklimakonferenz zusammen, um über die Umsetzung des Abkommens zu beraten. Dabei geht es um die Wege zur Zielerreichung.

Über 190 Staaten, darunter die Schweiz, hatten sich beim Pariser Klimagipfel im Dezember 2015 dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf «deutlich unter zwei Grad» oder besser noch auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Warum das Zwei-Grad-Ziel der Arktis nichts nützen wird: 

Inselstaaten könnten verschwinden

Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, nationale Pläne zum Klimaschutz vorzulegen, die immer ehrgeiziger werden sollen. Die bisher angekündigten Anstrengungen reichen bei weitem nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu schaffen.

Selbst wenn dies gelingt, werden Klimaforschern zufolge Wetterextreme wie Dürren, Fluten und Stürme zunehmen. Schmelzende Gletscher werden den Meeresspiegel ansteigen lassen. Einige Inselstaaten könnten von der Landkarte verschwinden.

Dem Vertragstext von Paris zufolge sollen die Industriestaaten ärmeren und von der Erderwärmung besonders betroffenen Ländern beim Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Treibhauseffekts helfen. Von 2020 bis 2025 sollen die Industriestaaten jährlich 100 Milliarden Dollar dafür bereitstellen. Für die Jahre danach soll es ein neues, höheres Ziel geben. Andere Länder «werden darin bestärkt», sich «freiwillig» an der Finanzierung zu beteiligen. (sda/afp/dpa)

Die grössten Klimasünder

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