Zu den 50 schwer verletzten Brandopfern von Crans-Montana VS, welche bis Sonntag in spezialisierte ausländische Spitäler gebracht werden sollen, werden auch Schweizerinnen und Schweizer gehören. Das hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) am Freitagabend bekanntgegeben.
Es schreibt in einer Mitteilung, in einer ersten Phase habe für alle 119 Verletzten der Brandkatastrophe eine Erstversorgung in Schweizer Spitälern sichergestellt werden können.
Für eine langfristige Behandlung von schwerverletzten Brandopfern reichten aber die Kapazitäten der Schweizer Spitäler nicht aus.
Dies, da die langfristige Behandlung dieser Menschen voraussichtlich Monate in Anspruch nehmen werde und die Zahl von Patienten mit schweren Verbrennungen nach dem Brand in der Silvesternacht gross sei.
Die Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung (NEOC) des Babs koordiniert laut Mitteilung die medizinischen Evakuationen. Die behandelnden Spitäler melden die Patienten, welche verlegt werden sollen. Die Zuteilung der Patienten auf die zur Verfügung stehenden Behandlungsplätze erfolgt nach medizinischen Kriterien.
Die Verlegung müsse in den nächsten 48 Stunden erfolgen, in denen die Patienten noch so stabil seien, dass sie verlegt werden könnten.
«Es ist wichtig, dass die Angehörigen für die angewandten Kriterien und die Dringlichkeit Verständnis aufbringen, auch wenn das für die Familien unbeschreiblich schwere Situationen sind», schreibt das Babs.
Die Walliser Behörden gaben bereits am Freitagnachmittag an einer Medienkonferenz bekannt, dass
bis Sonntag 50 Patienten ins Ausland verlegt werden sollen. Dies in Spitäler in Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien. Laut Babs werden auch Verlegungen in weiter entfernte Länder «ins Auge gefasst». (sda)