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IEA fordert vor Klimakonferenz mehr Kooperation der Industrieländer

IEA fordert vor Klimakonferenz mehr Kooperation der Industrieländer

20.09.2022, 02:1920.09.2022, 02:19

Vor der Weltklimakonferenz in Ägypten haben die Internationale Energieagentur (IEA) und die Internationale Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) die Industrieländer zu mehr Kooperation im Kampf gegen die Erderhitzung aufgerufen. Um die selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen, müssten die Staaten bei ihren Klimaschutzbemühungen in wichtigen Wirtschaftsbereichen dauerhafter und intensiver zusammenarbeiten hiess es im am Dienstag vorgelegten ersten Jahresbericht beider Organisationen. Die Analyse hatten 45 Staats- und Regierungschef auf der vorherigen Weltklimakonferenz in Glasgow in Auftrag gegeben.

FILE - A woman and a boy walk on the dried up riverbed of the Zayandeh Roud river that no longer runs under the 400-year-old Si-o-seh Pol bridge, named for its 33 arches, in Isfahan, Iran on July 10,  ...
Folgen der Klimaerwärmung: Das ausgetrocknete Flussbett des Zayandeh Roud Flusses im iranischen Isfahan.Bild: keystone

«Wir befinden uns mitten in der ersten echten globalen Energiekrise, mit verheerenden Folgen für die Weltwirtschaft, insbesondere für die Entwicklungsländer. Nur wenn wir den Übergang zu nachhaltigen und sauberen Energien beschleunigen, können wir eine nachhaltige Energiesicherheit erreichen», sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. Internationale Zusammenarbeit beschleunige den Übergang und mache ihn billiger und einfacher für alle. Ohne eine solche Kooperation werde das Erreichen des Null-Emissions-Ziels viel schwieriger und könnte sich um Jahrzehnte verzögern, erklärte er.

FILE - IEA Executive Director Fatih Birol delivers his speech at the opening session of the International Energy Agency (IEA) ministerial meeting, March 23, 2022 in Paris. Birol and Ukraine's Min ...
Fatih Birol an einem IEA Treffen am 23. März 2022 in Paris.Bild: keystone

«Die Energie- und Klimakrise hat die Schwächen und Anfälligkeiten eines weitgehend brennstoffabhängigen Systems des 20. Jahrhunderts offengelegt», sagte IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera. Es brauche radikale und sofortige Massnahmen, um die angestrebte Begrenzung der Erderwärmung zu schaffen. «Den Übergang zu erneuerbaren Energien voranzutreiben ist eine strategische Wahl, um den Menschen auf der Erde bezahlbare Energie, Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und eine sauberere Umwelt zu bieten.»

Der Bericht listet Empfehlungen für die Schlüsselsektoren Strom, Strassenverkehr, Stahl, Wasserstoff und Landwirtschaft auf, die zusammen fast 60 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmachen. In der Landwirtschaft etwa müsse in emissionsarme Erzeugungsmethoden investiert werden, hiess es. Das grenzüberschreitende Stromnetz für den Handel mit grünem Strom müsse ausgebaut und die Recyclingmöglichkeiten für Batterien müssten verbessert werden, schrieben die Experten weiter.

In Ägypten beraten im November auf der UN-Konferenz, genannt COP27, knapp 200 Staaten zwei Wochen lang darüber, wie der Kampf gegen die Erderhitzung beschleunigt werden kann. Die Zeit drängt, denn die vergangenen sieben Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Sommer in Europa war geprägt von Dürren, die im Zuge der Klimakrise häufiger werden. (saw/sda/dpa)

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