International
Kunst

Ibrahim Mahama zum bedeutendsten Künstler der Welt 2025 gewählt

Dieser Mann ist laut Ranking der aktuell bedeutendste Künstler der Welt

Der in Ghana geborene Ibrahim Mahama ist laut dem britischen Kunstmagazin «ArtReview» derzeit die einflussreichste Figur der internationalen Kunstszene.
04.12.2025, 03:5604.12.2025, 11:07

Das in London erscheinende Magazin setzte den 38-Jährigen an die Spitze der jährlichen Liste «Power100».

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Ibrahim Mahama wurde zum derzeit bedeutendsten Künstler der Welt gewählt.Bild: keystone

Das Magazin lässt Mitglieder einer Jury einschätzen, wen sie für besonders entscheidend in der Kunstwelt halten. Bei der Liste mit 100 Personen und Organisationen geht es etwa um die Frage, wer beeinflusst, welche Themen behandelt und wessen Kunstwerke gezeigt werden.

Mahama sei die erste Person vom afrikanischen Kontinent, die den Spitzenplatz einnehme, teilte das Magazin mit. «Eine Position, die er sowohl seiner künstlerischen Arbeit als auch seiner Rolle als Schöpfer von Infrastrukturen verdankt, die andere Künstler dabei unterstützen, ihre Visionen zu verwirklichen.»

Mahamas Werk befasse sich mit Themen wie Arbeit, Extraktion und Ausbeutung. «Er nutzt seine Position in der globalen Kunstwelt, um sich diesen Fragen auch praktisch zu widmen, indem er Bildungs- und Kunstinstitutionen schafft und kollaborative Partnerschaften aufbaut», schreibt das Magazin. Der Künstler investiere seit Jahren seine Gewinne aus Verkäufen in eine Reihe von Institutionen in seiner Heimatstadt Tamale.

The Ghanaian artist Ibrahim Mahama (born 1987) takes a pose front of his installation made of recycled jute sacks from the cocoa trade - highlighting colonial legacies and global ties between Ghana an ...
Ibrahim Mahama posiert vor einer seiner Kunstinstallationen.Bild: keystone

Präsenz der Golfstaaten

Das Magazin lässt rund 30 Menschen aus der Kunstwelt über die Liste entscheiden. Auf dem zweiten Platz steht Vorsitzende der katarischen Museumsbehörde, Scheicha al-Majasa bint Hamad Al Thani.

epa12067743 An art installation by Ghanaian artist Ibrahim Mahama made of recycled jute sacks from the cocoa trade, highlighting colonial legacies and global ties between Ghana and Switzerland, covers ...
Jutesäcke über der Kunsthalle in Bern sollen die kolonialen Verbindungen zwischen der Schweiz und Ghana zeigen.Bild: keystone

Die zunehmende Präsenz der Golfstaaten an der Spitze der Liste spiegele wider, wie dort mit enormen Mitteln in Kunst und Kultur investiert werde, teilte das Magazin mit. Die arabische Welt werde zunehmend zu einer Plattform, von der aus Kunstschaffen sowie Kuratorinnen und Kuratoren ihre Arbeit ausweiten könnten. Im vergangenen Jahr hatte die emiratische Kuratorin Hur Al-Kasimi die Liste angeführt, diesmal landete sie auf Platz drei. (sda/dpa)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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James McNew
04.12.2025 06:46registriert Februar 2014
„Die zunehmende Präsenz der Golfstaaten an der Spitze der Liste spiegele wider, wie dort mit enormen Mitteln in Kunst und Kultur investiert werde, teilte das Magazin mit“ – sports washing, arts washing, etc.

Mit Milliarden von feudalen autoritären Systemen ablenken, die Kritiker erhängen lassen, Gastarbeiter versklaven und Frauen als Menschen 2. Klasse behandeln.

Aber scheint zu funktionieren, Hauptsache Geld 👍
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Humanity
04.12.2025 05:14registriert April 2022
Grossartig das afrikanische Künstler immer mehr gesehen werden 💪🏾
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Trio_Duo
04.12.2025 07:31registriert Februar 2025
Die Liste nimmt doch kein Kunstschaffender der Welt ernst... Das ist was für Investoren und Geldgeier, die sich mit Kunst wichtig kaufen wollen...
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