International
Lateinamerika

Mirtha Vázquez ist neue Kabinettschefin in Peru

Peru hat eine neue Kabinetts-Chefin – umstrittener Bellido ist zurückgetreten

07.10.2021, 08:2507.10.2021, 08:25

Rund zwei Monate nach dem Amtsantritt der neuen Regierung in Peru hat der umstrittene Kabinettschef von Präsident Pedro Castillo seinen Posten geräumt. «Wir akzeptieren den Rücktritt des Präsidenten des Ministerrats, Guido Bellido», sagte Castillo am Mittwochabend (Ortszeit) in einer Ansprache im Fernsehen.

epa09432900 A handout photo made available by the Andean Agency shows the Peruvian Prime Minister, Guido Bellido, while addressing Congress, in Lima, Peru, 27 August 2021. The cabinet of ministers of  ...
Der zurückgetretene peruanische Kabinettschef, Guido BellidoBild: keystone

Bellidos Schritt zog den Rücktritt aller Minister nach sich. Castillo vereidigte noch am Abend das neue Kabinett. Auf Bellido folgt die ehemalige Interimspräsidentin des Kongresses, Mirtha Vázquez. Zudem kam es zu rund einem halben Dutzend weiterer Veränderungen.

epa09510100 A handout photo made available by the Presidency of Peru that shows the new Peruvian Prime Minister, Mirtha Vasquez, as she poses in Lima, Peru, 06 October 2021. EPA/Presidency of Peru HAN ...
Die neue Kabinettschefin, Mirtha VasquezBild: keystone

Der ehemalige Dorfschullehrer Castillo war Ende Juli nach einem äusserst knappen Wahlsieg und wochenlangem juristischen Streit mit der unterlegenen Rechtspopulistin Keiko Fujimori als Präsident vereidigt worden. Bereits in den ersten Wochen seiner Amtszeit geriet die Regierung des unerfahrenen neuen Staatschefs allerdings unter Druck.

Demonstrators protest against Peru's President Pedro Castillo and his new cabinet in Lima, Peru, Sunday, Aug. 1, 2021. (AP Photo/Guadalupe Pardo)
1. August 2021, Lima: Demonstrationen in Lima gegen Kabinettschef Guido Bellido und sein KabinettBild: keystone

So wird gegen den nun zurückgetretenen Bellido wegen Geldwäsche und Rechtfertigung von Terrorismus ermittelt. Zuletzt hatte Bellido damit gedroht, die Gasförderung zu verstaatlichen. Weniger als einen Monat nach dem Amtsantritt der neuen Regierung war bereits Aussenminister Héctor Béjar wegen umstrittener Äusserungen zu Terrorismus in dem südamerikanischen Land zurückgetreten. (yam/sda/dpa)

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