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Guatemala: 30 Jahre Haft für Ex-Paramilitärs wegen sexueller Gewalt

Guatemala: 30 Jahre Haft für Ex-Paramilitärs wegen sexueller Gewalt an indigenen Frauen

25.01.2022, 05:5125.01.2022, 05:51

In Guatemala sind fünf frühere Paramilitärs wegen der systematischen Vergewaltigung von 36 indigenen Frauen während des Bürgerkriegs zu jeweils 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Guatemala-Stadt sah es in dem Urteil vom Montag nach zwei Wochen langen Verhandlungen als erwiesen an, dass die Männer Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hätten. Demnach hatten sie als Kriegstaktik ihre Opfer zwischen den Jahren 1981 und 1985 versklavt und fortdauernd vergewaltigt.

epa09706777 An achi woman awaits the verdict of a court in the case of five paramilitaries accused of sexually assaulting 36 indigenous women during the internal armed conflict between 1981 and 1985,  ...
Eine Achi-Frau wartet vor dem Gericht auf das Urteil.Bild: keystone

Die Überlebenden von der zu den Maya zählenden Volksgruppe der Achí aus der Gemeinde Rabinal hatten seit mehr als zehn Jahren um Gerechtigkeit gekämpft. Sie wurden von drei Maya-Anwältinnen vertreten. Das Urteil war das zweite zum Gebrauch sexueller Gewalt während des Bürgerkriegs. Aktivistinnen feierten es als historisch.

epa09707248 Achi women survivors of sexual violence perform a ceremony to celebrate after a court sentenced their aggressors, in Guatemala City, Guatemala, 24 November 2022. A Guatemalan court sentenc ...
Die überlebenden Opfer der sexuellen Gewalt fallen sich nach der Urteilsverkündung in die Arme.Bild: keystone

Die Täter gehörten in dem von 1960 bis 1996 dauernden Bürgerkrieg in dem mittelamerikanischen Land den sogenannten Zivilen Selbstverteidigungsgruppen (PAC) an. Diese waren Anfang der 1980er Jahre aus der ländlichen Bevölkerung rekrutiert worden, um gemeinsam mit der Armee die linke Guerilla zu bekämpfen. (saw/sda/dpa)

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