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Mindestens fünf Tote bei Einsturz von illegaler Mine in Ecuador

Mindestens fünf Tote bei Einsturz von illegaler Mine in Ecuador

19.11.2020, 09:4119.11.2020, 09:41

Beim Einsturz einer Mine in Ecuador sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Eines der Opfer sei minderjährig, teilte der Zivilschutz des südamerikanischen Landes am späten Mittwochabend (Ortszeit) mit. Drei Menschen wurden demnach lebend aus den Trümmern geborgen. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Behörde hatte der Erdrutsch acht Menschen begraben. Zuvor war in Medien von rund 60 Verschütteten die Rede gewesen. Die Suche nach Vermissten wurde zunächst fortgesetzt, um weitere Opfer auszuschliessen.

In dem illegalen Tagebau in der Provinz Esmeraldas im Nordwesten des Landes, nahe der Grenze zu Kolumbien, waren nach Angaben des Zivilschutzes rund 40 Kubikmeter Erde abgerutscht. Die Bergleute hatten offenbar mit einem Bagger ein Loch von 70 Meter Durchmesser und 40 Meter Tiefe ausgehoben. Aufgrund des illegalen Bergbaus sei es in der Gegend um die Stadt San Lorenzo zu einem Erdrutsch gekommen, schrieb Präsident Lenín Moreno auf Twitter. «Ich habe die Rettungskräfte angewiesen, alles Nötige zu tun, um das Leben der Menschen zu retten.»

Der illegale Bergbau ist in zahlreichen Ländern Lateinamerikas ein grosses Problem. Immer wieder kommt es in den schlecht gesicherten Minen zu schweren Unfällen. Ausserdem ist der illegale Bergbau für Umweltschäden und eine Reihe sozialer Probleme verantwortlich.

Im Juli vergangenen Jahres verhängte die ecuadorianische Regierung wegen des illegalen Bergbaus in der ebenfalls im Norden des Landes gelegenen Provinz Imbabura den Ausnahmezustand. Rund 10 000 Menschen schürften nach damaligen offiziellen Angaben in der Region nach Gold. Rund um die illegalen Minen sei ein kriminelles Netzwerk entstanden, in dem eine Reihe von Verbrechen verübt würden - wie Mord, Zwangsprostitution, Menschenhandel, Geldwäsche und Schmuggel, hiess es damals. (aeg/sda/dpa)

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