Israel lässt Flugblätter über Beirut abwerfen – Flyer drohen mit totaler Zerstörung
Am Freitag, dem 13. März, haben israelische Streitkräfte Flugblätter über Beirut, der Hauptstadt des Libanons, abgeworfen. Die Flyer wurden in verschiedenen Quartieren verstreut.
Wie Anwohner der Stadt in den sozialen Medien teilten, wurden zwei verschiedene Flyer in der Stadt verteilt. Auf einem der Flyer werden die Anwohner dazu gedrängt, sich beim israelischen Geheimdienst zu melden, falls sie Informationen zur Hisbollah haben.
Um sich zu melden, müssten die Personen lediglich einen der beiden QR-Codes scannen und eine Nachricht mit der Information, die sie haben, verfassen. Dies würde an den israelischen Geheimdienst übermittelt. Das berichtet die «New York Times».
Die Hisbollah ist eine terroristische Organisation, die von der iranischen Regierung unterstützt wird.
Auf dem zweiten Flugblatt ist mutmasslich ein Bild von Libanesen zu sehen, die in Autos aus der Stadt in den Norden des Landes fliehen. Unter dem Bild wird die Frage «Wo geht euer Land hin?» gestellt.
Weiter wird auf dem Flugblatt geschrieben, dass dem Libanon dieselbe Zerstörung wie dem Gazastreifen drohe.
Das israelische Militär habe nicht auf die Anfrage der «New York Times» reagiert und somit keine Stellung zu den Flugblättern genommen. Kurz nachdem diese jedoch über Beirut verteilt wurden, habe sich unter Anwohnern die Warnung verbreitet, den QR-Code des ersten Flugblatts nicht zu scannen.
Die Codes seien mit der 504. Einheit des israelischen Militärs verbunden. Diese würden mit psychologischen Operationen in Verbindung gesetzt, die unter anderem beinhalten, dass sich Leute durch QR-Codes mit ihnen in Verbindung setzen. Ob die Codes zu dieser Einheit führen und ob der israelische Geheimdienst dahintersteht, ist nicht bekannt.
In den vergangenen Tagen wurde der Libanon im Zuge des Kriegs im Nahen Osten vermehrt angegriffen. Unter anderem war auch die Hauptstadt Beirut ein Ziel der israelischen Angriffe. (nib)
