International
Libanon

Libanon: Israel lässt Flugblätter über Beirut fallen

Israel lässt Flugblätter über Beirut abwerfen – Flyer drohen mit totaler Zerstörung

14.03.2026, 11:3314.03.2026, 11:33

Am Freitag, dem 13. März, haben israelische Streitkräfte Flugblätter über Beirut, der Hauptstadt des Libanons, abgeworfen. Die Flyer wurden in verschiedenen Quartieren verstreut.

Video: watson/nina bürge

Wie Anwohner der Stadt in den sozialen Medien teilten, wurden zwei verschiedene Flyer in der Stadt verteilt. Auf einem der Flyer werden die Anwohner dazu gedrängt, sich beim israelischen Geheimdienst zu melden, falls sie Informationen zur Hisbollah haben.

Israel lässt Flyer über Beirut fallen 13.03.26
Auf dem Flyer steht zusätzlich, dass die Hisbollah entwaffnet werden sollen.screenshot: X/intogrey

Um sich zu melden, müssten die Personen lediglich einen der beiden QR-Codes scannen und eine Nachricht mit der Information, die sie haben, verfassen. Dies würde an den israelischen Geheimdienst übermittelt. Das berichtet die «New York Times».

Die Hisbollah ist eine terroristische Organisation, die von der iranischen Regierung unterstützt wird.

Auf dem zweiten Flugblatt ist mutmasslich ein Bild von Libanesen zu sehen, die in Autos aus der Stadt in den Norden des Landes fliehen. Unter dem Bild wird die Frage «Wo geht euer Land hin?» gestellt.

Flugbalett Libanon Beirut Israel 13.03.16
Das Flugblatt soll an die Titelseite einer Zeitung erinnern.Bild: screenshot: X/intogrey

Weiter wird auf dem Flugblatt geschrieben, dass dem Libanon dieselbe Zerstörung wie dem Gazastreifen drohe.

Das israelische Militär habe nicht auf die Anfrage der «New York Times» reagiert und somit keine Stellung zu den Flugblättern genommen. Kurz nachdem diese jedoch über Beirut verteilt wurden, habe sich unter Anwohnern die Warnung verbreitet, den QR-Code des ersten Flugblatts nicht zu scannen.

Die Codes seien mit der 504. Einheit des israelischen Militärs verbunden. Diese würden mit psychologischen Operationen in Verbindung gesetzt, die unter anderem beinhalten, dass sich Leute durch QR-Codes mit ihnen in Verbindung setzen. Ob die Codes zu dieser Einheit führen und ob der israelische Geheimdienst dahintersteht, ist nicht bekannt.

In den vergangenen Tagen wurde der Libanon im Zuge des Kriegs im Nahen Osten vermehrt angegriffen. Unter anderem war auch die Hauptstadt Beirut ein Ziel der israelischen Angriffe. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Rückblick auf das Jahr nach dem 7. Oktober
1 / 32
Rückblick auf das Jahr nach dem 7. Oktober
7. OktoberIm Morgengrauen des jüdischen Feiertags Simchat Tora startet die islamistische Terrororganisation Hamas einen Grossangriff auf das umliegende Gebiet in Israel. Mehrere Tausend Raketen werden aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Mehrere tausend Terroristen überwinden die Grenzbefestigungen und töten an einem Musikfestival und in mehreren Ortschaften wahllos Soldaten und vor allem Zivilisten. Bild: Ein Zimmer in einem Haus im Kibbuz Kfar Aza nach dem Angriff der Hamas. ... Mehr lesen
quelle: keystone / abir sultan
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Israel lässt Flugblätter über Libanons Hauptstadt Beirut fallen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
14 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
dega
14.03.2026 12:16registriert Mai 2021
Gab vor knapp 100 Jahren auch jemanden, der anderen mit Totaler Vernichtung gedroht hat. Bibi weiss sicher von wem ich spreche.
356
Melden
Zum Kommentar
14
Rückschritt für US-Verhandlungen – Sozialdemokraten verlassen Grönlands Regierung
Rund ein Jahr nach der Parlamentswahl verlässt die sozialdemokratische Partei Siumut die grönländische Regierung. Damit sende die Partei das falsche Signal in Richtung USA, erklärte Regierungschef Jens-Frederik Nielsen auf Facebook. Vor dem Hintergrund der wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu annektieren, hatte Nielsen im vergangenen Jahr eine breite Vier-Parteien-Koalition gebildet.
Zur Story