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Ukraine-Ticker: Trump geht nicht mehr von Ukraine-Angriff auf Putin aus

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«Glaube ich nicht»: Trump geht nicht mehr von Ukraine-Angriff auf Putins Residenz aus

Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den geopolitischen Auswirkungen im Liveticker.
05.01.2026, 05:3905.01.2026, 05:39
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9:31
Opfer und Schäden in Kiew und Umgebung
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen überzogen. In der Hauptstadt Kiew wurde Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge eine medizinische Einrichtung getroffen, vier Menschen seien dadurch verletzt worden. Ein Mann, der zur Behandlung in der Einrichtung war, kam demnach ums Leben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach den Angehörigen des Opfers sein Beileid aus. Patienten hätten in Sicherheit gebracht werden müssen, schrieb er in sozialen Medien und kündigte an, dass das Spital wieder aufgebaut werde. Die Partner der Ukraine dürften nicht vergessen, dass Flugabwehr, die Finanzierung von Abfangdrohnen und Ausstattung für den Energiesektor jeden Tag benötigt würden.

Auch im Kiewer Umland hatten die Schläge schwere Folgen. Ein Mann sei im Kreis Fastow in der Region Kiew getötet worden, teilte die regionale Polizei mit. Seine Leiche sei bei Löscharbeiten in seinem Haus gefunden worden. An mehreren Orten des Gebiets seien Wohnhäuser, Autos und Garagen beschädigt worden.

In der Nacht gab es teilweise in der gesamten Ukraine Luftalarm. Nach Angaben der Luftstreitkräfte setzte Moskau 9 ballistische Raketen und umfunktionierte Flugabwehrraketen sowie 165 Kampfdrohnen ein. Davon seien 137 Drohnen abgewehrt worden. Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. (sda/dpa)

5:38
Trump: Glaube nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz
US-Präsident Donald Trump geht nicht mehr von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus. Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblichen Angriff noch kritisiert.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Kiew hatte das vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblich geplanten Angriff informiert, der danach etwa sagte: «Das ist nicht gut.»

CIA: Kein Angriff auf Residenz
Der US-Geheimdienst CIA hatte dann die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien wenige Tage später berichteten. Damit widersprach der Auslandsgeheimdienst den schweren Vorwürfen aus Moskau.

Die Ukraine sah in Moskaus Behauptung einen russischen Vorwand, den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen. (sda/dpa)
15:08
Soldat bei Autoexplosion in Kiew verletzt
Bei einer Autoexplosion in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben ein Soldat verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Millionenmetropole mitteilte, kam es beim Öffnen des Kofferraums zu der Detonation. Der Soldat sei durch Splitter verletzt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts eines Terroranschlags. Nähere Angaben etwa zum Besitzer des Fahrzeugs oder möglichen Hintergründen machten die Ermittler nicht.

Die Ukraine warnt in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg immer wieder vor der Gefahr von Anschlägen und Sabotage im eigenen Land. Dabei gab es bereits mehrfach Tote. Die ukrainischen Geheimdienste wiederum sind Drahtzieher schwerer Bombenattentate in Russland, bei denen etwa in Moskau auch Generäle getötet wurden. (sda/dpa)
12:44
2000 russische Angriffe und Tote in der Neujahrswoche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. «Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe», schrieb Selenskyj auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1070 Gleitbomben, fast 1000 Drohnen und 6 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt.

Dabei erinnerte Selenskyj in einem Video auch an einen Angriff auf die Stadt Charkiw; dort gab es am 2. Januar zahlreiche Opfer. Am Sonntag stieg die Zahl der aus den Trümmern eines getroffenen Hauses geborgenen Toten auf vier, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 30 Menschen waren verletzt worden. (sda/dpa)

22:13
Selenskyj will erneut Verteidigungsminister auswechseln
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will erneut den Posten des Verteidigungsministers für den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg neu besetzen. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, solle das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, kündigte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft an. Das ukrainische Parlament muss der Personalie zustimmen.

Schmyhal war erst im Sommer als Regierungschefs entlassen und anstelle von Rustem Umjerow als Verteidigungsminister eingesetzt worden. Er solle eine andere, für die Stabilität des Landes nicht weniger wichtige Aufgabe übernehmen, sagte Selenskyj. «Ich habe beschlossen, die Arbeitsweise des Verteidigungsministeriums zu ändern», sagte Selenskyj.

Fedorow beschäftige sich intensiv mit dem Einsatz von Drohnen in dem Krieg und arbeite sehr effektiv an der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und Prozesse. «Zusammen mit unserem gesamten Militär, der Militärführung, den nationalen Waffenherstellern und den Partnern der Ukraine müssen wir im Verteidigungsbereich solche Veränderungen umsetzen, die hilfreich sind», sagte Selenskyj.

Die Personalie ist ein weiterer Baustein einer von Selenskyj angestossenen Neuaufstellung des Verteidigungs- und Sicherheitsapparats in der Ukraine. «Heute haben wir einen grundlegenden Neustart begonnen – interne Veränderungen, damit die Ukraine stabiler wird», sagte Selenskyj. Wegen Problemen in der Vergangenheit gebe es eine «Welle personeller Veränderungen». Weitere sollen demnach folgen.

Zuvor hatte er den Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum neuen Chef seiner Präsidialkanzlei gemacht, nachdem seine bisherige rechte Hand auf dem Posten, Andrij Jermak, im Zuge eines Korruptionsskandals zurückgetreten war.

Budanows Nachfolge beim Militärgeheimdienst HUR übernahm der Auslandsgeheimdienstchef Oleh Iwaschtschenko. Der 56 Jahre alte Generalleutnant Iwaschtschenko solle in der neuen Aufgabe weiter an der wirtschaftlichen Schwächung Russlands und an der Einschränkung von Moskaus Militärpotenzial arbeiten, teilte Selenskyj mit. (sda/dpa)
15:27
Viele Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw
In der Ukraine sind bei einem Angriff auf die Grossstadt Charkiw nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien.

Die genaue Zahl der Opfer sei noch unbekannt. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen das Töten fortzusetzen. Der Charkiwer Bürgermeister Ihor Terechow schrieb bei Telegram zunächst von 16 Verletzten und erheblichen Schäden nach einem Treffer auf ein Hochhaus.

In der südukrainischen Stadt Cherson wurde zudem ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss getötet, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hiess es weiter.

Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom. (sda/dpa)
22:21
Russische Besatzung meldet mehr als 24 Tote durch Beschuss
Im russisch kontrollierten Teil des Gebiets Cherson sollen der Besatzungsverwaltung zufolge mehr als 24 Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden sein. Ein Café im Dorf Chorly am Schwarzen Meer sei von drei Drohnen getroffen worden, als dort Silvester gefeiert wurde, teilte Verwaltungschef Wladimir Saldo auf Telegram mit. Er sprach morgens zunächst von 24 Toten, sagte aber später, dass die Zahl höher liege.

Das russische Aussenministerium sprach von einem Terroranschlag, bei dem auch 50 Menschen verletzt worden seien. Auch Kremlchef Wladimir Putin liess sich von Saldo informieren, wie das Präsidentenamt mitteilte.

Der ukrainische Generalstab wies die Darstellung als falsch und typische russische Desinformation zurück. Ziel der Russen sei es, mit solchen Falschbehauptungen Einfluss auf die Partner der Ukraine und den Verlauf der Friedensverhandlungen zu nehmen.

«Die Verteidigungskräfte der Ukraine halten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts und führen ausschliesslich Angriffe auf militärische Ziele des Feindes, Objekte des Brennstoff- und Energiekomplexes der Russischen Föderation und andere legitime Ziele durch, mit dem Ziel, das militärische Potenzial des Aggressorlandes zu verringern», sagte der Sprecher des Generalstabs der Agentur Interfax-Ukraine zufolge.

Unabhängige Berichte und eine Bestätigung der hohen Totenzahl gab es nicht. Fotos und Videos in sozialen Netzwerken lassen schliessen, dass ein Restaurant in dem kleinen Ferienort auf einer Halbinsel ausgebrannt ist. «Ein Kind kam ums Leben», schrieb Saldo, der wegen des Vorfalls auch den Friedenswillen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj infrage stellte.

Auch die Russisch-orthodoxe Kirche und Parlamentsabgeordnete reagierten empört. Die russische Justiz eröffnete ein Verfahren wegen Terrorismus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Ex-Präsident Dmitri Medwedew, kündigte im Gespräch mit Tass einen Vergeltungsschlag gegen die Organisatoren des Anschlags an. Der proukrainische Telegramkanal Exilenova kommentierte, es habe schon früher ähnliche Angriffe gegeben, wenn sich Besatzungssoldaten zu Feiertagen versammeln. (sda/dpa)
19:44
Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte im Ringen um Sicherheitsgarantien. «Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine», sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. «Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden», führte er aus.

Beim Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der «Koalition der Willigen» am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.

Selenskyj berichtete auch von einem Telefonat mit Zyperns Präsidenten Nikos Christodoulides, der den EU-Ratsvorsitz für die nächsten sechs Monate innehat. «Die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union ist auch eine Sicherheitsgarantie, und wir arbeiten ebenfalls auf die Mitgliedschaft hin», sagte Selenskyj.

Das Wichtigste für die Ukraine sei weiter eine ausreichende Unterstützung von den Partnern. «Davon hängt alles ab, vor allem die Soldaten an der Front, alle unsere Verteidiger und Verteidigerinnen, unsere Industrie, unsere Produktion, die Waffenproduktion», sagte Selenskyj. Das Land brauche Raketen für die Flugabwehr, Geld für Waffen, Drohnen, Technik – «für alles, was notwendig ist».

Selenskyj berichtete auch von einem Besuch seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in der Türkei, der das Ziel hatte, die Gefangenenaustausche wieder aufzunehmen. «Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen», sagte Selenskyj. Nach viel Aktivität 2025 seien die Austausche zuletzt zum Erliegen gekommen. (sda/dpa)
15:18
Putin in Neujahrsbotschaft: «Glauben an den Sieg»
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in seiner Neujahrsbotschaft auch nach fast vier Jahren seines Angriffskrieges gegen die Ukraine siegessicher gezeigt. «Ich gratuliere unseren Kämpfern und Kommandeuren zum beginnenden Neuen Jahr! Wir glauben an sie und an unseren Sieg», sagte Putin laut dem von Staatsmedien veröffentlichten Text der aufgezeichneten Videoansprache, die zuerst auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka im Fernsehen zu sehen war. Dort begann das Jahr 2026 um 13.00 Uhr MEZ.

Die Soldaten, denen die Ukraine Kriegsverbrechen vorwirft, bezeichnete Putin erneut als «Helden». «Millionen Menschen in ganz Russland – das versichere ich ihnen! – sind in dieser Silvesternacht bei ihnen. Sie denken an sie, fühlen mit ihnen, hoffen auf sie. Wir sind vereint in unserer aufrichtigen, selbstlosen und treuen Liebe zu Russland», sagte Putin. Von den Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Krieges oder der Hoffnung auch vieler Russen auf Frieden war aber keine Rede in der Botschaft. (sda/dpa)
17:41
Selenskyj kündigt neues Treffen mit Trump in Paris an
In den Bemühungen um eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine soll es nach Angaben aus Kiew Anfang Januar einen weiteren Gipfel geben. Geplant sei zunächst ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der «Koalition der Willigen» am 3. Januar in der Ukraine, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Kurz darauf, am 6. Januar, sei dann ein weiteres Treffen auf der Ebene der Staatschefs geplant.

«Wir sind dem Team von Präsident Trump für die Bereitschaft dankbar, an beiden Formaten teilzunehmen», fügte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump hinzu. Als «Koalition der Willigen» verstehen sich westliche Länder, die der Ukraine helfen.

Erst am Wochenende hatte Trump Selenskyj in Florida zu Gesprächen über ein Kriegsende empfangen. Obwohl sich beide Seiten anschliessend optimistisch zum Fortgang der Verhandlungen gaben, wurden keine konkreten Fortschritte bekannt.

Selenskyj sprach zwar zunächst davon, dass nun Einigkeit über die US-Sicherheitsgarantien für sein Land nach Ende des Kriegs herrsche. Doch später räumte er ein, dass noch über die Laufzeit dieser Garantien verhandelt werde. Die USA hätten 15 Jahre vorgeschlagen, die Ukraine bitte um bis zu 50 Jahre. (sda/dpa)
14:08
Merz: Europäer und Kanadier beraten über Ukraine
Europäer und Kanadier haben sich erneut über das weitere Vorgehen bei den Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine abgestimmt. Das schrieben der deutsche Kanzler Friedrich Merz und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Plattform X.

«Wir treiben den Friedensprozess voran. Transparenz und Ehrlichkeit ist nun von allen gefordert, einschliesslich Russland», schrieb Merz auf Englisch.

Von der Leyen sprach von einer guten Diskussion über die Unterstützung der Ukraine und ihrer Sicherheit sowie den Wiederaufbau des Landes. Der Wohlstand eines freien ukrainischen Staates liege letztlich im Beitritt zur EU, schrieb die Deutsche – eine Christdemokratin wie auch Merz – in ihrem ebenfalls auf Englisch formulierten Post. Dies sei auch eine zentrale Sicherheitsgarantie. Von einem EU-Beitritt profitierten nicht nur Länder, die beiträten, sondern ganz Europa, wie frühere EU-Erweiterungen gezeigt hätten.



Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie Kremlchef Wladimir Putin werden die Friedensbemühungen aktuell von russischen Vorwürfen überschattet. Moskau wirft der Ukraine einen versuchten Drohnenangriff auf eine Residenz Putins vor. Die Ukraine hat dementiert, dass es einen solchen Angriff gegeben habe. (sda/dpa)
17:48
Kreml: Putin informierte Trump über Angriff auf Residenz
Der russische Präsident Wladimir Putin will seine Position bei den Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump über ein Kriegsende in der Ukraine nach Kremlangaben wegen eines angeblichen Terroranschlags Kiews überarbeiten. Der Kremlchef habe Trump darüber bei einem Telefonat informiert, nachdem es einen versuchten Drohnenangriff der Ukraine gegen seine Residenz im Gebiet Nowgorod gegeben habe, sagte Putins aussenpolitischer Berater, Juri Uschakow, der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge bei dem Gespräch.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen Russlands als Lüge zurück und bezeichnete dies als Vorwand Moskaus, den Krieg fortsetzen zu wollen. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump in den USA über eine Beendigung des Krieges verhandelt, ohne greifbares Ergebnis.

Zuvor hatte Aussenminister Sergej Lawrow gesagt, dass Russland zwar nach dem abgewehrten Angriff ukrainischen Drohnen gegen die Residenz im Gebiet Nowgorod nicht aussteigen wolle aus den Verhandlungen mit den USA, aber seine Position auf den Prüfstand stelle. Zugleich kündigte er Vergeltungsschläge gegen Ziele in Kiew an. Verletzte oder Schäden habe es bei dem ukrainischen Drohnenangriff nicht gegeben. (sda/dpa)

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland regelmässig kleine Geländegewinne verbuchen kann.
  • Die russische Armee bombardiert unnachlässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Auch Wohnhäuser werden immer wieder getroffen.
  • Die Ukraine wehrt sich ihrerseits mit Drohnenangriffen auf die russische Kriegsinfrastruktur und die Waffenproduktion.
  • Bemühungen um einen Waffenstillstand tragen bisher keine Früchte. Die Versuche von US-Präsident Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch zu bringen, sind allesamt gescheitert.
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Andy25
04.12.2025 08:16registriert April 2019
Immer die gleichen Statements von Sleepy Trump nach US Gesprächen mit dem Kriegsverbrecher Putin: "wir hatten sehr gute Gespräche mit Putin und sind sicher, das er ein Deal will". Ja klar, ein Deal der zur Kapitulation der Ukraine führt. No way. Slawa Ukraini
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