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Ukraine-Ticker: Russland: Mehrere Drohnenangriffe abgefangen

A Ukrainian soldier, aka Borchik, of the ACHILLES battalion of the 92nd brigade, operates a suicide FPV drone over Russian positions in Kharkiv region, Ukraine, Sunday, May 12, 2024. (AP Photo/Evgeniy ...
Ein ukrainischer Soldat steuert eine Drohne.Bild: keystone
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Russland: Mehrere Drohnenangriffe abgefangen +++ Explosionen in Odessa

Die aktuellsten News zum Ukraine-Krieg im Liveticker.
15.07.2024, 06:10
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  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident, Wladimir Putin, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten.
  • Die ukrainische Gegenoffensive, um besetztes Gebiet zu befreien, blieb stecken. Die russische Armee greift nun weiter an und konnte im Osten zwischenzeitlich Geländegewinne erzielen. Jüngst scheiterte aber eine erneute Offensive auf die Stadt Charkiw, die Ukraine konnte diese ohne grosse Probleme zurückschlagen.
  • Die russische Armee bombardiert zudem regelmässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Für grosses Entsetzen sorgte jüngst ein russischer Angriff auf Kiew, bei dem eine Kinderklinik getroffen wurde, mindestens 37 Menschen starben, darunter 13 Kinder.
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5:55
Explosionen in Odessa: neue russische Bomben im Einsatz
Medienberichten zufolge kam es nachts nahe der ukrainischen Hafenstadt Odessa zu heftigen Explosionen. Der Gouverneur der Militärverwaltung des Gebiets, Oleh Kiper, rief die Bewohner der Stadt und des Bezirks Odessa über Telegram auf, in Schutzräumen zu bleiben, bis das Feuer gelöscht sei. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe eine Bedrohung durch ballistische Raketenangriffe aus dem Süden gemeldet. Informationen über mögliche Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht.

Neue 3-Tonnen-Gleitbomben gegen Ziele in der Ukraine

Die russischen Luftstreitkräfte sind nach Angaben aus ukrainischen Militärkreisen in jüngster Zeit dazu übergegangen, neuartige Gleitbomben gegen Ziele in der Ukraine einzusetzen. So seien Bomben mit einem Gewicht von drei Tonnen kleinen Tragflächen und entsprechender Elektronik ausgestattet worden, um sie aus grosser Entfernung von Flugzeugen abzuwerfen und dann ins Ziel zu lenken.

«Dazu nutzen sie Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-34, die von Flugplätzen starten, die wir zerstören müssten, um unsere Menschen zu schützen», wurde Andrij Jermak, Leiter des Präsidialbüros in Kiew, von der Agentur Unian zitiert. Doch dafür fehle wiederum die Erlaubnis, westliche Waffen einzusetzen, klagte er. «Nur eine solche Erlaubnis kann viele Menschenleben schützen.»

Ein russischer Kampfpilot hob im Gespräch mit der Staatsagentur Tass die Zielgenauigkeit der aufgerüsteten, eigentlich veralteten Bomben, hervor. Die maximale Abweichung betrage zehn Meter, behauptete der namentlich nicht genannte Pilot. Zudem könnten die Bomben von keiner Flugabwehr in ihrem Anflug gestoppt werden, «weder mit Patriots noch mit Geparden». (sda/con)
5:50
Russische Behörden melden Drohnenangriffe aus Ukraine
Die russische Luftabwehr hat offiziellen Angaben zufolge sechs Drohnen über der Region Brjansk abgefangen und zerstört. Das teilte der Gouverneur des Gebiets, Alexander Bogomas, in der Nacht auf seinem Telegram-Kanal mit. Es habe keine Schäden oder Verletzte gegeben, sagte Bogomas weiter. Die Region südwestlich von Moskau grenzt an die Ukraine.

Auch im russischen Gebiet Lipezk südlich von Moskau wurde ein Drohnenangriff gemeldet. Eine Drohne sei auf dem Gelände eines elektrischen Umspannwerks abgestürzt. Es gebe keine Verletzten, die Arbeit des Umspannwerks sei nicht gestört, schrieb der Gouverneur der Region, Igor Artamanow, in der Nacht bei Telegram. Die Angaben zu beiden Vorfällen liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Bei ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion beschiesst die Ukraine auch immer wieder russisches Staatsgebiet – sowohl in der Grenzregion als auch im Hinterland. Opferzahlen und Schäden stehen dabei allerdings in keinem Verhältnis zu den schweren Kriegsfolgen in der Ukraine. (sda/dpa)
17:38
Kiew hofft auf US-Freigabe für weit reichende Waffen
Die USA haben der Ukraine noch keine Erlaubnis zum Einsatz weitreichender Waffen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet erteilt. Das teilte Ihor Schowka, der stellvertretende Leiter der Präsidialkanzlei von Wolodymyr Selenskyj, in einem Interview von «Voice of America» mit. Dennoch arbeite die Ukraine weiter mit den USA an dieser Frage und hoffe auf ein baldiges Einlenken. «Alle wissen, wo die Gefahr liegt, wo die Raketen (gegen die Ukraine) gestartet werden.» Schowka äusserte sich optimistisch: «Alle wichtigen Entscheidungen, die die USA früher getroffen haben, erfolgten äusserst leise - und das wird auch dieses Mal so sein.»

Die Ukraine fordert schon seit einiger Zeit die Erlaubnis, die von den USA und anderen westlichen Partnern gelieferten weitreichenden Waffen, also Raketen oder Marschflugkörper, gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet einsetzen zu dürfen. Bisher konnten die ukrainischen Militärs lediglich Drohnen mit deutlich geringerer Sprengkraft einsetzen. Bei Treibstofflagern oder Raffinerien erzielten die ukrainischen Drohnen mehrfach Erfolge, aber gegen Flugplätze oder Raketenabschussbasen zeigten die unbemannten Flugkörper bisher wenig Wirkung.

Westliche Waffen dürfen bisher nur gegen Ziele in den besetzten Gebieten der Ukraine, einschliesslich der Krim, sowie im Osten des Landes im unmittelbaren Grenzgebiet eingesetzt werden.

Den USA sei dieses Problem bekannt, betonte Schowka. Daher erwarte er auch eine baldige Zustimmung der USA, «so wie es auch früher bei anderen Fragen geschah, die wir mit der US-Regierung erörtert haben.» (sda/dpa)
16:40
Merz möchte Ukraine mit Lieferung von Kampfjets unterstützen
CDU-Chef Friedrich Merz hat sich für eine stärkere Unterstützung der Ukraine zur Abwehr des russischen Angriffskriegs ausgesprochen - und die Lieferung von Kampfflugzeugen. Merz sagte im ARD-Format «Frag selbst»: «Mir erscheint einigermassen plausibel zu sein, der Ukraine jetzt zu helfen, wenigstens die Hoheit über den eigenen Luftraum zurückzugewinnen. Denn diese Raketenangriffe, die jetzt in immer grösserer Zahl stattfinden, gegen die Infrastruktur, gegen Strom- und Wasserversorgung, gegen Krankenhäuser, Altenheime, die wird man vom Boden aus allein nicht unter Kontrolle bekommen können. Und deswegen ist ja auch die Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine in vielen Ländern der Welt schon beschlossene Sache, auch in Europa. Wir sollten da als Deutsche nicht zurückstehen.»

Nato-Staaten wollen Tempo bei der Ausrüstung der Ukraine mit westlichen Kampfflugzeugen. Der Transfer von F-16-Jets sei bereits im Gange, kündigten die USA, die Niederlande und Dänemark am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung am Rande des Nato-Gipfels in Washington an. Damit könnten die Maschinen noch diesem Sommer zur Abwehr des russischen Angriffskriegs zum Einsatz kommen. Bei der Lieferung geht es um F-16-Jets aus amerikanischer Produktion, die von Dänemark und den Niederlanden bereitgestellt werden. (sda)
epa11402190 Chairman of the Christian Democratic Union (CDU) party and faction Friedrich Merz speaks during a press conference at the party's headquarters in Berlin, Germany, 10 June 2024. The Eu ...
Bild: keystone
Friedrich Merz
04:59
Zeichen der Entspannung zwischen Kiew und Minsk
Überraschende Entspannung an der Grenze zwischen der Ukraine und dem Russland-Verbündeten Belarus. Nach einem steten Truppenaufbau auf beiden Seiten der Grenze gab der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko bei einem Truppenbesuch Entwarnung und erklärte die Konfrontation für beendet. Er verwies nach Angaben der Staatsagentur Belta auf den Abzug ukrainischer Einheiten aus der Region. «Jetzt haben wir keine Komplikationen mit den Ukrainern, und ich hoffe, dass es auch keine geben wird», wurde er von Belta zitiert.

Zugleich kündigte Lukaschenko den Abzug von Einheiten an, die in den vergangenen Wochen an die ukrainisch-belarussische Grenze verlegt worden waren. Das Verteidigungsministerium in Minsk gab am Abend die entsprechenden Befehle an die betroffenen Verbände heraus. Dies geschehe auf Anweisung des Präsidenten, sagte Verteidigungsminister Viktor Chrenin. «Wir beginnen sofort mit der Erfüllung dieser Aufgabe.»

Wegen angeblicher Truppenansammlungen auf der ukrainischen Seite der gemeinsamen Grenze und wegen angeblicher Provokationen hatte Lukaschenko jüngst die Grenzeinheiten verstärkt. Aus Kiew hiess es dagegen, Einheiten der Ukraine hätten lediglich die Verteidigungspositionen entlang der Grenze ausgebaut.

Zu Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 hatte Belarus den Einsatz russischer Einheiten von seinem Gebiet aus zugelassen.
18:30
Kiew berichtet von Angriff gegen russisches Treibstofflager
Das ukrainische Militär hat einen neuen Schlag gegen ein Treibstofflager in Russland für sich reklamiert. Das Lager im Bezirk Zimljansk in der Region Rostow am Don sei von Drohnen in Brand gesetzt worden, berichtete die ukrainische Agentur Unian unter Berufung auf informierte Quellen. In dem Lager seien rund 12'500 Kubikmeter Treibstoff in Flammen aufgegangen. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden. Von russischer Seite gab es dazu keine Angaben.

«Die Drohnen des ukrainischen Sicherheitsdienstes setzen ihre Präzisionsangriffe gegen den Energiekomplex Russlands fort, der den Krieg gegen die Ukraine unterstützt», zitierte Unian den namentlich nicht genannten Vertreter des Geheimdienstes. Die Ukraine habe in den vergangenen Wochen bereits knapp drei Dutzend Raffinerien und Treibstofflager auf russischem Gebiet angegriffen.

Da die Ukraine bisher keine weitreichenden Waffen aus westlichen Lieferungen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet nutzen darf, werden Drohnen mit geringerer Sprengkraft gegen ausgesuchte Ziele eingesetzt.

(sda/dpa)
17:34
Selenskyj zu Bidens Versprecher: Können Fehler vergessen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gelassen auf einen Versprecher von US-Präsident Joe Biden reagiert. Biden hatte bei einer Rede auf dem Nato-Gipfel Selenskyjs Namen mit dem des russischen Präsidenten Wladimir Putin vertauscht. Bei einem Zwischenstopp in Irland wurde Selenskyj nun darauf angesprochen.
epa11473435 US President Joe Biden (L) and Ukraine President of Ukraine Volodymyr Zelensky (R) shake hands during a ceremony for the ?Ukraine Compact? during the North Atlantic Treaty Organization (NA ...
Bild: keystone
Auf die Frage, wie seine Reaktion ausfalle, antwortete Selenskyj, es sei ein Fehler gewesen. «Die Vereinigten Staaten haben den Ukrainern viel Unterstützung zukommen lassen. Ich denke, wir können ein paar Fehler vergessen.»

Biden bemerkte Fehler schnell


Biden hatte am Donnerstag über den russischen Angriffskrieg gesprochen und Selenskyj das Wort erteilen wollen: «Nun übergebe ich das Wort an den Präsidenten der Ukraine, der ebenso viel Mut wie Entschlossenheit besitzt. Meine Damen und Herren: Präsident Putin.»

Noch während er sich vom Rednerpult wegdrehte, bemerkte der 81-Jährige den Fehler. Er korrigierte sich und sagte entschuldigend, er sei so sehr darauf konzentriert, Putin zu besiegen. Selenskyj, der neben ihm auf der Bühne stand, konterte scherzhaft mit den Worten: «Ich bin besser.»

Debatte über Bidens Eignung


Der Patzer befeuerte Diskussionen über Bidens erneute Präsidentschaftskandidatur. Er wird derzeit genau beobachtet, nachdem er bei einem TV-Duell gegen seinen Konkurrenten Donald Trump Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Fitness gesät hatte.

Irlands Regierungschef Simon Harris wurde ebenfalls auf Biden angesprochen. In jüngsten Gesprächen habe er den Präsidenten so engagiert und informiert erlebt wie sonst auch, sagte Harris der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

(sda/dpa)
16:27
Kremlsprecher droht mit Reaktion auf Raketen-Stationierung
Der Kreml hat dem Westen indirekt mit einer harten Reaktion auf die Stationierung weitreichender amerikanischer Waffen in Europa gedroht. «Natürlich» werde Moskau auf diese Stationierung antworten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf die entsprechende Frage eines russischen Fernsehjournalisten.
Kremlin spokesman Dmitry Peskov attends a meeting of Russian President Vladimir Putin with the new cabinet members at the Kremlin in Moscow, Russia, Tuesday, May 14, 2024. (Vyacheslav Prokofyev, Sputn ...
Bild: keystone
«Es gab immer die paradoxe Situation: Die USA haben Raketen verschiedener Reichweiten und Kaliber stationiert, und diese traditionell immer gegen unser Land ausgerichtet.» Russland wiederum habe seine Raketen gegen Ziele in Europa ausgerichtet.

«Unser Land steht im Fadenkreuz amerikanischer Raketen in Europa», wurde Peskow weiter von der Staatsagentur Tass zitiert. «Wir haben das alles schon einmal durchgemacht, es gab das schon einmal.» Doch Russland habe die Fähigkeit zur Abschreckung dieser Raketen. «Aber das potenzielle Opfer sind die Hauptstädte dieser Staaten», fügte er drohend hinzu.

Am Rande des Nato-Gipfels in Washington in dieser Woche war bekanntgeworden, dass die USA von 2026 an in Deutschland wieder Waffensysteme stationieren wollen, die weit bis nach Russland reichen. Darunter sollen Marschflugkörper vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern sein, die technisch gesehen auch nuklear bestückt sein können, sowie Luftabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen. Russland und China reagierten erbost auf die Ankündigung.

(sda/dpa)
15:52
Kiewer Geheimdienstchef: Gegen Putin gab es Mordpläne
Gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin hat es nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes schon mehrere versuchte Attentate gegeben. «Aber wie Sie sehen, waren sie erfolglos», sagte Geheimdienstchef Kyrylo Budanow einem Interviewer des ukrainischen Portals «New Voice». Dabei gab der General keine Hinweise, worauf seine Behauptung sich stützt. Er sprach auch nicht davon, dass sein Dienst oder andere Kiewer Geheimdienste in solche Pläne verwickelt sein könnten.
Maj. Gen. Kyrylo Budanov, Ukraine's military intelligence chief attends the forum Ukraine 2024, in Kyiv, Ukraine, Sunday, Feb. 25, 2024. (AP Photo/Evgeniy Maloletka)
Bild: keystone
Budanow ist aber für Provokationen bekannt, die Teil seiner psychologischen Kriegführung sind. Der Kreml reagierte auf die Äusserung: Sprecher Dmitri Peskow stellte klar, dass für die Sicherheit des ersten Mannes in Russland angemessen gesorgt werde. «Die Bedrohung durch das Kiewer Regime ist offensichtlich», sagte er in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.

Vergleich mit dem Tod Stalins


Budanow goss weiter Öl ins Feuer mit der Aussage, Putin sei in der russischen Elite nicht mehr die von allen anerkannte Kompromissfigur. Weil er aber seit mehr als 20 Jahren an der Macht sei, hätten die Russen Angst, ihn zu verlieren. Deshalb erwarte er nach einem Ableben Putins Ähnliches wie nach dem Tod des Sowjetdiktators Josef Stalin 1953. Für Menschen in der Sowjetunion sei damals «ihre ganze Welt zusammengebrochen, sie wussten nicht, wie sie weiterleben sollten», sagte der Leiter des Militärgeheimdienstes.

Über versuchte Anschläge auf Putin in seiner langen Zeit als Kremlchef ist wenig bekannt. Budanow behauptete im Mai 2022, wenige Tage nach dem von Putin befohlenen Angriffskrieg auf die Ukraine sei ein Attentat von Männern aus dem Kaukasus gescheitert. Belege dafür gab es nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte einmal in einem Interview, er habe bei Anschlagsplänen gegen ihn aufgehört zu zählen. Direkt nach dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 hatten russische Spezialkräfte in Kiew Jagd auf ihn gemacht. Zuletzt wurde im Mai dieses Jahres die Spitze des Personenschutzes neu organisiert. Dort waren angeblich zwei Offiziere von Moskau für Attentate auf Selenskyj, Budanow und andere ukrainische Offizielle angeheuert worden.

(sda/dpa)
11:55
Russische Drohne fliegt nach Belarus
Eine russische Kampfdrohne ist Kiewer Militärangaben zufolge bei einem Angriff über die Ukraine hinweg nach Belarus geflogen. Russland habe die Ukraine mit fünf Shahed-Drohnen iranischer Bauart angegriffen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Vier Drohnen seien über den Gebieten Charkiw und Donezk abgeschossen worden. «Die fünfte verliess den Luftraum der Ukraine in Richtung des Gebietes Gomel in Belarus», schrieb Luftwaffenkommandeur Mykola Oleschtschuk auf seinem Telegramkanal.



Der als zuverlässig bekannte belarussische Militärblog Hajun-Projekt bestätigte den Vorfall. Demnach sei die russische Drohne etwa drei Stunden lang über Belarus bis weit in den Norden nach Witebsk geflogen. Zum Ende des Flugs sei nichts bekannt. Das belarussische Militär habe das Flugobjekt mit einem Kampfjet und einem Helikopter verfolgt.

Den Hajun-Angaben nach war schon am Donnerstagabend eine russische Shahed-Drohne von der Ukraine kommend in den belarussischen Luftraum geflogen. Ein Jet und ein Hubschrauber hätten den Flug beobachtet. Nach etwa einer Stunde sei die Drohne zurück in die Ukraine geflogen in das Sperrgebiet um das zerstörte Kernkraftwerk Tschernobyl. Von ukrainischer Seite gab es keine Angaben zu diesem Vorfall. Im Kiewer Luftwaffenbericht von Freitagmorgen wurde er nicht erwähnt.

Moskaus engster Verbündeter

Belarus ist der engste Verbündete Russlands. Machthaber Alexander Lukaschenko hat sein Land als Aufmarschgebiet gegen die Ukraine zur Verfügung gestellt. Belarussische Truppen haben aber soweit bekannt nicht in den Krieg eingegriffen. Trotzdem sind Kiew und Minsk nervös, zumal in Belarus derzeit ein gemeinsames Manöver mit chinesischen Soldaten stattfindet. Beide Seiten werfen einander vor, Provokationen vorzubereiten.

Ein ukrainischer Drohnenangriff setzte in der Nacht ein Tanklager im Kreis Zimljansk im südrussischen Gebiet Rostow in Brand. Später teilte Gouverneur Wassili Golubew mit, das Feuer sei gelöscht worden. (sda/dpa)
9:46
Brand in russischer Ölraffinerie nach Drohnenangriff
Die Ukraine hat nach russischen Angaben mit einer Drohne eine Ölraffinerie in der Region Rostow im Süden Russlands in Brand gesetzt. Nach dem Drohnenangriff in der Nacht zum Samstag sei in der Raffinerie im Verwaltungsbezirk Zimljansk ein Feuer ausgebrochen.



Wie Rostows Gouverneur Wassili Golubew im Onlinedienst Telegram mitteilte, gibt es ersten Erkenntnissen zufolge keine Toten oder Verletzten. Der Angriffsort ist mehrere hundert Kilometer von der Frontlinie in der Ukraine entfernt.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte unterdessen, die russische Armee habe insgesamt vier von der Ukraine abgefeuerte Drohnen abgefangen und zerstört, zwei in der Region Rostow, eine in der Region Belgorod an der ukrainischen Grenze und eine in der Grenzregion Kursk weiter nördlich. Den Brand in der Ölraffinerie erwähnte das Ministerium nicht.

Russland und die Ukraine setzen seit Beginn der russischen Offensive im Februar 2022 bei ihren gegenseitigen Angriffen regelmässig Drohnen ein. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russisches Territorium in den vergangenen Monaten verstärkt und zielt dabei unter anderem auf die Energieinfrastruktur Russlands. Die russische Armee nimmt ihrerseits systematisch die ukrainische Energieinfrastruktur unter Beschuss. (sda/afp)
20:08
Drei Tote bei Absturz von Regionalflugzeug in Russland
Beim einem Flugzeugabsturz in Russland sind laut russischen Nachrichtenagenturen am Freitag drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das russische Regionalflugzeug vom Typ Suchoi Superjet 100 sei nach planmässigen Reparaturen auf einem Testflug gewesen, als es etwa eine Stunde nach Abflug über einem bewaldeten Gebiet nahe Moskau zu dem Vorfall kam, berichtete die Nachrichtenagentur Tass.

«Nach vorläufigen Informationen wurden drei Piloten getötet. Alle, die an Bord waren», zitierte die Agentur Rettungsdienste. Wie Tass weiter berichtete, gehörte das Flugzeug dem Konzern Gazprom. Den Staatsmedien zufolge war das Flugzeug auf dem Weg zum Moskauer Wnukowo-Flughafen.

Es stürzte in eine Waldgegend des Bezirks Kolomensky etwa 60 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt. Fotos und Videos in den Onlinenetzwerken zeigten, wie eine graue Rauchwolke von der Absturzstelle aufstieg.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA hat das russische Ermittlungskomitee eine Untersuchung zu dem Absturz eröffnet. (sda/afp)
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quelle: keystone / bo amstrup
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