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Iran-Ticker: Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestellt

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestellt ++ Entsalzungsanlage beschädigt

03.04.2026, 08:5303.04.2026, 12:17
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11:58
Berichte: Hisbollah-Entwaffnung kein Ziel von Israels Armee
Die Entwaffnung der Hisbollah im Libanon ist Medienberichten zufolge doch kein Kriegsziel der israelischen Armee. Das meldete unter anderem die «Times of Israel» unter Berufung auf einen Vertreter der Armee. Die israelische Nachrichtenseite «ynet» sprach von einer Kursänderung des Militärs. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt noch auf eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz gedrungen.

Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Teil dieses Abkommens war auch die Entwaffnung der Hisbollah, die bislang nicht umgesetzt wurde.

Mehrere israelische Medien meldeten nun, Ziel der Armee sei es, die Miliz im Nachbarland signifikant zu schwächen. «Die Entwaffnung der Organisation ist kein zwingendes Ziel am Ende dieses Einsatzes», zitierte die «Times of Israel» einen Armeevertreter. Laut «Haaretz» gehen Armeevertreter davon aus, dass die Entwaffnung der Hisbollah die Besetzung des gesamten Libanons voraussetzen würde.

Medien: Armee will Plan für «Sicherheitszone» vorlegen
Den Berichten zufolge will Israels Armee der politischen Führung in den kommenden Tagen einen Vorschlag zur Einrichtung einer «Sicherheitszone» im Südlibanon vorlegen. Nach «Haaretz»-Angaben soll diese zwei bis drei Kilometer in den Libanon hineinreichen. Demnach ist unklar, ob die Armee dort alle Häuser abreissen wird, oder ob die Anwohner zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren können. Der «Times of Israel» zufolge umfasst der Plan die Zerstörung libanesischer Dörfer in Grenznähe. Demnach sollen alle verbleibenden Einwohner Orte, die wenige Kilometer von der Grenze entfernt liegen, verlassen. Davon ausgenommen seien mehrere Orte, die von Christen bewohnt werden. (sda/dpa)
11:46
Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestellt
In Abu Dhabi stellt nach offiziellen Angaben eine Gasanlage den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit. Es gebe keine Berichte über Opfer. Der Betrieb sei eingestellt worden, während die Behörden einen Brand bekämpften, hiess es weiter.

Auch in der Region Adschban reagierten Behörden des Emirats auf herabfallende Trümmerteile, hiess es in einer weiteren Stellungnahme. (sda/dpa)
11:38
Kuwait: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt
Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage und ein Kraftwerk in Kuwait sind nach offiziellen Angaben Teile der Einrichtung beschädigt worden. Einsatzkräfte seien im Einsatz, um den Betrieb der Anlagen fortführen zu können, hiess es in einer Stellungnahme des zuständigen Ministeriums. Bisher gebe es nur Sachschäden.

Als besonders trockenes und wasserarmes Land ist Kuwait von Entsalzungsanlagen abhängig. Trinkwasser entsteht in Kuwait grösstenteils aus dem energiehungrigen Prozess der Entsalzung. Schäden an den Anlagen können zudem schwere Folgen für die Umwelt haben.

Schon am Morgen hatte die staatliche Kuwait Petroleum Company über einen Angriff mit Sachschäden an der wichtigen Mina Al-Ahmadi Raffinerie berichtet. Dabei sei in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. (sda/dpa)
9:30
Iran und Hisbollah feuern wieder Geschosse auf Israel
Israel ist am Morgen und in der Nacht erneut mit Raketen beschossen worden. In der Nacht wurde Berichten zufolge bei einem iranischen Angriff ein Haus in einem Vorort von Tel Aviv schwer beschädigt. Auch in anderen Gegenden gab es Medien zufolge Einschläge. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte den nächtlichen Raketenangriff auf Israel.

Am Morgen heulten im Norden des Landes wegen Drohnen- und Raketenangriffen der libanesischen Hisbollah mehrfach die Warnsirenen. Die vom Iran unterstützte Miliz reklamierte Raketenangriffe für sich.

Juden in Israel und weltweit feiern derzeit das einwöchige Pessachfest, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei erinnert.

Israel tötet Hisbollah-Mitglieder
Israels Armee teilte am Morgen mit, sie habe rund 15 Mitglieder der Miliz bei einem Luftangriff im Südlibanon getötet. Diese hätten einen Raketenangriff auf Israel geplant.

Das israelische Militär erneuerte zugleich einen Fluchtaufruf für die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut. Die Armee werde dort weiter Infrastruktur der Hisbollah ins Visier nehmen, hiess es darin. Die dicht besiedelten Viertel gelten als Hochburg der Miliz. Hunderttausende Bewohner haben die Gegend infolge der israelischen Bombardements bislang verlassen. (sda/dpa/lak)


Anwohner suchen Schutz in einem Luftschutzbunker, während Luftschutzsirenen vor bevorstehenden iranischen Raketenangriffen auf Tel Aviv warnen (1. April 2026). Bild: Keystone
9:12
Iran: Haben Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Von US-Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Es sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupteten die Revolutionswächter. «Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten», hiess es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe.

Iranische Meldungen über erfolgreiche Zerstörungen US-amerikanischer Kampfjets hatte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) zuletzt zurückgewiesen. Am Donnerstag etwa widersprach Centcom einem vermeintlichen Abschuss über der iranischen Insel Gheschm im Süden des Landes.

Der F-35-Jet des US-amerikanischen Konzerns Lockheed Martin zählt zu den modernsten Kampfflugzeugen der Welt. Bestätigte Fälle, wonach ein F-35 in einem bewaffneten Konflikt abgeschossen wurde, gibt es bislang nicht. (sda/dpa/lak)
8:50
Über 100 Völkerrechtrechtler warnen: US-Angriffe auf Iran womöglich Kriegsverbrechen
Über 100 in den USA ansässige Experten für Völkerrecht vertreten in einem offenen Brief die Auffassung, dass die Militärschläge der USA (und Israels) gegen den Iran nach dem Völkerrecht wahrscheinlich rechtswidrig sind und möglicherweise Kriegsverbrechen darstellen.

Der Brief ist unterzeichnet von Völkerrechtsexperten von Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Stanford. Er wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift «Just Security» veröffentlicht.



In dem Schreiben heisst es, der erste Angriff auf den Iran verstosse gegen die Charta der Vereinten Nationen. Sie verbietet den Einsatz von Gewalt grundsätzlich – ausser im Falle der Selbstverteidigung oder mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrats. Die Völkerrechtsfachleute weisen die Auffassung zurück, dass die Luftangriffe diese rechtlichen Ausnahmen erfüllen.

Abgesehen von der anfänglichen Rechtswidrigkeit warnen die Experten, dass die Art und Weise, wie der Krieg geführt wird, sowohl gegen das humanitäre Völkerrecht (Kriegsrecht) als auch gegen die Menschenrechte verstossen könnte. Sie weisen insbesondere auf die Möglichkeit von Kriegsverbrechen hin.

Die Unterzeichnenden verweisen insbesondere auf eine Äusserung von Präsident Donald Trump von Mitte März. Trump sagte damals, die USA könnten die Angriffe auf den Iran «nur zum Spass» ausführen. Auch eine Aussage von Verteidigungsminister Pete Hegseth von Anfang März wird zitiert, wonach die USA nicht mit «dummen Einsatzregeln» kämpften. (lak)
8:22
Ex-Aussenminister Irans wirbt für nachhaltigen Frieden mit den USA
Der frühere iranische Aussenminister Mohammed-Dschawad Sarif hat angesichts des verheerenden Kriegs für einen «echten» Frieden mit den USA geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin «Foreign Affairs» argumentierte Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten «diese Katastrophe als Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden».

Sarif: «Win-Win-Situation» wäre möglich

«Anhaltende Feindseligkeit wird zu einem grösseren Verlust wertvollen Lebens und unersetzlicher Ressourcen führen, ohne die bestehende Pattsituation tatsächlich zu verändern», schrieb Sarif weiter. Der Krieg habe gezeigt, dass Irans Raketen- und Atomprogramm militärisch nicht beendet werden könne. Seiner Ansicht nach sollte Teheran wie in der Vergangenheit anbieten, sein Atomprogramm einzuschränken und die Strasse von Hormus öffnen. Im Gegenzug müssten die USA internationale Sanktionen aufheben.

Sarif schrieb weiter, dass auch wirtschaftliche Zusammenarbeit denkbar sei. Es wäre eine «Win-Win-Situation» für beide Staaten. «Dieser Krieg, so schrecklich er auch ist, hat die Tür für eine dauerhafte Einigung geöffnet. Die Iraner mögen empört sein, doch sie können voranschreiten in dem Wissen, dass sie angesichts eines massiven und illegalen militärischen Angriffs durch zwei atomar bewaffnete Mächte standhaft geblieben sind.» Sarif war von 2013 bis 2021 Aussenminister im Iran. (sda/dpa/lak)
7:48
Raffinerie in Kuwait von Drohnen getroffen
In Kuwait haben Drohnen am frühen Morgen die Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete nicht, die Raffinerie abgeschaltet zu haben.

Die Raffinerie war auch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden und vor zwei Wochen daher auch abgeschaltet worden. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.

Der Iran greift auch mehr als vier Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen sich immer wieder seine benachbarten Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, mit Raketen und Drohnen an. (sda/dpa)
6:56
Trump: Brücken als nächste Ziele im Iran, dann Kraftwerke
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit härteren Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig sei, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. «Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!» Er ergänzte: «Die neue Führung des Regimes weiss, was getan werden muss.» Und das müsse schnell geschehen.

Es blieb zunächst unklar, was genau er damit meinte. Wahrscheinlich bezog er sich auf seine früheren Äusserungen, wonach sich die Führung in Teheran zur Beendigung des Kriegs auf einen Deal einlassen müsse, bevor es zu spät sei und nichts mehr vom Land übrig bleibe. Für den Fall, dass der Iran eine Übereinkunft mit den USA ablehnen sollte, hat Trump dem Teheran schon mehrfach mit Angriffen auf Kraftwerke und Strominfrastruktur gedroht.

Zuvor hatte das Militär am Donnerstag eine wichtige Autobahnbrücke bei Teheran bombardiert. Die amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran dauern inzwischen seit fast fünf Wochen an. (sda/dpa)
6:53
Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur
Israel griff nach Angaben eines Militärsprechers Dutzende Ziele des Raketenprogramms im Iran sowie im Libanon an. Zudem sei der Kommandeur der ballistischen Raketeneinheit in der Region Kermanschah gezielt getötet worden. In dieser Woche sei bei einem Angriff in Teheran ausserdem Dschamschid Eshaghi ums Leben gekommen, Kommandeur des «Öl-Hauptquartiers» der iranischen Streitkräfte. Dieses ermögliche dem Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen. (sda/lak)
6:52
Irans Aussenminister: US-Ansehen wird sich davon nicht erholen
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi kritisierte den Angriff der USA auf eine Brücke bei Teheran scharf. Derartige Attacken seien Ausdruck eines «moralischen Zusammenbruchs», schrieb er auf X. Das Ansehen der USA werde sich niemals davon erholen. «Angriffe auf zivile Strukturen, einschliesslich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen.»

Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören», sagte er am Mittwoch in einer Rede an die Nation. (sda/lak)
6:50
USA bombardieren Autobahnbrücke im Iran
Trump hat dem Iran nach der Bombardierung einer Autobahnbrücke bei Teheran mit weiterer Zerstörung gedroht. «Die grösste Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!», schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Dazu postete er ein kurzes Video, das die einbrechende Brücke vor einem Bergmassiv zeigt, dichte Rauchschwaden steigen auf. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, drohte Trump weiter.

Die als «B1» bekannte Autobahnbrücke war am Donnerstag zweimal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. Sie war Teil der Pendlerroute zwischen der Grossstadt Karadsch und der überfüllten Millionenmetropole und Hauptstadt Teheran. Zudem liegt sie an einem Verkehrsknoten in Richtung Kaspisches Meer, einem beliebten Reiseziel. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran. Ein Teilabschnitt befand sich noch im Bau.

Der zweite Angriff auf die Brücke westlich der Hauptstadt Teheran ereignete sich iranischen Medien zufolge, als Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren. Videos in sozialen Medien zeigten ebenfalls dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Bei den Luftangriffen kamen laut der Nachrichtenagentur Isna mindestens acht Menschen ums Leben, 97 weitere wurden verletzt. Der Strom an der Landstrasse Richtung Norden fiel infolge der Attacken aus.



US-Quellen sprechen von Brücke als angeblicher Nachschubroute


Trumps Post liess kaum Zweifel, dass das US-Militär die Brücke – ein Teil der zivilen Infrastruktur des Landes – gezielt angegriffen hat. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf einen Militärvertreter, dass US-Streitkräfte damit einen geplanten militärischen Nachschubweg unterbunden hätten. Das «Wall Street Journal» zitierte einen hochrangigen US-Beamten damit, dass der Angriff Teil umfassenderer Bemühungen der USA gewesen sei, militärische Nachschubrouten zu unterbrechen. So solle der Iran daran gehindert werden, Teile für ballistische Raketen und Drohnen an Einheiten im ganzen Land zu verteilen. Die US-Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.
(sda/lak)
20:52
Krisengespräch zu Strasse von Hormus – Mehr Druck auf Iran angestrebt
Bei der Krisensitzung zur vom Iran weitestgehend blockierten Strasse von Hormus haben die teilnehmenden Länder unter anderem über mögliche weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen. Das teilte das britische Aussenministerium nach dem von Grossbritannien einberufenen Online-Treffen mit Vertretern von mehr als 40 Ländern mit. Aussenministerin Yvette Cooper sprach von einer Entschlossenheit vieler Länder zur Öffnung der für den weltweiten Handel wichtigen Meeresenge. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus.



Bei dem Treffen wurden den Angaben nach Massnahmen zur Erhöhung des Drucks auf den Iran besprochen, darunter auch wirtschaftliche und politische «wie beispielsweise Sanktionen», sollte die Strasse von Hormus geschlossen bleiben. Schon jetzt gibt es allerdings zahlreiche Sanktionen gegen den Iran, etwa im Energiesektor.

Eine weitere Massnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, «um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können». Die IMO gab zuletzt bekannt, bereits an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.

Treffen von Militärplanern geplant

Die Auswirkungen der iranischen Blockade auf die Wirtschaft sind enorm. Nachdem die USA und Israel den Iran angegriffen hatten, brachte Teheran die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus mit Attacken und Drohungen nahezu zum Erliegen. Auch deshalb prangerte Cooper wiederholt eine «Rücksichtslosigkeit» Teherans an. Der Iran habe die «Weltwirtschaft als Geisel» genommen, sagte sie.

Bereits vor der Krisensitzung, an der auch Deutschland teilnahm, kündigte Cooper ein Treffen von Militärplanern an. In der kommenden Woche sollen diese in Northwood nördlich von London zusammenkommen, wie das britische Verteidigungsministerium auf X schrieb. Dabei sollen «realisierbare Optionen zur Gewährleistung der Zugänglichkeit und Sicherheit der Strasse von Hormus für die Schifffahrt» erörtert werden. (sda/dpa)
20:20
Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen ausser Betrieb
Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran hat ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb eingestellt. Das Ausmass der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen «Shargh» und «Hammihan» unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen.

Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der grösste Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt. (sda/dpa)

19:54
Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des «Öl-Hauptquartiers» der iranischen Streitkräfte gewesen, hiess es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen.

Eshaghi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Eshaghi war auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums aufgelistet und dort als weltweit agierender Terrorist eingestuft.

Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den obersten Führer Ali Chamenei. (sda/dpa)

19:54
Angriffe auf arabische Länder gehen weiter
Auch in der fünften Woche des Iran-Kriegs gibt es weiterhin Angriffe auf arabische Länder. Aus Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien kamen zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden.

Die Armee von Kuwait teilte auf X mit, zwei Raketen und 13 Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgeschossen zu haben. Auch Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten den Abschuss von Raketen und Drohnen. Saudi-Arabien habe am Donnerstag eine Rakete, die auf den ölreichen Osten des Landes abzielte, und weitere Drohnen abgefangen, hiess es vom Verteidigungsministerium des Landes. Katar meldete den Abschuss von Drohnen.

Nicht am Golf, aber dennoch betroffen war Jordanien: Die Streitkräfte des Landes meldeten den Abschuss einer Rakete. Behörden seien dort zudem Berichten über herabfallende Trümmerteile nachgegangen. (sda/dpa)
19:52
Trump zu zerstörter Brücke im Iran: Viel mehr wird folgen
Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. «Die grösste Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!», schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump.

Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. (sda/dpa)

18:05
Wichtige Autobahnbrücke «B1» bei Teheran erneut bombardiert
Im Iran ist eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran, wurde die als «B1» bekannte Brücke erneut bei einem Luftangriff getroffen, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Der neue Angriff ereignete sich, als Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Fars.

Videos in den sozialen Medien zeigten dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, nicht für den Angriff verantwortlich zu sein.

Bei dem ersten Angriff auf die Brücke, der erst im vergangenen Sommer fertiggestellt worden war, kamen iranischen Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. (sda/dpa)
17:48
Neuer Raketenangriff des Irans auf Tel Aviv
Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume.

Nach ersten Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurde aber niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Naharija im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es aber den Angaben zufolge keine Verletzten. (sda/dpa)
13:32
Irans Ex-Aussenminister schwer verletzt
Kamal Charrazi, ehemaliger Aussenminister des Irans, wurde bei einem Angriff schwer verletzt. Das berichten iranische Medien. Charrazi war von 1997 bis 2005 als Aussenminister im Amt, zuletzt war er Aussenpolitikberater des Ajatollahs. Der 82-Jährige soll sich zum Zeitpunkt des US-israelischen Angriffs in seinem Haus befunden haben und wurde mittlerweile ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Frau kam Berichten zufolge beim Angriff ums Leben.

13:08
Israel tötet viele Hisbollah-Mitglieder - Geschosse abgefeuert
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hiess es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, Israels Armee dringe weiter im Südlibanon vor. Israels Armee erklärte, Bodentruppen hätten dort Dutzende Ziele der Schiitenorganisation Hisbollah zerstört, darunter Beobachtungsposten und Raketenabschussrampen. Die israelische Luftwaffe griff den Angaben zufolge ebenfalls Dutzende Stellungen wie etwa Waffenlager im Nachbarland an.

Bei schweren israelischen Luftangriffe und Artilleriebeschuss seien im Laufe des Tages in den Grenzorten Taiba und Chiam weitere Häuser zerstört worden, hiess es aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter. Den Angaben zufolge sind unter anderem in Chiam bereits ganze Wohnviertel zerstört worden.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt die Zerstörung aller Häuser in grenznahen Dörfern angekündigt. Viele Ortschaften im Süden des Libanons gelten als Hochburgen der Hisbollah-Miliz. Die israelische Führung wirft ihr vor, von dort aus auch immer wieder zivile Wohngebiete im Norden Israels zu beschiessen.

Die Hisbollah feuerte am Morgen und Vormittag wieder Geschosse auf Nordisrael. Dort gab es mehrfach Raketenalarm. Israels Armee erklärte auf Anfrage, sie könne rund 50 Geschosse bestätigen, die die Miliz seit dem Morgen auf Israel abgefeuert habe. (sda/dpa)

13:05
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben des offiziellen Justizportals wurde Amirhossein Hatami gehängt. Er soll zu einer Gruppe gehört haben, die in einen «militärisch klassifizierten Standort» der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt haben soll. Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft und eine Revision als unbegründet abgelehnt.

Unterstützer schrieben auf X, Hatami sei zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung erst 18 Jahre alt gewesen und zu einem Geständnis gezwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden.

Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» zu vollstrecken. Ausser Spionage für die USA, Israel oder andere «feindliche Staaten» sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die «Angst und Schrecken» in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.

Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein und trat bisher nicht öffentlich auf.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.
  • Zuletzt rückte die Strasse von Hormus in den Fokus, ein wichtiges Nadelöhr für den weltweiten Ölhandel. Mit deren Teilsperrung durch den Iran ist der Ölpreis massiv angestiegen. Die USA versuchen eine Öffnung der Strasse unter der Androhung schwererer Angriffe zu erzwingen.

Angriffe Iran

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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«Nicht einmal Netanjahu hat uns dermassen beleidigt»: Iraner sind wütend auf Trump
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