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Iran-Ticker: Iranische Regierungsflugzeuge auf Weg nach Islamabad

President Donald Trump speaks with reporters in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Monday, April 6, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Trump
Verkündete am Dienstagabend eine Waffenruhe: Donald Trump.Bild: keystone
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Iranische Delegation für Gespräche in Pakistan eingetroffen ++ JD Vance unterwegs

09.04.2026, 13:0110.04.2026, 22:13
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22:48
Libanon drängt auf Waffenruhe im Konflikt mit Israel
Der libanesische Innenminister Ahmad Hajjar hat eine Waffenruhe als oberstes Ziel seines Landes bezeichnet. Man sei bereit, «alles zu tun», um Sicherheit und Stabilität zu erreichen.

Die Regierung setze dabei auf diplomatische Lösungen. Direkte Gespräche mit Israel seien jedoch nur bei bestehender Waffenruhe denkbar.

Für Dienstag sind unter Vermittlung der USA Gespräche zwischen beiden Seiten in Washington geplant. (mke)
22:40
Israel und Libanon planen für Dienstag Gespräche in Washington
Israel und Libanon wollen am Dienstag in Washington Gespräche über eine Waffenruhe im Konflikt mit der Hisbollah aufnehmen. Das teilte das Büro des libanesischen Präsidenten mit.

Die USA übernehmen die Vermittlung. Ziel ist eine Vereinbarung über eine Waffenruhe und der Start direkter Verhandlungen. (mke)
22:12
Pakistan spricht von «entscheidendem Moment» für Iran-Gespräche
Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad könnten laut Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif ein «make or break»-Moment für den Konflikt sein.

Beide Delegationen werden am Samstag erwartet. Sharif bezeichnete das Treffen als wichtigen Schritt – auch für die gesamte muslimische Welt. (mke)

22:05
Iranische Delegation für Gespräche in Pakistan eingetroffen
Die iranische Verhandlungsdelegation ist laut Staatsmedien in Islamabad eingetroffen. Angeführt wird sie von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf.

Zur Delegation gehören unter anderem Aussenminister Abbas Araghchi sowie weitere hochrangige Vertreter aus Politik und Zentralbank. Die Gespräche mit den USA sollen am Wochenende stattfinden. (mke)
22:04
Vance auf dem Weg zu Iran-Gesprächen – Zwischenstopp in Paris
Das Flugzeug von US-Vizepräsident JD Vance ist auf dem Weg zu Verhandlungen in Pakistan planmässig in Paris gelandet. Der Zwischenstopp diente dem Auftanken.

Vance war rund acht Stunden unterwegs und zeigte sich vor Abflug optimistisch mit Blick auf die Gespräche mit Iran. (mke)

21:47
UK organisiert Treffen von 41 Staaten zur Öffnung der Hormus-Strasse
Grossbritannien will kommende Woche ein Treffen mit Vertretern von 41 Ländern leiten, um Lösungen für die Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu finden.

Ziel sei es, internationale Bemühungen besser zu koordinieren und einen Mechanismus für sicheren Schiffsverkehr zu schaffen, heisst es aus Regierungskreisen. (mke)
21:26
Iranische Regierungsflugzeuge auf dem Weg nach Islamabad
Zwei Flugzeuge mit Verbindungen zur iranischen Regierung sind laut Flugdaten auf dem Weg nach Islamabad. Dort sollen am Wochenende Gespräche zwischen den USA und Iran stattfinden.

Die Maschinen starteten nicht in Teheran, sondern in einer anderen Stadt – wohl wegen der jüngsten Angriffe auf den Hauptstadt-Flughafen. Eine offizielle Bestätigung der Ankunft gibt es bisher nicht. (mke)

21:24
Augenzeuge spricht von «Massaker» nach Angriffen in Beirut
Nach den Luftangriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut berichten Anwohner von schweren Zerstörungen und chaotischen Szenen. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der BBC von einem «Massaker».

Mehrere Einschläge trafen Wohn- und Geschäftsgebäude, Menschen wurden eingeschlossen und verletzt. Betroffene schildern grosse Angst und fehlende Sicherheit – auch in zuvor als geschützt geltenden Gebieten. (mke)

20:35
Fast 2000 Tote im Libanon seit Kriegsbeginn
Die Zahl der Todesopfer im Libanon ist laut Gesundheitsministerium auf 1953 gestiegen. Seit Beginn grossangelegter israelischer Angriffe am Mittwoch wurden demnach 357 Menschen getötet.

Insgesamt wurden mehr als 6300 Personen verletzt. Auch mehrere Angehörige der Sicherheitskräfte kamen bei Angriffen ums Leben. (mke)

20:06
Expertin dämpft Erwartungen an Gespräche zwischen USA und Iran
Die frühere pakistanische UN-Botschafterin Maleeha Lodhi rechnet damit, dass Gespräche zwischen den USA und Iran zustande kommen. Es gebe «vorsichtigen Optimismus», dass beide Seiten ihre Positionen darlegen können.

Eine schnelle Einigung sei jedoch unrealistisch. Im besten Fall könne eine erste «grundsätzliche Verständigung» erreicht werden, auf deren Basis weitere Verhandlungen folgen. (mke)
19:44
Zweifel an Irans Teilnahme an Gesprächen in Pakistan
Irans Forderungen vor Beginn möglicher Verhandlungen werfen Zweifel an einer Teilnahme in Pakistan auf. Teheran verlangt unter anderem eine Waffenruhe im Libanon sowie die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte.

Die USA dürften insbesondere letzterem kaum im Voraus zustimmen. Beobachter sehen darin eine mögliche Verhandlungstaktik, mit der Iran seine Position stärken will.

Unklar bleibt, ob Iran unter diesen Bedingungen tatsächlich Vertreter zu den Gesprächen entsendet. (mke)
19:23
Iran fordert erneut Einbezug des Libanon in Waffenruhe
Irans Aussenminister Abbas Araghchi hat verlangt, dass der Libanon Teil der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und Iran wird. Washington müsse seine «Verpflichtungen» einhalten, so Araghchi. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat heute bereits die gleiche Forderung gestellt.

Die Forderung kommt vor geplanten Gesprächen in Islamabad. Teheran hat seine Teilnahme bisher nicht bestätigt und verweist auf israelische Angriffe im Libanon.

Die Positionen zwischen Iran und den USA bleiben deutlich auseinander. (mke)
19:04
Trump: Iraner «nur noch am Leben, um zu verhandeln»
US-Präsident Donald Trump hat Iran in scharfen Worten attackiert. In einem Beitrag erklärte er, Iran habe «keine Karten mehr» und nutze lediglich internationale Wasserwege als Druckmittel.

«Der einzige Grund, warum sie noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln», schrieb Trump. (mke)
18:55
Trump droht Iran mit Einsatz «stärkster Waffen»
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Kriegsschiffe mit den «besten Waffen» auszurüsten, falls Gespräche mit Iran scheitern. In einem Interview sagte er, man werde «in etwa 24 Stunden sehen», ob es zu einer Einigung komme.

Sollte es kein Abkommen geben, würden diese Waffen «sehr effektiv» eingesetzt.

Die Gespräche zwischen den USA und Iran sind für Samstag in Pakistan geplant. (mke)

18:52
Schifffahrt durch Hormus weiter hochriskant
Die Bedrohung für Schiffe in der Strasse von Hormus bleibt laut der Tankerorganisation Intertanko «kritisch». Ein Angriff könne jederzeit erfolgen, sagte ein Vertreter des Verbands.

Reedereien wird derzeit geraten, die wichtige Route zu meiden. Die Passage stehe faktisch unter Kontrolle des iranischen Militärs, klare Sicherheitsgarantien gebe es nicht.

Auch Überlegungen zu möglichen Gebühren für die Durchfahrt weist die Branche zurück. (mke)
18:49
Iran: Waffenruhe im Libanon Bedingungen für Gespräche
Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf verlangt vor möglichen Verhandlungen eine Waffenruhe im Libanon sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.

Diese Punkte seien bereits vereinbart worden, bislang aber nicht umgesetzt, so Ghalibaf.

Die Aussagen kommen, während US-Vizepräsident JD Vance zu Gesprächen nach Pakistan reist. Unklar bleibt zudem, ob der Libanon von der aktuellen Waffenruhe erfasst ist. (mke)
16:14
EU-Kommission begrüsst geplante Gespräche von Israel und Libanon
Die Europäische Kommission begrüsst die angekündigten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. «Wir blicken dem konkreten Beginn der Gespräche und deren Ergebnissen erwartungsvoll entgegen», sagte ein Sprecher in Brüssel.

Diplomatie sei der einzige Weg, alle Parteien müssten das humanitäre Völkerrecht ohne Einschränkungen einhalten.
Zugleich forderte der Sprecher die sofortige Einstellung der Angriffe im Libanon. (sda/dpa)
16:04
Vance warnt Iran vor Täuschung bei Gesprächen
US-Vizepräsident JD Vance hat Iran vor Beginn geplanter Gespräche zur Beendigung des Kriegs ermahnt, ernsthaft zu verhandeln. Die USA seien zu Gesprächen bereit, würden Täuschungsversuche aber nicht akzeptieren.

Die Verhandlungen sollen nach einer Waffenruhe in Islamabad stattfinden. Neben Vance nehmen auch US-Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner teil.

Ob Iran tatsächlich Vertreter entsendet, ist unklar. Laut iranischen Angaben hängen Gespräche von einem Ende der israelischen Angriffe im Libanon ab. (mke/sda/dpa)

15:45
Hisbollah-Chef: Machen weiter «bis zum letzten Atemzug»
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat erneut die Kampfbereitschaft der Organisation betont. «Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen», hiess es in einer im Fernsehen verlesenen Rede Kassims.

Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern. Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten die Hisbollah nicht ein.

«Wir sind die rechtmässigen Besitzer dieses Landes», sagte er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. «Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben.»

Kassim forderte die libanesische Regierung dazu auf, «keine Zugeständnisse» zu machen. Am Donnerstagabend war bestätigt worden, dass Israel und der Libanon in der kommenden Woche in Washington direkt miteinander verhandeln wollen. Nach israelischen Angaben sollen sich die Gespräche auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren. (sda/dpa)

13:23
Iran: Rund 125'000 zivile Einrichtungen im Krieg beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 125'000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 100'000 Wohnungen und mindestens 23'500 Geschäfte, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, im iranischen Staatsfernsehen.

Neben Wohn- und Geschäftsvierteln seien im Krieg auch zahlreiche andere zivile Einrichtungen getroffen worden. Koliwand zufolge wurden etwa 339 medizinische Einrichtungen, darunter Spitäler, Apotheken, Notfallzentren und Labore bei den Luftangriffen beschädigt. Ausserdem seien 32 Universitäten getroffen worden. 857 Gebäude von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen seien gezielt attackiert worden, sagte Koliwand. (sda/dpa)

12:16
Selenskyj: Haben Drohnen über Golfstaaten zerstört
Ukrainische Soldaten haben nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj im Iran-Krieg Angriffe iranischer Drohnen auf Staaten am Persischen Golf abgewehrt.

«Haben wir iranische Shahed-(Drohnen) zerstört? Ja, haben wir. War das nur in einem Land? Nein, in mehreren. Meiner Meinung nach ist das ein Erfolg», zitierte Selenskyj auf dem Portal X seine eigenen Aussagen in einem Gespräch mit Journalisten.



Er verwies auf Militärexperten, die Kiew vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs in die Region entsandt habe. Die Ukraine habe mehreren Ländern gezeigt, wie man mit Abfangdrohnen arbeite.

Rüstungskooperation mit den Golfstaaten

Selenskyj reiste auch selbst in die Region und schloss Vereinbarungen mit Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Demnach sollen ukrainische Unternehmen mit den Streitkräften dieser Staaten zum Schutz bestimmter Einrichtungen zusammenarbeiten. Kiew erhalte im Gegenzug Flugabwehrmunition zum Schutz seiner Energieinfrastruktur sowie Rohöl und Diesel. Über ähnliche Abkommen spreche man mit dem Oman, Kuwait und Bahrain, sagte der ukrainische Präsident. (sda/dpa)
04:13
Ölproduktion in Saudi-Arabien sinkt nach Angriffen um 600'000 Barrel
Nach jüngsten Angriffen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines ist Saudi-Arabiens Produktionskapazität für Erdöl um rund 600'000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag gefallen. Zudem sei die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der Strasse von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, um 700'000 Barrel pro Tag zurückgegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium.

Der Grund sei ein Angriff auf eine Pumpstation der Pipeline. Durch die rund 1200 Kilometer lange Röhre können im Normalfall Medienberichten zufolge etwa 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag fliessen. Mit einer täglichen Fördermenge von rund zehn Millionen Barrel pro Tag ist Saudi-Arabien nach den USA der zweitgrösste Ölproduzent der Welt.

In dem Bericht hiess es weiter, Angriffe hätten auch Anlagen zur Produktion von Flüssiggas (LNG) beschädigt. Bei den jüngsten Attacken auf die Ölförderanlagen des Königreichs sei ein Mensch ums Leben gekommen, berichtete SPA weiter. Zudem wurden demnach sieben Arbeiter verletzt.

Zuletzt hatte der Iran immer wieder Ziele in den Golfstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen. Aktuell gilt im Iran-Krieg eine auf zwei Wochen befristete Waffenruhe. (sda/dpa)
01:55
Irans früherer Aussenminister Charrasi bei Luftangriff getötet
Der frühere iranische Aussenminister Kamal Charrasi ist Behördenangaben zufolge nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und sei nun ein Märtyrer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Charrasi war von 1997 bis 2005 Aussenminister der Islamischen Republik. Zuletzt beriet er Medienberichten zufolge den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei, der zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden war. (sda/dpa)
01:41
Israel greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Bei der Attacke seien etwa zehn Abschussrampen getroffen worden, von denen aus zuvor Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden seien, teilte das Militär mit.

Medienberichten zufolge feuerte die Schiiten-Miliz in der Nacht ihrerseits eine Rakete auf Israel ab, die allerdings abgefangen wurde. In Tel Aviv und Aschdod wurde demnach Luftalarm ausgelöst. (sda/dpa)
01:31
Trump: Iran hält sich bei Strasse von Hormus nicht an Deal
Der Iran hält sich nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nicht an das Abkommen für eine befristete Waffenruhe, das eine Öffnung der Strasse von Hormus für die Schifffahrt vorsieht. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge «sehr schlechte Arbeit», die man auch als «unredlich» bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: «Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!»

Rund eine Stunde zuvor hatte Trump bereits auf Truth Social gepostet, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: Das sollten sie besser nicht tun und falls sie es tun, sollten sie besser «jetzt damit aufhören!».

Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe blockierte der Iran die Strasse von Hormus Anfang März. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Meerenge kam damit praktisch zum Erliegen, die Weltmarktpreise stiegen seither rasant an.

Nach gut fünf Wochen Krieg einigten sich der Iran und die USA zuletzt auf eine zweiwöchige Waffenruhe sowie auf die Öffnung der Strasse von Hormus. Seither nutzten nur sehr wenige Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Teheran will Gebühren für die Passage der strategisch bedeutenden Meerenge verlangen.

Ab heute soll es in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Ziel ist eine dauerhafte Beendigung des Kriegs. Zu den schwierigen Themen dürfte bei den Gesprächen auch der Streit um die Öffnung der Strasse von Hormus zählen. (sda/dpa)
23:50
Trump fordert von Iran: Keine Gebühren in Strasse von Hormus
US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus. Der Republikaner schrieb auf seiner Plattform Truth Social, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: Das sollten sie besser nicht tun und falls sie es tun, sollten sie besser «jetzt damit aufhören!».

Als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe hatte der Iran die Strasse von Hormus Anfang März blockiert. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Meerenge war damit praktisch nicht mehr möglich, die Weltmarktpreise stiegen rasant an.

Nach gut fünf Wochen Krieg einigten sich der Iran und die USA zuletzt auf eine zweiwöchige Waffenruhe sowie auf die Öffnung der Strasse von Hormus. Teheran brachte jedoch Gebühren für die Passage der Meerenge ins Spiel. (sda/dpa)

22:41
USA bestätigen: Israel und Libanon verhandeln nächste Woche
Das US-Aussenministerium wird in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Dabei soll es um die Verhandlungen über eine Waffenruhe gehen, wie ein Beamter des Ministeriums bestätigte. Wann genau die Gespräche stattfinden und wer teilnimmt, blieb zunächst unklar. Wie die israelische Nachrichtenseite «ynet» unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet hatte, sollen zunächst die US-Botschafter der beiden Länder teilnehmen.
(sda/dpa)
20:04
Armee: Hisbollah feuert rund 50 Raketen auf Nordisrael
Während Israel direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt hat, feuert die libanesische Hisbollah-Miliz am Abend erneut Raketen auf den Norden Israels. Israels Armee teilte auf Anfrage mit, seit dem Morgen habe die vom Iran unterstützte Miliz rund 50 Raketen aus dem Nachbarland auf Nordisrael gefeuert. In der Stadt Naharija heulten am Abend Berichten zufolge innerhalb von einer Stunde gleich viermal die Warnsirenen. Auch in anderen Orten in Nordisrael gab es Raketenalarm.

Die israelische Armee warnte am Abend vor Angriffen aus dem Libanon auf andere Gebiete in Israel in den kommenden Stunden. Sie rief die Bevölkerung des ganzen Landes zur Wachsamkeit auf. (sda/dpa)
20:03
Trump: Israel wird Angriffe im Libanon zurückfahren
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview.

Netanjahu hatte zuvor direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt. Die Gespräche sollen sich demnach auf die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern fokussieren. Aus libanesischen Regierungskreisen hiess es, dass mögliche Verhandlungen nur unter den Bedingungen einer Waffenruhe stattfinden sollten.



Netanjahu erteilte der Forderung eine Absage. «Es gibt keine Waffenruhe im Libanon», sagte er am Abend in einer Videobotschaft. Die von Trump verkündete Reduzierung der israelischen Angriffe bestätigte er nicht. Israel werde die libanesische Hisbollah-Miliz weiterhin mit Härte bekämpfen und nicht aufhören, ehe es keine Sicherheit für die Bevölkerung im Norden Israels gebe.

Ziel der direkten Verhandlungen sei «ein historisches, dauerhaftes Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon», sagte Israels Regierungschef in seiner Videobotschaft weiter.

Trump sagte NBC auch, dass er «sehr optimistisch» in Bezug auf eine mögliche Friedensvereinbarung mit dem Iran sei. Die aktuelle iranische Führung verhalte sich hinter verschlossenen Türen «viel vernünftiger» als in der Öffentlichkeit. «Sie stimmen all den Dingen zu, denen sie zustimmen müssen.» Wenn Teheran keinen Deal mit den USA eingehe, «wird es sehr schmerzhaft», drohte Trump. Der Iran hatte öffentlich auf Forderungen wie dem Ende der Sanktionen gegen das Land beharrt. (sda/dpa)
19:55
Angeblich neue Botschaft von Irans neuem Revolutionsführer
Irans neuer Revolutionsführer Modschtaba Chamenei hat in einer ihm zugeschriebenen Erklärung sein Land als Sieger im Konflikt mit den USA und Israel dargestellt. Wie zuvor wurde die Botschaft im Staatsfernsehen nur verlesen, es gab weder ein Bewegtbild noch eine Audio- oder Videoaufnahme.

In der Modschtaba Chamenei zugeschriebenen Botschaft heisst es, der Iran habe den endgültigen Sieg errungen und ein Wunder vollbracht. «In den letzten 40 Tagen hat die grosse Nation Iran ein Epos geschaffen und die Welt verblüfft», heisst es weiter. Der Iran wolle keinen Krieg, aber kämpfe für seine legitimen Rechte. Weiter wurde den Verbündeten in der Region gedankt. Dazu zählen unter anderem die libanesische Hisbollah-Miliz und die Huthi-Miliz im Jemen.

Der 56-Jährige ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle.



Sein Vater, der langjährige oberste Führer im Iran, Ali Chamenei, wurde am 28. Februar bei einem Luftangriff getötet. Modschtaba Chamenei verlor bei dem Angriff auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als «Kriegsversehrten», nannte aber keine weiteren Details. (sda/dpa)
19:50
Mehr als 300 Tote nach israelischer Angriffswelle im Libanon
Nach der heftigen Angriffswelle des israelischen Militärs auf die libanesische Hauptstadt Beirut und andere Teile des Landes steigt die Opferzahl weiter an. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass die Zahl der Toten auf 303 angestiegen sei. Laut vorläufigen Zahlen wurden 1150 Menschen verletzt. Damit handelt es sich um den Tag mit der höchsten Opferzahl im Libanon seit Beginn der jüngsten Eskalation Anfang März.

Unter den Getöteten vom Mittwoch seien allein 110 Minderjährige, Frauen und Ältere. (sda/dpa)
19:50
Berichte: Israel-Libanon-Gespräche ab nächster Woche
Die von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angekündigten direkten Verhandlungen mit dem Libanon sollen israelischen Medien zufolge bereits nächste Woche beginnen. Wie die israelische Nachrichtenseite «ynet» unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtete, sollen die Gespräche dann in Washington stattfinden. Demnach sollen zunächst die US-Botschafter der beiden verfeindeten Länder daran teilnehmen.

Auch die israelische Zeitung «Maariv» meldete, dass die Gespräche nächste Woche beginnen sollen. Der israelische Sender N12 berichte von Verhandlungen «voraussichtlich Anfang nächster Woche». (sda/dpa)
18:27
«Etwas zögerlich»: Rutte kritisiert einzelne Nato-Länder
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat eine in Teilen zu zögerliche Reaktion der Bündnisstaaten auf den Krieg im Iran kritisiert. «In Bezug auf die logistische und sonstige Unterstützung der Vereinigten Staaten im Iran reagierten einige Verbündete - gelinde gesagt - etwas zögerlich», sagte Rutte in Washington. Welche Länder er meinte, sagte der Niederländer nicht. Fairerweise müsse man aber anerkennen, dass viele von dem Angriff überrascht gewesen seien, fügte er hinzu.



Am Vortag war Rutte bei Trump im Weissen Haus zu Gast, der Austausch fand hinter verschlossenen Türen statt. Rutte deutete allerdings an, dass es ein hartes Gespräch war. «Ich habe seine Enttäuschung darüber gespürt, dass seiner Ansicht nach zu viele der Verbündeten nicht hinter ihm stehen.»

Rutte habe dem Präsidenten gesagt, die überwältigende Mehrheit der Europäer tue genau das, was die USA von ihnen wollten. Manchmal brauche es ein paar Tage, aber jetzt stehe das Bündnis bereit, sowohl Europa als auch die USA zu verteidigen.

Als Zeichen für das Engagement der Nato-Länder wertete Rutte auch eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Unter der Führung von Grossbritannien hätten sich mittlerweile 34 Nationen bereiterklärt, an einer Lösung zu arbeiten. «Wenn die Nato helfen kann, steht die Nato natürlich bereit.» (sda/dpa)
  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die auch die Öffnung der Strasse von Hormus beinhaltet. Die Waffenruhe ist bisher höchst fragil, insbesondere da es unterschiedliche Ansichten bezüglich des Einbezugs von Libanon in die Waffenruhe gibt.

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716 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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