Schwyzer Dorf Siebnen will keine Moschee – albanische Gemeinschaft zieht Pläne zurück
Die albanische Gemeinschaft zieht ihre Pläne für den Bau einer Moschee im Schwyzer Dorf Siebnen zurück, nachdem die lokale SVP mit einer Petition 5000 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt hat.
«Wir wollen die Bevölkerung nicht spalten», sagt Präsident Sinan Sadriu der SRF-«Rundschau» als Erklärung für den Rückzug. «Und ich will nicht beschimpft werden.» Die albanische Gemeinschaft sucht nun nach einem anderen Standort für die Moschee.
Widerstand im Dorf
Der Widerstand ist gross. «Sie passt nicht mitten ins Dorf», meint Rita Rutz. Ihr Strickladen liegt gegenüber dem geplanten Standort – dem Läufferhaus.
Sie sagte, es könne nicht sein, dass sie, die schon seit vielen Jahren ortsansässig seien, auf die Muslime zugehen müssten. In der Dorfbeiz heisst es: «Wir sind Eidgenossen und stolz darauf.»
Sinan Sadriu kann den Widerstand nicht verstehen. «Meine Familie lebt hier in der dritten Generation. Wir leisten unseren Beitrag für die Gesellschaft», sagt er gegenüber SRF. Er ist Juniorentrainer im Fussballklub des Nachbardorfs und arbeitet als Handwerker in der Region.
Kein Einzelfall
Die Siebner Bevölkerung ist mit ihrer Abneigung gegenüber einer Moschee nicht allein. Auch in St.Gallen oder im Berner Aussenquartier Wittigkofen regte sich Widerstand gegen geplante Moscheeprojekte. (nil)
