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Iran-Ticker: US-Botschaft rät, den Libanon zu verlassen

epa12902495 Vehicles are caught in a traffic jam as major roads are sealed and public transport is suspended, in Islamabad, Pakistan, 20 April 2026. As the ceasefire deadline nears, US negotiators are ...
Der Iran-Krieg und die Blockade der Hormus-Strasse sorgen für weltweite Ressourcenknappheit (Bild: Stau in der pakistanischen Haupstadt Islamabad).Bild: keystone
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US-Botschaft rät, den Libanon zu verlassen + Leavitt spielt iranische Angriffe herunter

21.04.2026, 11:2922.04.2026, 22:47
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22:46
US-Botschaft rät Amerikanern, den Libanon zu verlassen
Die US-Botschaft in Beirut legt Amerikanerinnen und Amerikanern dringend nahe, den Libanon zu verlassen. «Die Sicherheitslage ist weiterhin komplex und kann sich schnell ändern», teilte die Botschaft in einer Sicherheitswarnung mit. US-Bürgerinnen und Bürgern sollten ausreisen, solange es noch kommerzielle Flugverbindungen gebe. Wer im Libanon bleibe, sollte Pläne für Notfallsituationen erstellen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen, hiess es.

Es gibt derzeit Hinweise darauf, dass die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wackelt. Ein Abgeordneter der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hussein Hadsch Hassan, sagte einem libanesischen TV-Sender, die Organisation sei der Waffenruhe nicht mehr verpflichtet. Zuvor hatten Israel und die proiranische Hisbollah sich mehrfach Verstösse gegen die zehntägige Waffenruhe vorgeworfen, die in der Nacht auf Freitag in Kraft getreten war. (sda/dpa)
22:44
Leavitt spielt iranische Angriffe auf Frachter herunter
Nach iranischen Angriffen auf Frachter in der Strasse von Hormus hat das Weisse Haus die Bedeutung der Vorfälle heruntergespielt. Die Medien würden das Thema aufbauschen, um die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Marine durch das US-Militär zu hinterfragen, sagte Karoline Leavitt, Sprecherin des Weissen Hauses, dem Sender Fox News. Einen Verstoss gegen die Waffenruhe sehe sie nicht, weil die Schiffe weder unter US- noch unter israelischer Flagge gefahren seien.

Leavitt sagte, die Frachter seien von Schnellbooten attackiert worden. «Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt.» Eine Kontrolle über die Strasse von Hormus habe Teheran nicht. (sda/dpa)
21:47
Zwei Tote bei Luftangriff im Libanon - Journalistin verletzt
Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben zwei Menschen getötet und mindestens eine Journalistin verletzt worden. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, der Vorfall habe sich in dem Ort al-Tiri ereignet.

Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden zunächst zwei Menschen bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri getötet. Die israelische Armee teilte dazu mit, es seien zwei Fahrzeuge identifiziert worden, die aus einem von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzten Gebäude gekommen seien.

In der Mitteilung war die Rede von «Terroristen», die sich auf bedrohliche Weise israelischen Bodentruppen genähert hätten, die den südlichen Teil des Libanons kontrollieren. Die Luftwaffe habe daraufhin eines der Fahrzeuge angegriffen. Anschliessend sei auch das Gebäude beschossen worden.

Die Armee sei sich Berichten bewusst, denen zufolge zwei Journalistinnen verletzt worden seien. Bei den Journalistinnen handelt es sich den libanesischen Berichten zufolge um Mitarbeiterinnen der Hisbollah-nahen Zeitung «Al-Achbar». Eine von ihnen steckte demnach noch vor Ort fest. (sda/dpa)
21:45
Netanjahu: Israel bereit für Verteidigung und Angriff
Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran ist Israel nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu «auf jedes Szenario vorbereitet». Dies gelte «in der Verteidigung und im Angriff», sagte der 76-Jährige bei einem Treffen mit Soldaten der israelischen Raketenabwehr in der Nähe von Jerusalem. Er besuchte die Soldaten im Rahmen des 78. Unabhängigkeitstag Israels.

Auch der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte, die israelischen Streitkräfte seien «bereit, an allen Fronten sofort und mit grosser Stärke wieder zum Kampf zurückzukehren.» US-Präsident Donald Trump hatte eine Waffenruhe im Iran-Krieg vorerst verlängert. Ob der Konflikt dennoch fortgesetzt wird, ist ungewiss. (sda/dpa)
21:43
Iran: US-Seeblockade Verstoss gegen Waffenruhe
Angesichts der einseitig von US-Präsident Donald Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoss gegen die Feuerpause. Die Öffnung der Strasse von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen «schweren Verstössen gegen die Waffenruhe» komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben. Die gemeinsam vereinbarte Waffenpause war am Dienstagabend vom US-Präsidenten einseitig verlängert worden. Wie viele Tage sie dauern soll, hatte Trump nicht gesagt. (sda/dpa)
16:14
Dutzende israelische Aktivisten nach Syrien vorgedrungen
Dutzende israelische Siedleraktivisten sind auf syrisches Gebiet vorgedrungen, bevor sie von der Armee wieder zurückgebracht wurden.

Die «Times of Israel» berichtete, es handele sich um rechte Aktivisten, die die Einrichtung von Siedlungen im syrischen Grenzgebiet forderten, in dem Israel die Kontrolle übernommen hat. Sie hätten sich zeitweise in einem Gebäude am Rand des syrischen Orts Hadar verschanzt.

Die Armee teilte mit, etwa 40 Aktivisten seien mehrere hundert Meter tief auf syrisches Gebiet vorgedrungen. Soldaten hätten sie zurückgebracht und der israelischen Polizei übergeben. Das Militär verurteile den Vorfall aufs Schärfste, es handele sich um eine Straftat. (sda/dpa)
15:08
Iran reklamiert Angriff auf drei Frachtschiffe für sich
Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht.

In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Nachricht hiess es zur Begründung, die Revolutionsgarden hätten ihre «regelwidrige» Durchfahrt durch die Strasse von Hormus gestoppt.

Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der «Epaminondas» um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, das von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war.

Der Frachter «MSC Francesca» lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Ausserdem wurde ein Containerschiff namens «Euphoria» attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.

Die «MSC Francesca» und «Epaminondas» seien beschlagnahmt und in iranische Gewässer gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Revolutionsgarden.

Auch die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte am Mittwoch über Vorfälle in den Gewässern vor dem Iran berichtet. (sda/dpa)
13:10
Arabische Länder wollen Reparationen vom Iran für Kriegsschäden
Die arabischen Länder fordern vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heisst es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen.

«Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmässigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten», heisst es in der Erklärung der Aussenminister.

Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels im Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet.

«Die arabischen Länder waren und werden keine Geiseln in den Händen des Irans sein, um Rechnungen zu begleichen», sagte Ahmed Abul Gheit, Generalsekretär der Organisation, Berichten zufolge. Die Arabische Liga umfasst 22 Staaten des arabischen Raums in Nordafrika und dem Nahen Osten. (sda/dpa)
10:10
Schweizer Börse startet gemischt, Hoffnung auf Verhandlungen bleibt
Am Schweizer Aktienmarkt starteten die Indizes am Mittwoch mit gemischten Notierungen. Hoffnung bringt die durch US-Präsident Donald Trump verlängerte Waffenruhe. Allerdings bleibe der Konflikt ein «hochkomplexes und zähes geopolitisches Schachspiel mit vielen Unsicherheiten», so ein Händler.

Eine breite Entspannung zeigt sich denn auch noch nicht, wie die kaum nachgebenden Ölpreise zeigen. «Unter dem Strich ist zunächst die zweite Verhandlungsrunde gescheitert und die Märkte steuern wie Thelma & Louise auf eine massive globale Energieversorgungslücke zu», kommentierte ein Börsianer.

Getragen wird das Plus des SMI vor allem von den Aktien von ABB (+5,0%). Der Industriekonzern hatte vor Börsenstart Geschäftszahlen zum ersten Quartal 2026 veröffentlicht und damit die bereits hohen Erwartungen der Analysten insbesondere beim Auftragseingang übertroffen und die Jahresprognose erhöht. (awp/sda)
10:05
Iran beschiesst Frachter in Strasse von Hormus
In der Strasse von Hormus ist ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden.

Ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) habe sich dem Schiff genähert und Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän des Frachters mit.

Zu dem Vorfall kam es laut UKMTO 15 Seemeilen nordöstlich von Oman. Alle Besatzungsglieder sind demnach in Sicherheit. «Der Kapitän eines Containerschiffs berichtete, dass sich ein Schnellboot der IRGC dem Schiff genähert habe», heisst es in der Mitteilung. Schliesslich habe die Besatzung des iranischen Boots ohne Funkwarnung das Feuer eröffnet und dabei die Brücke schwer beschädigt.

Wenig später meldete die UKMTO erneut einen Vorfall. Ein auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich des Iran beschossen und liegt demnach gestoppt im Wasser. Die Besatzung sei in Sicherheit, Berichte über Schäden liegen demnach nicht vor. Die Behörde sei sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Strasse von Hormus bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hiess es.

Immer wieder kommt es in der Strasse von Hormus zu entsprechenden Vorfällen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Lage in der Strasse von Hormus ist auch nach der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe unverändert. (sda/dpa)

5:06
Verlängerte Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum
Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran hat sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung abgezeichnet. Der Preis der Nordseesorte Brent gab nach der Ankündigung etwas nach.

Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Zuletzt lag der Preis bei 99 Dollar. Im Vergleich zum Vortag (US-Zeit) entspricht das dennoch einem Plus von knapp vier Prozent. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus.

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, auf Bitten Pakistans von weiteren Angriffen abzusehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite und die Gespräche zu einem Ende kämen. Die Waffenruhe wäre sonst nach Trumps Angaben in der Schweizer Nacht zu Donnerstag ausgelaufen. Trump hatte für diesen Fall mit schweren Angriffen auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur im Iran gedroht.

Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können – trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet. (sda/dpa)
2:14
Militärs planen Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus
Für einen möglichen Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus treffen sich heute Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London. Das von Grossbritannien und Frankreich ausgerichtete zweitägige Planungstreffen folgt auf eine internationale Konferenz in der französischen Hauptstadt in der vergangenen Woche.

London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Auch Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

Voraussetzung ist stabiler Waffenstillstand

Bei der Pariser Konferenz forderten die beteiligten Länder – neben den Europäern auch Indien, China und die Türkei – eine sofortige, bedingungslose und vollständige Wiederöffnung der Meerenge durch alle Parteien. Der Iran blockiert seit Wochen die Durchfahrt der wichtigen Meeresenge für Handelsschiffe.

Die Aufgabe der militärischen Planungskonferenz sei nun, den diplomatischen Konsens in einen gemeinsamen Plan zum Erhalt der Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu übertragen, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey einer Mitteilung zufolge.

Voraussetzung für die Umsetzung der Pläne ist jedoch ein stabiles Waffenstillstandsabkommen zwischen den Kriegsparteien USA, Israel und Iran. (sda/dpa)


Der britische Verteidigungsminister John Healey.
1:28
US-Finanzminister: Blockade nimmt Iran wichtige Einnahmen
Die anhaltende Blockade des iranischen Seehandels beeinträchtigt nach Meinung von US-Finanzminister Scott Bessent Teherans Wirtschaftskraft schwer. Die Lager auf der für den Ölhandel wichtigen Insel Charg würden in wenigen Tagen voll sein, weshalb die Ölfelder stillgelegt werden müssten, schrieb Bessent auf der Plattform X. «Die Beschränkung des iranischen Seehandels zielt direkt auf die wichtigsten Einnahmequellen des Regimes ab.»

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, er verlängere die Waffenruhe mit dem Iran. An der Seeblockade will er indes festhalten. Sie betrifft Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern. Die Insel Charg im Persischen Golf gilt als logistisches Rückgrat für die Exportwirtschaft des Landes. (sda/dpa)


US-Finanzminister Scott Bessent.
22:52
USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk
Die USA haben ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste.

Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff.

Fluggesellschaft soll an Waffentransporten beteiligt sein
Auch die bereits früher ins Visier genommene iranische Fluggesellschaft Mahan Air spielt laut Ministerium eine zentrale Rolle. Sie soll am Transport von Waffen und Drohnensystemen beteiligt gewesen sein. Mehrere mit ihr verbundene Personen und Unternehmen wurden deshalb ebenfalls sanktioniert.

Das Vorgehen ist Teil der US-Kampagne «Economic Fury», mit der Washington Irans militärische Fähigkeiten einschränken will. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die iranische Regierung müsse für die «Erpressung globaler Energiemärkte» und Angriffe auf Zivilisten mit Raketen und Drohnen zur Verantwortung gezogen werden.

Mit den Massnahmen werden Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern grundsätzlich untersagt, Geschäfte mit ihnen zu machen. Auch ausländische Banken können ins Visier geraten, wenn sie entsprechende Transaktionen unterstützen. (sda/dpa)
22:22
Trump will Waffenruhe verlängern
US-Präsident Donald Trump will die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran verlängern. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Wenig überraschend sei die Führung im Iran tief gespalten, schrieb Trump. Deshalb sollten die Waffen ruhen, bis es zu einem geeinten Vorschlag kommen werde und die Gespräche zu einem Ende kämen, «auf die eine oder die andere Art und Weise». Es war zunächst unklar, ob sich auch Israel wie zuletzt an die Waffenruhe gebunden fühlt. Auch aus dem Iran lag zunächst keine Reaktion vor.

Trump teilte zudem mit, er habe dem US-Militär befohlen, die Strasse von Hormus weiter für Schiffe zu blockieren, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern. Teheran hatte die Blockade zuvor als Hindernis für weitere Verhandlungen dargestellt.

Kurz vorher hatte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim gemeldet, iranische Vertreter würden nicht zu Verhandlungen nach Pakistan reisen. Die USA seien von «übertriebenen Forderungen» in den vergangenen Tagen nicht abgerückt und es habe daher keine nennenswerten Fortschritte gegeben, hiess es weiter. Unter diesen Umständen sei eine Teilnahme an den Verhandlungen «reine Zeitverschwendung» sei, hiess es in dem Bericht.

Ohne eine Verlängerung wäre die Waffenruhe am Mittwoch (Washington Ortszeit) ausgelaufen. Eine erste Verhandlungsrunde in Islamabad war vor gut einer Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Über eine zweite Runde hatte es bis zuletzt keine Einigung zwischen Washington und Teheran gegeben. (sda/dpa)
19:17
Medien: Abreise von Vance nach Pakistan verzögert sich
Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan verzögert sich US-Medienberichten zufolge die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance. Er hätte eigentlich am Morgen (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen, berichten die «New York Times» und der Sender CNN am Mittag. Stattdessen befinde sich Vance aber noch in Washington, um an weiteren politischen Besprechungen im Weissen Haus teilzunehmen, hiess es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.

«Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X, dass sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner noch in den USA befänden. Das Flugzeug, dass sie eigentlich am Morgen von Miami nach Pakistan hätte bringen sollen, sei erst am Mittag abgehoben und befinde sich nun auf dem Weg nach Washington.
18:20
Pakistan: Bisher keine Zusage Irans zu Treffen in Islamabad
Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist weiter ungewiss, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Nach pakistanischen Angaben gibt es bisher keine Zusage Irans zu Friedensgesprächen in Islamabad. Die Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien ende am Mittwoch um «4:50 am PST», hiess es in einer Mitteilung des pakistanischen Informationsministers Attaullah Tarar auf X.

Eine Umrechnung der Pakistan Standard Time (PST) ergibt 1:50 Uhr am Mittwochmorgen Schweizer Zeit als Auslaufen der Waffenruhe – sehr viel eher als bisher angenommen. US-Präsident Donald Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht deutscher Zeit am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Zuletzt benannte Trump den Mittwochabend Washingtoner Zeit (früher Donnerstagmorgen deutscher Zeit) als das Ende der Feuerpause.

Attaullah Tarar machte keine Angaben darüber, woher die Angaben über den Zeitpunkt des Endes der Waffenruhe stammten. In der Mitteilung schrieb der Minister weiter, Pakistan sei mit der iranischen Seite durchgehend in Kontakt und bemühe sich um Diplomatie und Dialog. Eine Teilnahme der iranischen Delegation an Verhandlungen vor Ende der Waffenruhe sei «kritisch».

Auch nach Informationen des iranischen Staatsfernsehens hat der Iran noch keine Vertreter für Gespräche mit den USA nach Pakistan geschickt. Weder Experten für Vorgespräche noch eine Hauptdelegation seien in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gereist, hiess es in einem Bericht. (sda/dpa)
16:48
Pakistan drängt auf Diplomatie und Verlängerung der Waffenruhe
Pakistan setzt im Konflikt zwischen den USA und Iran klar auf Gespräche. Aussenminister Ishaq Dar betonte bei einem Treffen mit einer US-Vertreterin in Islamabad, Dialog und Diplomatie seien «die einzig gangbaren Wege» zu langfristiger Stabilität im Nahen Osten.

Dar forderte beide Seiten auf, die Waffenruhe zu verlängern und den Verhandlungen mehr Zeit zu geben. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung direkter Gespräche zwischen Washington und Teheran.

Die US-Seite würdigte laut pakistanischem Aussenministerium die Rolle des Landes als Vermittler und dankte für dessen «konstruktiven Beitrag» zu den laufenden diplomatischen Bemühungen. (mke)
16:25
Pakistan unter Druck: Vermittlerrolle im Iran-USA-Konflikt wird getestet
Pakistan steht als Gastgeber der Gespräche zwischen den USA und Iran zunehmend unter Druck. In Islamabad laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, während unklar bleibt, wann und auf welcher Ebene die Verhandlungen tatsächlich beginnen.
In den vergangenen 48 Stunden kam es zu intensiven Kontakten: US- und iranische Vertreter trafen pakistanische Regierungsstellen, zugleich wurden Sicherheitsmassnahmen rund um mögliche Verhandlungsorte massiv verschärft. Auch militärische Präsenz der USA wurde in der Region verstärkt.
Wer die Gespräche führen wird, ist offen – möglich sind hochrangige Delegationen, aber auch direkte politische Spitzen. Trotz der angespannten Lage scheint auf beiden Seiten ein Interesse zu bestehen, den diplomatischen Prozess nicht scheitern zu lassen.
Beobachter gehen davon aus, dass im Hintergrund an einem Kompromiss gearbeitet wird, den beide Seiten als Erfolg darstellen können. Angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe könnte ein erstes Abkommen vor allem Zeit für weitere Verhandlungen schaffen – etwa durch eine gegenseitige Lockerung der Seeblockaden. (mke)
16:17
Iran: Falls wir verhandeln, dann mit «Hand am Abzug»
Iran zeigt sich vor einer möglichen neuen Gesprächsrunde kämpferisch. Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani erklärte, Teheran habe während Verhandlungen «die Hand am Abzug» und die Streitkräfte seien in «voller Einsatzbereitschaft».

Ob Iran an den geplanten Gesprächen teilnehmen wird, liess sie offen. Man verfolge zwei Strategien: Krieg oder Diplomatie.

Klar sei jedoch, dass die iranische Delegation «keine Kompromisse bei nationalen Interessen» eingehen werde. (mke)
15:58
Trump erwägt Finanzhilfe für Golfstaaten – erneute Nato-Kritik
US-Präsident Donald Trump zieht laut eigenen Aussagen finanzielle Unterstützung für Golfstaaten in Betracht, die aus seiner Sicht verlässliche Partner im Konflikt mit Iran sind. Im Gespräch brachte er unter anderem einen möglichen Währungstausch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Spiel.

Die VAE seien «ein guter Verbündeter», sagte Trump. Gleichzeitig räumte er ein, dass Hilfen für wohlhabende Staaten innenpolitisch umstritten sein könnten.

Saudi-Arabien verlange aktuell keine Unterstützung, werde aber ebenfalls als wichtiger Partner gewürdigt. Das Land helfe unter anderem bei der Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus.

Scharfe Kritik äusserte Trump erneut an Europa und der Nato. Das Bündnis bezeichnete er als «Papiertiger» und warf ihm mangelnde Unterstützung vor. (mke)
15:54
Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln
US-Präsident Donald Trump hat Iran aufgefordert, Vertreter zu den Gesprächen mit den USA nach Pakistan zu schicken. Teheran habe «keine Wahl», sagte er in einem Interview.

Trump zeigte sich überzeugt, dass am Ende ein «gutes Abkommen» zustande komme. Gleichzeitig betonte er, die USA würden «nicht mit den nettesten Leuten» verhandeln, seien dabei aber erfolgreich. Die Seeblockade bezeichnete er als «grossen Erfolg».

Eine Verlängerung der Waffenruhe stellt Trump nicht in Aussicht. Es bleibe «nicht viel Zeit» für eine Einigung. Andernfalls stellte er weitere militärische Schritte in den Raum und sagte, er rechne eher mit Bombardierungen. (mke)

15:50
Iran wirft USA Bruch der Waffenruhe vor
Nicht nur Washington erhebt Vorwürfe: Auch Iran beschuldigt die USA, die vereinbarte Waffenruhe verletzt zu haben.

Auslöser ist ein Vorfall im Golf von Oman, bei dem ein US-Zerstörer auf ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff geschossen haben soll. Die USA erklärten, das Schiff habe versucht, die Seeblockade zu umgehen.

Irans Militär sprach daraufhin von einem «Akt bewaffneter Piraterie» und bezeichnete die Aktion als klaren Verstoss gegen die Waffenruhe. (mke)
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  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Die dabei ebenfalls vereinbarte Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Strasse von Hormus wird bisher nicht verlässlich umgesetzt.
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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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738 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
490119
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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