DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Warum es gar nicht lustig ist, dass dieses Mädchen auf der WC-Schüssel steht

22.06.2016, 14:0622.06.2016, 14:15
Chandler ist erst drei Jahre alt. Warum steht sie auf der WC-Schüssel?&nbsp;<br data-editable="remove">
Chandler ist erst drei Jahre alt. Warum steht sie auf der WC-Schüssel? 
Bild: Facebook

Das Foto, das Stacey Wehrman Feeley aus dem US-Staat Michigan auf Facebook gestellt hat, ist schon fast 30'000 Mal geteilt worden. Und zwar nicht, weil es sich um einen lustigen Schnappschuss ihrer süssen dreijährigen Tochter handelt, die auf der Toilettenschüssel balanciert. 

Dabei war es am Anfang genau das, wie Wehrman Feeley in ihrem Post erzählt: Sie fand den Anblick ihrer Tochter Chandler so lustig, dass sie ein Bild knipste, um es ihrem Mann zu schicken. Doch als ihr Chandler sagte, warum sie sich auf die Schüssel gestellt hatte, verlor die ganze Szene ihre Unschuld.

Früh übt sich ...

Die Kleine spielte zuhause, was sie zuvor im Kindergarten geübt hatte: Wie sie sich verhalten muss, wenn es an der Schule einen «Lockdown» gibt, zum Beispiel wegen einer Schiesserei. Und was sie tun soll, wenn sie dann im WC festsitzt. 

Erst jetzt beschloss Wehrman Feeley, das Foto in den sozialen Medien zu teilen. Und sie packte eine unmissverständliche Botschaft an die Entscheidungsträger dazu: 

«Politiker – schaut euch das an. Das ist euer Kind, eure Kinder, eure Enkel, eure Urenkel und künftige Generationen, die noch kommen. Sie werden in einer Welt aufwachsen, die von euren Entscheidungen geformt wird. Sie sind kaum drei Jahre alt und müssen sich in WC-Räumen verstecken und auf Toilettensitze steigen.»

Daran schliesst die wütende Mutter Überlegungen zur Waffenkontrolle an – ein bekanntermassen äusserst kontroverses Thema in den USA: 

«Niemand glaubt, Waffenkontrolle werde 100% Verbrechenskontrolle sein. Aber vielleicht, nur vielleicht, macht es 1% aus oder 2% oder 50%. Wer kann es wissen, wenn wir es nicht versuchen?»

Ihren Beitrag schliesst Wehrman Feeley mit dem Aufruf: 

«Ich tue nicht so, als ob ich alle Antworten hätte oder auch nur einen Schnipsel davon, aber wenn ihr nicht wollt, dass eure Kinder auf Toiletten stehen, müssen wir etwas unternehmen! Bitte teilen #‎dosomething‬ ‪#‎prayfororlando‬ ‪#‎wecandobetter‬ Moms Demand Action for Gun Sense in America»

(dhr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

24 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
who cares?
22.06.2016 19:41registriert November 2014
Ich verstehe alle nicht, die sagen, man bekommt sowieso eine Waffe wenn man unbedingt will. Als würde ein psychisch labiler Jugendlicher die Kontakte, das Geld und die Abgeklärtheit haben, sich eine Waffe auf dem Schwarzmarkt zu holen.
545
Melden
Zum Kommentar
avatar
Markus86
22.06.2016 15:23registriert Oktober 2014
Wie die Mutter richtig bemerkt, lassen sich Amokläufe nicht 100% verhindern. Aber aus den gleichen Kreisen die totale Freiheit beim Zugang zu Waffen predigen heisst es bei anderer Gelegenheit immer: Wenn sich mit Massnahme XY nur ein Fall verhindern lässst hat es sich schon gelohnt. Ich check's nicht.
323
Melden
Zum Kommentar
avatar
exeswiss
22.06.2016 15:36registriert Januar 2015
clickbait, badu-tsss....
358
Melden
Zum Kommentar
24
Tiefe Trauer in Norwegen: Die wichtigsten Antworten zum Terroranschlag in Oslo
Ein tödlicher, mutmasslich islamistisch motivierter Terrorangriff löste in der norwegischen Hauptstadt Panik und Entsetzen aus. Das Trauma von Utøya war sofort wieder sehr präsent.

Am Wochenende waren in Oslo nach der Pandemie endlich wieder Hunderttausende bereit für die Pride-Parade. Es wimmelte in der lauen Sommernacht von fröhlichen Leuten, doch die Freude verwandelte sich jäh in Schock, als ein Attentäter um sich zu schiessen begann.

Zur Story