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Orlando SMS

Die letzte Konversation zwischen Eddie und seiner Mutter Mina.  Bild: Tamara Lush/AP/KEYSTONE

Letzte Nachricht eines Opfers von Orlando an seine Mutter: «Er kommt. Ich werde sterben»

Mit Screenshots ihrer letzten SMS-Konversation suchte Mina Justice nach dem Massaker in einem Gayclub in Orlando nach ihrem Sohn Eddie. Vergeblich.



Um kurz nach 2 Uhr Ortszeit betritt der Täter Omar Seddique Mateen den Gayclub «Pulse» in Orlando, um 02.06 Uhr weckt Eddie seine Mutter Mina mit den Worten: «Mami, ich liebe dich.»

Und: «Im Club wird geschossen.»

Mina: «Bist du ok?»

Eddie: «Eingeschlossen in der Toilette.»

Eddie bittet Mina, die Polizei zu rufen. Sie versucht ihn anzurufen, ohne Erfolg.

Um 02.39 Uhr, über eine halbe Stunde nach der ersten Text-Nachricht, bekräftigt er ein weiteres Mal: «Ich bin in der Toilette.»

Und dann, in derselben Minute: «Er kommt.»

«Ich werde sterben.»

Mina Justice speaks to a reporter discussing texting with her son who was in a bathroom at Club Pulse, Sunday June, 12, 2016, in Orlando. He hasn't been found today. A gunman wielding an assault-type rifle and a handgun opened fire inside a crowded gay nightclub early Sunday, killing at least 50 people before dying in a gunfight with SWAT officers, police said.It was the deadliest mass shooting in American history. (AP Photo/Tamara Lush)

Trauert um ihren Sohn: Mina Justice.
Bild: Tamara Lush/AP/KEYSTONE

Mina fragt, in welcher Toilette er sich befinde und ob es Verletzte gebe. Eddie schreibt: «Ja, viele.»

Die besorgte Mutter teilt ihrem Sohn mit, dass die Polizei alarmiert sei und sie bittet ihn, sich bei ihr zu melden, sobald er Beamte sehe. 

Eddie schreibt: «Er ist ein Terrorist.»

Und: «Ja.»

Dann bricht die Konversation ab. Mina versucht Eddie telefonisch zu erreichen – vergeblich. Sie bringt Screenshots der Konversation in den sozialen Medien in Umlauf. Im Laufe des Sonntags kommt die Bestätigung: Eddie gehört zu den über 50 Opfern des Massakers. (tat)

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