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Mexiko

Organisationen schlagen Alarm:

Alltag in Mexiko: Die Bürger sind extremer Gewalt ausgesetzt – auch seitens des Staates.
Alltag in Mexiko: Die Bürger sind extremer Gewalt ausgesetzt – auch seitens des Staates.
Bild: Marco Ugarte/AP/KEYSTONE

Menschenrechtler schlagen Alarm in Mexiko: Gewalt löst humanitäre Katastrophe aus

03.10.2015, 06:1603.10.2015, 16:45

Gewalt und Straflosigkeit haben in Mexiko nach Einschätzung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) eine humanitäre Krise ausgelöst. Die Menschenrechte würden systematisch verletzt, die Bürger seien extremer Gewalt ausgesetzt.

Verbrechen würden kaum geahndet und Opfer nicht angemessen unterstützt, sagte CIDH-Präsidentin Rose-Marie Belle Antoine am Freitag. Gemeinsam mit ihren Kollegen war sie mehrere Tage durch Mexiko gereist und hatte mit Behördenvertretern und Menschenrechtsaktivisten gesprochen.

Demonstration in Mexiko für die Einhaltung von Menschenrechten. 
Demonstration in Mexiko für die Einhaltung von Menschenrechten.
Bild: EDGARD GARRIDO/REUTERS

Unter anderem besuchte die Kommission die Landuniversität Ayotzinapa. 43 Studenten des Lehrerseminars waren vor einem Jahr von Polizisten verschleppt und vermutlich von Mitgliedern einer Drogengang getötet worden. Zur Aufklärung des Verbrechens müsse ein Sonderstaatsanwalt ernannt werden, forderte CIDH.

Der mexikanische Staatssekretär für Menschenrechte, Roberto Campa, wies die harsche Kritik zurück. Die Kommission habe nur einige Regionen Mexikos besucht und würdige nicht die Fortschritte in vielen Bereichen. «Auch wenn sie beunruhigende Fälle beobachtet haben, spiegeln diese nicht die allgemeine Menschenrechtslage im Land wider», sagte er. (oku/sda/dpa)

Das sind die Länder mit den höchsten Mordraten

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Platz 10: Kolumbien, 31,8 Morde pro 100'000 Einwohner. Anzahl Morde 2013: 15'419.
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