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Riot police detain a protester as dozens of masked protestors clashed violently with police following a peaceful march commemorating the anniversary of the Tlatelolco massacre in Mexico City, Friday, Oct. 2, 2015. Mexico commemorated the 47th anniversary of the massacre where students and civilians where killed by the military and police on October 2, 1968. The events are considered part of the Mexican Dirty War when the government used its forces to suppress political opposition. The massacre occurred 10 days before the opening of the 1968 Summer Olympics in Mexico City. (AP Photo/Marco Ugarte)

Alltag in Mexiko: Die Bürger sind extremer Gewalt ausgesetzt – auch seitens des Staates.
Bild: Marco Ugarte/AP/KEYSTONE

Menschenrechtler schlagen Alarm in Mexiko: Gewalt löst humanitäre Katastrophe aus



Gewalt und Straflosigkeit haben in Mexiko nach Einschätzung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) eine humanitäre Krise ausgelöst. Die Menschenrechte würden systematisch verletzt, die Bürger seien extremer Gewalt ausgesetzt.

Verbrechen würden kaum geahndet und Opfer nicht angemessen unterstützt, sagte CIDH-Präsidentin Rose-Marie Belle Antoine am Freitag. Gemeinsam mit ihren Kollegen war sie mehrere Tage durch Mexiko gereist und hatte mit Behördenvertretern und Menschenrechtsaktivisten gesprochen.

A protester gestures in front riot police during clashes with riot police at a march marking the 47th anniversary of the 1968 Tlatelolco square massacre, at Zocalo square in Mexico City, October 2, 2015. Thousands took part in the march to mark the 47th anniversary of the student massacre at which dozens, maybe hundreds, of protesters were gunned down by the army in a brutal repression of the student movement. REUTERS/Edgard Garrido TEMPLATE OUT

Demonstration in Mexiko für die Einhaltung von Menschenrechten. 
Bild: EDGARD GARRIDO/REUTERS

Unter anderem besuchte die Kommission die Landuniversität Ayotzinapa. 43 Studenten des Lehrerseminars waren vor einem Jahr von Polizisten verschleppt und vermutlich von Mitgliedern einer Drogengang getötet worden. Zur Aufklärung des Verbrechens müsse ein Sonderstaatsanwalt ernannt werden, forderte CIDH.

Der mexikanische Staatssekretär für Menschenrechte, Roberto Campa, wies die harsche Kritik zurück. Die Kommission habe nur einige Regionen Mexikos besucht und würdige nicht die Fortschritte in vielen Bereichen. «Auch wenn sie beunruhigende Fälle beobachtet haben, spiegeln diese nicht die allgemeine Menschenrechtslage im Land wider», sagte er. (oku/sda/dpa)

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