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Aufsteigender Rauch vom Wrack des abgeschossenen Polizeihelikopters in Mexiko. Der Helikopter soll von einem Scharfschützengewehr getroffen worden sein.
Aufsteigender Rauch vom Wrack des abgeschossenen Polizeihelikopters in Mexiko. Der Helikopter soll von einem Scharfschützengewehr getroffen worden sein.Bild: EPA/EFE

Scharfschütze holt Polizeihelikopter in Mexiko vom Himmel – vier Tote

07.09.2016, 06:2407.09.2016, 07:49

Mutmassliche Kartellmitglieder haben im Westen von Mexiko einen Polizeihelikopter abgeschossen. Der Pilot und drei Beamte seien dabei ums Leben gekommen, teilte die Regierung des Bundesstaates Michoacán am Dienstag mit. Ein weiterer Polizist wurde verletzt.

Die Sicherheitskräfte hatten versucht, in der Stadt Apatzingán Anführer eines Verbrechersyndikats festzunehmen, als die Täter das Feuer auf den Helikopter eröffneten. Laut der Zeitung «Milenio» schossen die mutmasslichen Bandenmitglieder den Helikopter mit einem schweren Scharfschützengewehr ab. Er sei in Flammen aufgegangen und abgestürzt.

Ringen um Vorherrschaft

Die Ortschaft in der Region Tierra Caliente ist eine Hochburg der organisierten Kriminalität. Einst war es das Zentrum der Einflusssphäre des Drogenkartells Tempelritter. Heute ringen dort mehrere Verbrecherbanden und Bürgerwehren um die Vorherrschaft.

Vor dem Angriff auf den Helikopter hätten Verbrecher versucht, einen einflussreichen Landwirt zu entführen, berichtete «Milenio». Bewohner der umliegenden Dörfer schlugen den Angriff demnach zurück. In der Region sei es daraufhin zu Schiessereien gekommen.

16 Prozent mehr Morde

Die mexikanischen Drogenkartelle sind schwer bewaffnet und liefern sich immer wieder Gefechte mit Polizei und Streitkräften. Im vergangenen Jahr hatte das Cartel Jalisco Nueva Generación in einer Offensive im Westen des Landes ebenfalls einen Helikopter abgeschossen und Dutzende Polizisten und Soldaten getötet.

Nachdem die Gewalt in Mexiko zu Beginn der Amtszeit von Präsident Enrique Peña Nieto etwas nachgelassen hatte, wird der Drogenkrieg nun wieder immer brutaler geführt. Im laufenden Jahr legte die Zahl der Morde gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent zu. Der Juli war der blutigste Monat seit Peña Nietos Amtsantritt Ende 2012. (trs/sda/dpa)

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