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Residents and relatives carry the coffin of newly-installed Temixco mayor Gisela Mota along the streets during her funeral in Temixco, south of Mexico City, after Mota was shot dead on Saturday by four armed gunmen, January 3, 2016. REUTERS/Margarito Perez

Beerdigung Gisela Motas in Temixco.
Bild: MARGARITO PEREZ/REUTERS

Das Kartell «Los Rojos» soll hinter dem Mord an einer mexikanischen Bürgermeisterin stehen

Sie war keine 24 Stunden im Amt, als Gisela Mota, Bürgermeisterin von Temixco, erschossen wurde. Die Ermittlungen deuten nun darauf hin, dass die Organisation «Los Rojos» für die Ermordung verantwortlich ist.



Hinter der Ermordung einer mexikanischen Bürgermeisterin keine 24 Stunden nach ihrem Amtsantritt soll ein berüchtigtes Drogenkartell stecken. «Die Ermittlungen deuten daraufhin, dass die Organisation Los Rojos für die Ermordung von Gisela Mota verantwortlich ist», schrieb der Gouverneur des Bundesstaats Morelos, Graco Ramírez, am Montag auf Twitter.

Die 33-jährige Mota war am Samstag in ihrem Haus in Temixco erschossen worden. Erst einen Tag zuvor war sie als Bürgermeisterin der Stadt vereidigt worden. Den Kampf gegen die grassierende Drogenkriminalität in Temixco hatte die junge Linkspolitikerin zu ihrem vorrangigen Ziel erklärt. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden bereits mehr als 100'000 Menschen getötet.

Zwei Verdächtige erschossen

Motas Ermordung warf einmal mehr ein Schlaglicht auf das organisierte Verbrechen in Mexiko – und auf die Gefahr, der diejenigen ausgesetzt sind, die sich ihm entgegenstellen. Nur Minuten nach dem Mord an der Bürgermeisterin wurden zwei Verdächtige erschossen. Drei weitere, darunter ein Minderjähriger, wurden festgenommen.

Gisela Mota, new mayor of Temixco takes her oath of office during a swearing-in ceremony in Temixco, south of Mexico City on January 1, 2016. Mota, the newly installed mayor of the Mexican city of Temixco was killed on January 2, 2016, according to a tweet from Morelos state Governor Graco Ramirez. Gisela Mota formally took office with the new year on Friday. Mexico City newspaper EL Universal said she was attacked at her home by four armed gunmen. Picture taken January 1, 2016. REUTERS/Stringer EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.

Gisela Mota.
Bild: STRINGER/REUTERS

Weitere Verhaftungen stünden an, sagte der Sicherheitschef von Morelos, Alberto Capella, am Montag. Das Kartell Los Rojos und ihre Rivalen von den Guerreros Unidos versuchten, in der Stadt durch Entführungen Angst und Schrecken zu verbreiten und bestimme Gebiete ganz unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die Guerreros Unidos gelten auch als die Hauptverdächtigen bei der mutmasslichen Ermordung von 43 Studenten im Nachbarstaat Guerrero. Diese erschütterte Mexiko im vergangenen Jahr und ist bis heute nicht völlig aufgeklärt.

Bundesstaat übernimmt Kontrolle über Städte

Unterdessen hat der Bundesstaat Morelos in mehreren Städten die Polizei-Kontrolle übernommen. Gouverneur Graco Ramírez ordnete den entsprechenden Schritt am Sonntag (Ortszeit) für insgesamt 15 Städte an.

Fotos aus Zentralamerika: Der Tod auf der Strasse

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Fotos aus Zentralamerika: Der Tod auf der Strasse
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Ab sofort hat unter anderem in der Hauptstadt Cuernavaca und in Temixco, wo die Bürgermeisterin ermordet worden war, der Bundesstaat die Kontrolle über die lokale Polizei. (dwi/sda/afp)

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