DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In Handschellen: Die 4 mutmasslichen Schlepper stehen bereits in Ungarn vor Gericht



Nach der Entdeckung von 71 toten Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich sind vier mutmassliche Schlepper am Samstag zu einer Anhörung vor einem Gericht in Ungarn eingetroffen. Die drei Bulgaren und ein Afghane wurden mit Handschellen gefesselt in den Gerichtssaal in Kecskemét etwa 90 Kilometer südlich von Budapest geführt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Geschäftsmässig organisierter Menschenhandel

Die Staatsanwaltschaft fordert, die Beschuldigten während der Ermittlungen für einen Monat in Untersuchungshaft zu nehmen. Die Anklage verwies auf die «aussergewöhnliche Schwere des Verbrechens», dem die Flüchtlinge zum Opfer gefallen seien und warf den Männern «geschäftsmässig» organisierten Menschenhandel vor.

Der Kühllastwagen mit ungarischem Kennzeichen und dem Logo eines slowakischen Geflügelhändlers war am Donnerstag in einer Pannenbucht an einer Autobahn im Burgenland entdeckt worden. In dem Fahrzeug wurden 71 Leichen von Kindern, Frauen und Männern gefunden. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien handelt. Die vier festgenommenen Männer sind nach Einschätzung der Polizei Handlanger eines bulgarisch-ungarischen Schlepperrings. (egg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das Land, in dem es keine Zukunft gibt. Für niemanden.

Schlimmer kann es nicht mehr werden – diese Einstellung ist im Libanon verbreitet. Doch es wird immer noch schlimmer: Nach der Corona-Pandemie und der verheerenden Explosion droht nun sogar ein Bürgerkrieg.

Michel Hamoud sitzt auf einem klapprigen Gartenstuhl vor seinem zerstörten Haus. «Von meiner Heimat, die mir alles bedeutet, ist nichts geblieben. Politiker haben uns alles genommen. Einfach alles.» Er inhaliert langsam den Rauch seiner Shisha-Pfeife und sagt: «Ich träume von Europa. Von einem Leben in Frieden.»

Der 44-Jährige lebt mit Ehefrau Pascale und zwei Kindern, vier und fünf Jahre alt, im Stadtteil Karantina. Ein Wohnviertel am Hafen, das die Explosion am 4. August besonders hart traf. …

Artikel lesen
Link zum Artikel