bedeckt, etwas Schnee-1°
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Migration

Drama in Calais: Frankreichs Innenminister fordert mehr Anstrengungen von den Briten

Innenminister Cazeneuve stellte in einem Interview erneut die Verträge von Touquet infrage, die die Zuständigkeiten für den Eurotunnel festgelegt hatten. 
Innenminister Cazeneuve stellte in einem Interview erneut die Verträge von Touquet infrage, die die Zuständigkeiten für den Eurotunnel festgelegt hatten. Bild: EMMANUEL FOUDROT/REUTERS

Drama in Calais: Frankreichs Innenminister fordert mehr Anstrengungen von den Briten

04.08.2015, 02:1204.08.2015, 05:20

Angesichts des anhaltenden Flüchtlingsdramas am Eurotunnel hat Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve «zusätzliche Anstrengungen» von der Regierung Grossbritanniens gefordert.

London habe bereits einiges unternommen, um den Zustrom der Migranten zu regeln. Aber «ich glaube, es muss noch darüber hinausgehen», sagte Cazeneuve in einem Interview mit der Zeitung «La Croix», das am Dienstag erscheinen sollte. 

Die Kontakte zwischen London und Paris zur Regelung des Problems, das «sie genauso betrifft wie uns», hätten sich in den vergangenen Monaten vervielfacht, sagte Cazeneuve.

1700 Fluchtversuche in einer Nacht

Er verwies darauf, dass 15 Millionen Euro in die Sicherung des Hafens von Calais und zehn Millionen weitere in die Sicherung des Tunnels geflossen seien. Der Minister stellte erneut die Verträge von Touquet infrage, die 2003 die Zuständigkeiten für die Grenzsicherung am Eurotunnel festgelegt hatten. Die Abkommen hätten «viel auf den Schultern Frankreichs und sehr wenig auf denen der Briten» abgeladen.

Gejagte Flüchtlinge in Calais

1 / 53
Gejagte Flüchtlinge in Calais
quelle: x00234 / pascal rossignol
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Am Eurotunnel versuchen derzeit täglich hunderte von Flüchtlingen, über die Grenze nach Grossbritannien zu gelangen. Allein in der Nacht auf Montag zählte die Polizei rund 1700 Versuche von Flüchtlingen, bei Calais auf das riesige Gelände um den Eurotunnel-Eingang zu gelangen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Ein Femizid sondergleichen
Ein Femizid erschüttert Mexiko: Eine schwangere Frau wurde gemäss Polizeiangaben von einem Paar ermordet, das einen unerfüllten Kinderwunsch hatte – und das Ungeborene aus dem Bauch schneiden wollte.

Die 20-jährige Mexikanerin Rosa Isela Castro Vázquez steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes, als sie eine Frau trifft, die ihr in den sozialen Medien kostenlos gebrauchte Babykleidung angeboten hatte.

Zur Story