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Mit Migrantenboot nach Lampedusa gekommen: Baby stirbt an Unterkühlung

Kurz nach Ankunft von Migrantenboot: Baby stirbt auf Lampedusa an Unterkühlung

16.05.2026, 11:5416.05.2026, 11:54

Ein Säugling ist kurz nach der Ankunft eines Migrantenboots auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gestorben. Das wenige Wochen alte Kind habe unter schwerer Unterkühlung gelitten und sei während des Transports in eine medizinische Einrichtung auf der kleinen Insel gestorben, meldete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die lokalen Behörden.

Die Mutter und das Kind gehörten demnach zu einer Gruppe von etwa 55 Migranten aus mehreren westafrikanischen Ländern, die in der Nacht von den italienischen Behörden aus Seenot gerettet worden waren. Das Boot war nach Angaben anderer Migranten an Bord von der tunesischen Küste aus gestartet.

Lampedusa – südlich von Sizilien und nördlich der nordafrikanischen Küste gelegen – gilt seit langem als einer der Brennpunkte der Migrationsbewegung aus Afrika übers Mittelmeer nach Europa. Auf der Überfahrt kommen immer wieder Menschen ums Leben, meist durch Ertrinken nach Schiffbrüchen.

Papst Leo XIV. will im Sommer Lampedusa besuchen. Immer wieder erinnert das Oberhaupt der katholischen Kirche an das Schicksal von Migranten. An der Mole am Hafen der Insel, an der viele Migrantenboote ankommen, will Leo unter anderem eine Gedenktafel segnen, mit der der Kai nach Papst Franziskus benannt wird. Leos verstorbener Vorgänger hatte die Insel 2013 besucht. (sda/dpa)

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