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Migrants and refugees stand next to burning house containers at the Moria refugee camp, on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, Sunday, Sept. 29, 2019. Migrants protesting at an overcrowded camp on the Greek island of Lesbos set fires and clashed with police Sunday, authorities said. Police and local authorities said there were unconfirmed reports of two fatalities at the Moria camp. (InTime News via AP)

Migranten stehen neben dem brennenden Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos. Bild: AP

Elend auf Lesbos: Einwohner und Flüchtlinge am Limit

Alexia Angelopoulou / dpa



Die Eskalation im Flüchtlingslager von Lesbos war nur eine Frage der Zeit. Fünf Inseln in der Ostägäis tragen die Hauptlast des Flüchtlingsdeals der EU mit der Türkei. Bei Einwohnern und Flüchtlingen liegen die Nerven blank.

Vor den Ausdünstungen ungewaschener Körper, modriger Kleidung, Müll und Kloake gibt es kein Entkommen. Sie wabern zwischen den Zelten von Moria wie die schwere, feuchte Morgenluft. Über dem einstigen Ferienparadies Lesbos färbt sich der Himmel zartrosa. Man hört es, wenn das Flüchtlingslager Moria und der umliegende Slum aufwachen: Ins Vogelgezwitscher mischt sich das Husten aus den Zelten, ein verschleimtes Röcheln, das tief aus der Lunge kommt und zum Lagerleben gehört wie der Dreck und die streunenden Katzen.

Für 3000 Flüchtlinge bietet Moria Platz - jetzt hausen im und um das ehemalige Gefängnis herum 13'000 Menschen. Am Sonntag eskalierte die Lage einmal mehr - Flüchtlinge legten an zwei Stellen Brände und behinderten anschliessend die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Das Kalkül: Wenn Moria abbrennt, muss man die Menschen zum Festland bringen. Eine Frau kam ums Leben, doch schnell ist im Zelt- und Containerlager wieder der übliche, deprimierende Alltag eingekehrt.

epa07884462 A refugee carries her child as she disembarks from the ferry 'Nissos Rodos' which arrived from Lesvos island at the port of Piraeus, Greece, 01 October 2019. The ship arrived at the port of Piraeus, carrying 200 refugees and migrants, who were staying in the refugee camp of Moria after landing in the previous months on the Greek island of Lesvos. They will be distributed to several hosting centres across the Greek mainland.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Flüchtende erreichen den Hafen von Piräus, nachdem ihr Lager auf Lesbos abgebrannt wurde. Bild: EPA

Für den Nobelpreis nominiert

Während morgens die ersten Flüchtlingskinder mit triefenden Nasen in ihren ausgelatschten Plastikschuhen aus den Zelten krabbeln, bereitet Hotelier Giorgos ein paar Dutzend Kilometer weiter nördlich das Frühstück für seine Gäste zu. Sein Familienbetrieb, das Hotel Gorgona im malerischen Fischerdorf Skala Sikamineas, liegt an jenem Abschnitt der Insel, den die Flüchtlinge ansteuern, wenn sie sich auf die Überfahrt von der Türkei nach Europa machen. Seit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 ist hier nichts mehr wie zuvor.

An aerial view of the Moria refugee camp on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, Monday, Sept. 30, 2019. About 12,000 migrants, most of them Afghans, are housed in a space designed for 3,000. (AP Photo/Michael Varaklas)

Das Flüchtlingslager Moria aus der Vogelperspektive. Bild: AP

Erst liefen Tag für Tag Tausende traumatisierte, durchnässte, hilfsbedürftige Menschen durch den Ort. Dann kam der Papst zu Besuch, internationale Politiker, Prominente wie die Schauspielerin Angelina Jolie. Dafür blieben die Touristen weg. Schliesslich wurden die Bewohner von Lesbos für ihren Einsatz in der Flüchtlingskrise gar für den Friedensnobelpreis nominiert - nur um nach dem Inkrafttreten des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei in Vergessenheit zu geraten. Dabei sind sie bis heute weit entfernt von jeglicher Normalität und neben den Flüchtlingen die Hauptleidtragenden der Flüchtlingskrise, die seit April wieder an Fahrt aufnimmt.

Tragischer Fischeralltag

Der morgendliche Tratsch zwischen Nachbarn dreht sich denn auch nicht ums Wetter. Er läuft vielmehr so: «Kamen welche an?» - «Nein, zwei Boote haben sich auf den Weg gemacht, aber die türkische Küstenwache hat sie abgefangen und zurückgebracht.» - «Die Armen.» Oder auch: «150 sind angekommen, sieben sind ertrunken, fünf davon Kinder! Schrecklich!» - «Ja, es war ein Boot mit Kunststoff-Rumpf, wenn die kentern, sind es Todesfallen.» Seufzen. Kopfschütteln. Schweigen.

Kaum ein Fischer in Skala Sikamineas, der draussen auf dem Meer nicht schon gerettet und geholfen hat. Und kaum einer, der nicht schon Ertrunkene entdeckt oder sogar eine Leiche am Haken hatte. «Ist mir mal passiert», sagt der 74 Jahre alte Fischer Michalis. «Ich zog und zog und dachte, ist das schwer! Ich hatte ihn an der Jacke erwischt.» Für die Fischer stellt sich dann die Frage, ob sie die Leiche bei der Hafenpolizei melden sollen. «Tun wir das, werden wir tagelang befragt und unsere Boote festgesetzt.» Deshalb schnitten viele einfach die Leine durch, sagt Michalis und wendet den Blick ab, zurück zum Meer und der nur rund fünf Seemeilen entfernten türkischen Küste.

Kein zweites Lager

«Hass auf die Flüchtlinge gibt es hier nicht wirklich, wir Griechen vergessen unsere Menschlichkeit nur schwer», sagt Hotelier Giorgos. Dennoch, die Geduld der Bewohner sei endlich. «Das muss man verstehen - ja, sie sind Menschen, aber wir sind auch Menschen.» Lesbos hat seine Haupteinnahmequelle Tourismus gegen endloses Leid und Elend ausgetauscht. «Kein Tourist möchte sein Frühstück geniessen, wenn reihenweise barfüssige, durchnässte Flüchtlinge vorbeischleichen.»

Piles of life jackets used by refugees and migrants lie at a dump in Molyvos village, on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, Monday, Sept. 23, 2019. Security and municipal services on the Greek island of Lesbos will hold an emergency meeting Monday after administrators of a refugee camp said they were overwhelmed by the number of arrivals from nearby Turkey. (AP Photo/Michael Varaklas)

Auf Lesbos stapeln sich die Rettungswesten. Bild: AP

Auch Einbrüche sind ein Problem, manche Anwohner haben meterhohe, stacheldrahtbewehrte Zäune um ihre Häuser errichtet. Andernorts türmen sich mitten in der Landschaft Schwimmwesten und kaputte Schlauchboote - insgesamt ist der Dreck die grösste Sorge. «Wir sitzen auf einem Pulverfass. Alle haben Angst, dass es in Moria mit all den Bakterien und Viren zu einer Epidemie kommt. Wenn das passiert, will ich mir nicht vorstellen, wie die Einwohner reagieren», sagt Giorgos. An der Gegenwehr der Bewohner ist bisher jedenfalls der Bau eines weiteren Flüchtlingslagers gescheitert, das die Situation in Moria entschärfen könnte. Die Menschen befürchten, ein weiteres Lager könne ihre Heimat dauerhaft zur Flüchtlingsinsel machen.

Langes Warten

Derweil sitzen Mustafa und seine Frau mit ihren drei hustenden Kindern inmitten des Drecks, der Bakterien und der Viren von Moria. Der 29-jährige Afghane zeigt auf dem Handy Bilder aus glücklichen Zeiten, in denen er in Iran als Steinmetz arbeitete. Als die Behörden seine Familie nach mehreren Jahren überraschend zurück nach Afghanistan abschoben, hätten sie sich auf den Weg nach Europa gemacht, sagt er. Dann klickt Mustafa auf Bilder von Taliban, Bomben und Terror und zeigt auf seine Kinder - sollen sie so aufwachsen?

Wie es im fernen Europa sein würde, im provisorischen, dreckigen Lager auf Lesbos, das hätte er sich jedoch auch nicht vorstellen können. Sieben Monate dauert es dort derzeit, bis ein Asylantrag überhaupt erstmals bearbeitet wird. Es mangelt an Personal. Hier will die neue konservative griechische Regierung ansetzen und aufstocken, um die Verfahren zu beschleunigen. Zudem soll die zweite Einspruchsmöglichkeit, die Asylantragsteller nach einem abschlägigen Bescheid haben, gestrichen werden.

Afghan migrant Esmail Mohammadi, 29, lifts weights outside the Moria refugee camp, on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, Saturday, Sept. 21, 2019. A perpetually overcrowded refugee camp on the Greek island of Lesbos can't accommodate any more newly arrived asylum-seekers after the number of people already housed exceeded the camp's intended capacity by 400%, authorities said Friday. (AP Photo/Michael Varaklas)

Ein afghanischer Migrant hält in Moria sich mit selbstgemachten Gewichten fit. Bild: AP

Keine Lösung in Sicht

Darüber spottet die Oppositionspartei Syriza, die sich als linke Partei während ihrer Regierungszeit davor scheute, Asylgesuche abzulehnen und die Menschen zurück in die Türkei zu schicken, so wie es das EU-Türkei-Abkommen vorsieht. Würde das Asylverfahren gekürzt, könnten die Betroffenen vor das griechische Verwaltungsgericht ziehen und darauf verweisen, dass die Menschenrechte nicht gewahrt seien, heisst es seitens Syriza. Dann stünden jahrelange Verfahren im ohnehin völlig überlasteten griechischen Justizsystem an.

«Für sie sind wir einfach die bequemste Lösung.»

Athen weicht den Flüchtlingspakt derweil an anderer Stelle auf: Die Behörden haben begonnen, mindestens Kranke, Kinder und Familien aufs Festland zu holen. Das aber sieht der Pakt nicht vor: Die Menschen sollen auf den Inseln festgehalten werden. Nur wenn sie Asyl erhalten, dürfen sie aufs Festland - ansonsten sollen sie zurück in die Türkei geschickt werden. Was kaum funktioniert: Seit Inkrafttreten des Pakts 2016 wurden lediglich rund 2000 Flüchtlinge zurückgeschickt.

Welche Lösungen es geben könnte? Wen man auch fragt, die Bewohner von Lesbos heben ratlos die Schultern. Die einhellige Meinung ist, dass man lediglich ausbadet, was die grosse Politik angerichtet hat: Die Waffenlieferungen, das Interesse an Erdöl, die daraus resultierenden Kriege und Flüchtlingsströme. Auch was die EU betrifft, sind Menschen desillusioniert. «Für sie sind wir einfach die bequemste Lösung.» (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lichtblau550 01.10.2019 21:05
    Highlight Highlight Extrem drastisch und plastisch beschrieben. So viele Adjektive — aber hier heiligt der Zweck die Mittel. Kompliment, Frau Angelopoulou.
  • Do not lie to mE 01.10.2019 19:36
    Highlight Highlight Fünfzig Migranten kamen in der Nacht an Bord eines Patrouillenbootes der Küstenwache in Lampedusa an. Seit Sonntag sind auf der Insel 260 Migranten an Land gegangen. Die Transportmaschine zur Verteilung der Migranten wurde bereits von der Präfektur Agrigento angefordert, aber die Situation im Hotspot, der eine Kapazität von 95 Plätzen hat, bleibt kritisch.
    Einfach deepl.com für die Übersetzung benutzen: https://www.grandangoloagrigento.it/ultime-notizie/sbarchi-nella-notte-a-lampedusa-hotspot-al-collasso
    Mit dem Suchbegriff „migranti“ findet man zusätzlich Artikel
  • poltergeist 01.10.2019 16:42
    Highlight Highlight Das ist rechtlich gesehen Mord bzw. Terror. Ich hoffe die Täter bekommen eine lebenslängliche Haftstrafe.
  • überflüssig 01.10.2019 16:13
    Highlight Highlight ob und wieviele flüchtlinge man aufnimmt, darüber kann man wahrscheinlich unterschiedlicher meinung sein.

    WIE man aber mit den menschen umgeht, dass ist indiskutabel!

    leute, wenn hier einer seine pferde oder hunde so behandeln würde, was für ein aufschrei würde durch die presse.

    auch wenn es wirtschaftsflüchtlinge wären, und wenn es nur junge männer wären und sogar wenn sie kriminell wären: so geht es nicht und ihr wisst das.

    ihr müsst verstehen, gerade wenn ihr rechts sein solltet: nichts gibt uns das recht, menschen so zu behandeln.

    wir verlieren dadurch unsere eigene würde.

  • Trude45 01.10.2019 15:23
    Highlight Highlight Ich denke, dass wir nicht alle Menschen aus Krisengebieten zu uns holen sollen / können. Es muss doch möglich sein in den jeweiligen Ländern anzusetzen.
    Aber solche katastrophalen Zustände in den Flüchtlingslagern und auf der Insel gehen überhaupt nicht!
    • loquito 01.10.2019 19:38
      Highlight Highlight Ja, deshalb lasst uns die Zusammenarbeit kürzen und den Süden ausbeuten, wird sicher besser...
    • Anam.Cara 02.10.2019 07:33
      Highlight Highlight Möglicherweise sind die Länder nördlich der Alpen jene Hoffnung, die die Menschen im Lager am Leben hält. Vielleicht müsste man die Transferabkommen noch mal diskutieren, denn die Anzahl der Gesuche hat im Norden markant abgenommen.

      Gibt es eigentlich noch NGOs, die Lager in der Ägäis unterstützen, damit wir die Menschen dort wenigstens finanziell unterstützen können?

  • DerSeher 01.10.2019 14:07
    Highlight Highlight "Flüchtlinge legten an zwei Stellen Brände und behinderten anschliessend die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Das Kalkül: Wenn Moria abbrennt, muss man die Menschen zum Festland bringen."

    Als echter Flüchtling, ist man doch einfach nur froh in Sicherheit zu sein? aber Nein, eine Mittelmeer Insel in Griechenland wo andere Ferien machen reicht natürlich den so bedürftigen Herrschaften nicht, da probt man erstmal den Aufstand....

    • Satan Claws 01.10.2019 16:08
      Highlight Highlight @DerSeher

      Wissen Sie, weniger schlecht ist immer noch schlecht.
    • Satan Claws 01.10.2019 16:19
      Highlight Highlight Als echter Veganer muss man auch alle Gemüsesorten mögen.
    • The hard Blob 01.10.2019 16:37
      Highlight Highlight Geh Du doch mal in ein überfülltes FLüchtlingslager Ferien machen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nr 756 01.10.2019 13:43
    Highlight Highlight Die griechische Bevölkerung ist mir gerade unglaublich sympathisch geworden. Ganz anders als hier.
    • Satan Claws 01.10.2019 15:37
      Highlight Highlight Wer bewertet das mit einem Blitz? Sie schreibt, dass sie das Verhalten sympathisch findet und ihr so "Nein, tust du nicht". Was läuft falsch bei euch?
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 01.10.2019 13:35
    Highlight Highlight Merkel wird dann kurz vor Ihrem Rücktritt alle nach Deutschland holen. Auch die Schweiz wird einen Teil davon aus Menschlichkeit aufnehmen... in Kürze werden dann aber die Flüchtlingslager wieder mit neuen Menschen gefüllt sein. Deshalb ist die einzige Lösung, dass die Menschen konsequent wieder zurückgeschickt werden. Man kann Migration nicht mit dem Aufnehmen der Migranten lösen! Die Ursachen müssen vor Ort gelöst werden. Das heisst es Verantwortung zu übernehmen! Schade, sieht das im Moment nur die SVP konsequent so. Die anderen Parteien machen die Augen zu.
    • Nr 756 01.10.2019 14:05
      Highlight Highlight Genau. Schickt sie zurück zum Krieg, zum Hunger, zu Ebola und Pest. Wir haben hier keinen Platz mehr. Also, für solche Taugenichtse. Hätten die halt mal nicht unsere Waffen gekauft! Und hätten sie sich halt mal gegen ihre Diktatoren aufgelehnt! ... Kleiner Hinweis: es ist noch nicht allzu lange her da hatten wir in Europa eine Hungersnot und sehr viele Schweizer mussten das Land verlassen (oder sterben). Offenbar erinnern sich viele nicht mehr daran.
    • Oigen 01.10.2019 14:20
      Highlight Highlight Ja SVP konsequent... Vor Ort helfen aber gleichzeitig hilfsbeiträge kürzen wollen...

      weist die leute nur weiter ab, wenn wir uns weiterhin so derbe asozial und menschenverachtend benehmen in europe, müsen wir uns nicht wundern wenn die uns eines tages überrennen.

    • Liselote Meier 01.10.2019 14:21
      Highlight Highlight Ja Phrasen dreschen kann jeder. Werde konkret bezüglich Ursachen vor Ort lösen.

      Wie löst man denn z.B. die Problematik betreffend Verrechnungspreis? Wie löst man die Problematik von Regime-Changes?

      Da ist die SVP taubstumm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cpt. Jeppesen 01.10.2019 12:55
    Highlight Highlight Als EU Land sollten die Griechen einfach einer jeden Person das Asylgesuch befürworten, im Schnellverfahren. Und dann die Leute weiter schicken (oder ziehen lassen) in die anderen EU Länder. Das so lange bis dieses unendlich dämliche Dubliner Abkommen so reformiert wurde, dass alle Länder die gleiche Last zu tragen haben und nicht die Mittelmeerländer die Hauptlast.
    • Nr 756 01.10.2019 14:07
      Highlight Highlight Ja ... Aber Nein. Aber Ja.
      Benutzer Bildabspielen
    • häxxebäse 01.10.2019 14:41
      Highlight Highlight Es sollen genau die länder die grenzen öffnen, welche auch als kolonialherren aufgetreten sind und sich für sehr lange zeit bereichert haben!
    • Satan Claws 01.10.2019 15:53
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bene86 01.10.2019 12:52
    Highlight Highlight Junge Männer, wohin das Auge reicht.
    • Satan Claws 01.10.2019 15:06
      Highlight Highlight Der Anteil von Frauen und Kindern beträgt knapp 50%.

      https://www.fr.de/politik/weltfluechtlingstag-fluechtlingscamps-diese-lager-sind-schande-europas-12531843.html

      Das auf dem Bild würde ich eher als Schaulustige bezeichnen und hier ein Vergleichsbild. Das ist ein brennender Grossmarkt in Berlin. Sind deswegen jetzt alle in Berlin lebenden Männer?
      Benutzer Bild
    • Domimar 01.10.2019 15:27
      Highlight Highlight Das ist jetzt wirklich spannend. Hab grad mal ein paar Bilder gegoogelt. Klar findet man Bilder mit Kinder und Frauen. Aber praktisch alle Bilder, auf denen mehrere Personen zu sehen sind, bestehen gefühlt zu 80% aus Männern, 15% aus Kinder und 5% aus Frauen.
    • Wat Sohn 01.10.2019 15:36
      Highlight Highlight Bitte besser informieren: 60% der Personen, die im aktuellen Jahr auf den griechischen Inseln ankamen, sind Frauen und Minderjährige. (gleiches Bild im Jahr 2018 übrigens.)
      Quelle UNHCR: https://data2.unhcr.org/en/documents/download/71287

      Zugegeben, die ca. 20% minderjährigen Buben sind allenfalls nicht alle effektiv minderjährig, das macht das Bild aber auch nicht wirklich anders.
      Und nochmals zugegeben, auf der zentralen Route des Mittelmeeres sind die meisten Migranten wirklich Männer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 01.10.2019 12:42
    Highlight Highlight Ich erachte Migration nicht als ein Problem, ich vertrete die Meinung, dass wir mit unserem Wohlstand die Zuwanderung verkraften können.

    Aber die fehlende Hilfe, die Ignoranz der Politik (Europas & somit auch der Schweiz) und die Illusion, geschlossene Grenzen würden diese Welt verbessern, macht mich einfach nur traurig.
    • Do not lie to mE 01.10.2019 13:29
      Highlight Highlight Steht das nicht im Weiterspruch bezüglich CO2/Klimawandel, wen man bedenkt das Deutschland wegen der Wohnungsnot (nicht zuletzt durch den Zuzug von Flüchtlingen) etwa 1 Million neue Wohnungen bauen muss und die Zementherstellung 5% des globalen CO2 Ausstoss verursacht.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 01.10.2019 13:30
      Highlight Highlight Das mag deine Meinung sein. Aber ich habe sehr grosse Mühe damit! Du nimmst in Kauf, das unsere Gesellschaft mehr und mehr nach rechts rutscht! Die Menschen werden bei uns kaum arbeiten können. Das heisst, Sie belasten die Sozialsysteme... doch Hauptsache, du kannst dich als Gutmensch fühlen und stehst (für dich) auf der richtigen Seite. Alle anderen sind die bösen... Verantwortung zu tragen, sieht anders aus!!
    • Rechthaberwoman 01.10.2019 13:37
      Highlight Highlight Echt traurig, dass hier jeder Kommentar, der nicht zu 100% gege Flüchtlinge schiesst, geblitzt wird. An die Blitzer: ihr seid ein Teil des Problems! Ja nichts vom eigenen Wohlstand abgeben, schliesslich habt ihr es euch hart erarbeitet, hier geboren zu sein - NICHT!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anne Klos 01.10.2019 12:29
    Highlight Highlight Passt zu Europa, aus den Augen - aus dem Sinn!
    • homo sapiens melior 01.10.2019 15:06
      Highlight Highlight Ersetze "Europa" durch "Mensch", dann passt's zu den überwiegenden Reaktionen. Die Leute haben halt Angst. Wenn man mehr Fremde reinlassen will, muss zuerst diese Angst gelöst werden.
    • Satan Claws 01.10.2019 15:45
      Highlight Highlight @homo sapiens melior

      Die Verängstigten kommen her um auf Angsthasen zu treffen. Denkbar ungünstig um etwas aufzubauen. Je mehr Angsthasen es gibt, umso weniger wird Integration funktionieren.
    • homo sapiens melior 01.10.2019 16:02
      Highlight Highlight Und wie löst man das?
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 01.10.2019 12:28
    Highlight Highlight Die ressorcen sind knapp, der kampf hat begonnen und was wir nicht sehen, das interessiert uns auch nicht.

    Eine seite in mir freut sich, weil ich bei den "gewinnern" lebe, die andere ist tieftraurig über diese unmenschlichkeit.

    Die spenden nach afrika haben nichts gebracht - ausser stagnation.
    • Mrlukluk 01.10.2019 13:08
      Highlight Highlight Weil die Spenden häufig als Zahlungen an korrupte Regime oder westliche Firmen getätigt werden, ohne nachhaltige Wirkung
    • Liselote Meier 01.10.2019 13:33
      Highlight Highlight Kein Wunder wenn der Kapitalabfluss via Verrechnunspreise aus Afrika doppelt so hoch ist wie die Entwicklungshilfe

      Die Weltbank und IWF verbieten den afrikanischen Staaten Zölle auf Agrarprodukte zu erheben, dadurch überschwemmen subventionierte europäische Agrarprodukte den Markt in Afrika, umgekehrt können sie keine Agrarprodukte exportieren, weil es in Europa dafür immer noch Zölle gibt

      Kommt dazu die Korruption teils eigenverschulden aber auch da mischt der Westen gewaltig mit und holt "gute Konditionen" für Konzerne heraus

      Imperialismus ist noch lange nicht überwunden, nur verdeckt
    • Nr 756 01.10.2019 13:46
      Highlight Highlight Wenn ich sehe dass heute noch Leute ihre kaputten Velos nach "Afrika" verschicken lassen packt mich auch etwas die Wut. Für viele ist der ganze Kontinent nicht mehr als Ferienziel (Norden) und Müllhalde (Zentrum und Süden).
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Jahrelang hat sich die Flüchtlingsbetreuungsfirma ORS gegen Transparenz gewehrt. Jetzt gibt sie erstmals Geschäftszahlen preis.

Wie viel Geld die ORS Service AG verdient, beschäftigt seit Jahren Medien, das Parlament, den Bundesrat: Die Firma betreibt primär für die öffentliche Hand über 100 Asylunterkünfte mit fast 90'000 Schlafplätzen. Obwohl das Geld zu grossen Teilen vom Staat stammt, veröffentlichte ORS nie Gewinnzahlen. Die Firma gehört einer Beteiligungsgesellschaft in London. Die Schlagzeilen waren entsprechend: Von «verstecktem Profit auf dem Buckel von Flüchtlingen» oder «Profiteuren des Elends» war die Rede.

Nun …

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