International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr als 4500 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet – und das an einem einzigen Tag



epa05330525 Refugees disembark from Norwegian ship Siem Pilot in the harbour of Salerno, southern Italy, 26 May 2016. The Norwegian ship dopped off some 1,000 refugees from the sub-Saharan that were rescued in the Mediterranean Sea.  EPA/CESARE ABBATE

Migranten erreichen den Hafen von Palermo (Archivbild). Bild: EPA/ANSA

Die italienische Küstenwache hat gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Marineschiffen aus EU-Partnerländern allein am Dienstag rund 4500 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Zwischen Italien und Nordafrika kam es nach Angaben der Küstenwache zu 30 Einsätze.

Der grösste Einsatz habe einem kaum seetüchtigen Schiff gegolten, auf dem 435 Migranten - unter ihnen 124 Frauen und 18 Kinder - die gefährliche Überfahrt nach Europa gewagt hätten, hiess es in einer Erklärung vom Dienstagabend.

Insgesamt fünf Schiffe der italienischen Küstenwache hätten Flüchtlinge aufgenommen. Auch Schiffe von EU-Partnerstaaten und Hilfsorganisationen seien Migranten zur Hilfe gekommen, welche zum Teil in Schlauchbooten die Fahrt übers Meer versucht hätten.

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums von vergangener Woche waren in der ersten Jahreshälfte 2016 rund 70'000 Bootsflüchtlinge in Italien angekommen - das waren in etwa so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR schätzt die Zahl der Flüchtlinge, die in diesem Jahr beim Versuch der Mittelmeer-Überquerung ums Leben kamen, auf mehr als 2800. (cma/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • john waynee 06.07.2016 14:59
    Highlight Highlight Eine Frage hätte ich.- Warum ist dieser Artikel nur so kurz auf der Seite publiziert gewesen und andere meiner Meinung nach eminent unwichtigere Artikel welche unser Leben in keinster Weise beeinflussen bleiben tagelang stehen?
  • john waynee 06.07.2016 10:54
    Highlight Highlight Täglich grüsst das Asylmurmeltier und lässt uns erahnen, welche Konsequenzen mit dem täglichen Zustrom in die Sozialsysteme, dem dazugehörigen Wutaufbau in der Bevölkerung und dem Abbau der Sicherheitsorgane in unserem Land auf uns zukommen werden.

    http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zurzach/das-zurzibiet-wehrt-sich-gegen-den-abbau-der-beiden-kapo-posten-130406137
    • Fabio74 07.07.2016 07:10
      Highlight Highlight und täglich schlägt uns die unfähige europäische Politik um die Ohren, die Probleme nicht lösen kann/ will...
  • 33EVROPA 06.07.2016 10:08
    Highlight Highlight Es ist richtig aus menschlichen Gründen, dass man sie rettet, bin ich dafür. Allerdings finde ich es falsch dass man sie immer und alle nach Europa bringt. Denn dies schafft nur noch mehr Anreize um nach Europa zu kommen, denn man wird ja sowieso gerettet.
    • Citation Needed 06.07.2016 11:10
      Highlight Highlight Gerettet wird man ja nicht sowieso, die Nachrichten über Ertrinkende erreichen die Herkunftsländer sicherlich auch. Gerade kürzlich fand man gekenterte Boote und Leichen. Die Zeichen/Anreize bezgl. Aufnahme sind wohl das, was Sie ansprechen wollten, nicht bezüglich Rettung.
    • Angelo C. 06.07.2016 11:13
      Highlight Highlight Absolut richtige Erwägungen, kein Zweifel!

      Es ist geradezu grotesk diese Art automatischen Fährbetrieb, trotz Allem EU-Gejammer, weiter aufrecht zu erhalten und so völlig falsche Zeichen zu setzen, indem man all die Geretteten, die man nun sogar unweit der libyschen Küste auflädt, subito nach den völlig überfüllten Auffanglager in Italien bringt, statt sie einfach wieder an der libyschen Küste abzusetzen. Was die Situation sowohl für Italien wie auch für die völlig überforderte EU (die nach wie vor die Migranten nicht unter sich aufzuteilen vermag) massiv erschwert.

      Ein einfältiges Vorgehen!
    • Fabio74 07.07.2016 07:15
      Highlight Highlight @Angelo:Einfältig und naiv. Man setzt die Menschen in Lybien ab und am nächsten Tag probieren sie es wieder. Ursächliche Probleme angehen und bekämpfen. Jostet halt Geld und braucht Zeit und wirft wenig Profit ab
    Weitere Antworten anzeigen

Interview

50 Jahre Schwarzenbach-Initiative: «In einem anderen Land wäre das nicht möglich gewesen»

Vor 50 Jahren scheiterte James Schwarzenbach mit seiner Überfremdungs-Initiative knapp an der Urne. Im Interview sagt Migrationsforscher Gianni D'Amato, wie es zur historischen Abstimmung gekommen war und wie sie die Schweiz veränderte.

Herr D’Amato, die Proteste gegen rassistische Gewalt in den USA sind auch bei uns angelangt. Hat die Schweiz ein Rassismusproblem? Gianni D'Amato: In der Schweiz war Rassismus schon immer ein Problem. Nur weigert man sich oft, das anzuerkennen. Obwohl es eine Kommission gegen Rassismus und die Fachstelle zur Bekämpfung von Rassismus und seit 1994 ein Anti-Rassismus-Gesetz gibt, ist es noch immer ein mit Scham behaftetes Thema, das nicht offensiv angegangen wird. Aber ich würde die …

Artikel lesen
Link zum Artikel