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«Tag des Zorns»: Israel steht neue Gewaltwelle bevor



epa06086361 Armed Israeli policeman from the Special Breaking Unit come out from the Temple Mount compound in Jerusalem's Old City, 14 July 2017. According to police sources, three Palestinian attackers opened fire on police forces at the Temple Mount compound and killed  two Israeli policemen. The Three attackers were killed by police officers, and a third police officer was reportedly injured by shapnel.  EPA/ABIR SULTAN

Israelische Sicherheitskräfte am Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt. Bild: EPA/EPA

Bei erneuten Unruhen in der Nähe des Tempelbergs in Jerusalem sind in der Nacht zum Mittwoch 14 Palästinenser und zwei Polizisten verletzt worden. Hintergrund der angespannten Situation sind verschärfte Sicherheitschecks für Muslime am Tempelberg.

Die Kontrollen hatte Israel am Sonntag nach einem blutigen Attentat am Freitag eingeführt. Ein Palästinenser sei von einem Gummimantelgeschoss schwer verletzt worden, teilte der Palästinensische Rote Halbmond mit. Polizisten wurden laut einer Polizeisprecherin mit Steinen und Brandflaschen beworfen.

Die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte für Mittwoch zu einem «Tag des Zorns» aufgerufen. Auch die radikalislamische Hamas und der Islamische Dschihad riefen zu Protesten und Gewaltakten gegen Sicherheitskräfte im Westjordanland und im Gazastreifen auf.

Streit um Besuchsrechte

Der Tempelberg mit der Klagemauer sowie der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom ist für Juden wie auch Muslime eine wichtige heilige Stätte. Der Streit um die Besuchsrechte, also wer den Hügel betreten und dort beten darf, hatte schon in der Vergangenheit zu Spannungen und Gewalt geführt.

Vertreter der Palästinenser hatten immer wieder die Befürchtung geäussert, Israel wolle nach und nach die Kontrolle über den Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) übernehmen. Gerade vor diesem Hintergrund kritisierte der Grossmufti von Jerusalem, Mohammed Ahmed Hussein, die Einrichtung von Sicherheitsschleusen mit Metall-Detektoren. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag betont, er werde den Status quo nicht verändern. (wst/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Max Dick 19.07.2017 16:56
    Highlight Highlight Mein ohnehin begrenztes Mitleid mit den ach so armen Palästinensern geht je längers je mehr gegen Null. Seltsam dass gewisse europäische Staaten wie Frankreich die noch in all ihren Forderungen unterstützen.
    • Naughtious Maximus 19.07.2017 19:23
      Highlight Highlight Hey Israel Freund, wie wäre es wenn du mal die Geschichte Revue passieren lassen würdest?

      Israel besetzt das Territorium der dort Einheimischen Palästinenser und begeht einen Genozid in den eingepferchten Gebieten der Palästinenser.

      Das ist ein Openair KZ dort unten.
    • Max Dick 19.07.2017 21:16
      Highlight Highlight Wenn man die Geschichte revue passieren lässt, kommt man zum Ergebnis dass das gesamte Land schon vor tausenden Jahren israelisch war, die Israeli nur zeitweise vertrieben worden waren. An den Palästinensern wird kein Genozid verübt, aber wer Terror unterstützt und die Terroristen noch zur Regierung wählt, kann nun mal nicht alle Freiheiten der Welt geniessen.
    • Naughtious Maximus 19.07.2017 22:25
      Highlight Highlight Ja ist klar, schuld sind immer die anderen.

      Aber wieso sind eigentlich jüdische Gemeinden immer auf der Flucht oder müssen sich verstecken?
      Könnte es eventuell an ihnen selber liegen und dem was sie so anstellen?

      Oder darf man das nicht fragen? Es könnte ja etwas ans Licht kommen das gegen sie verwendet werden könnte.

      Welches andere kleine Völkchen wurde so oft 'vertrieben' und weggescheucht?

      Oy vey!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füdlifingerfisch 19.07.2017 12:03
    Highlight Highlight Ich bin eher pro-palästinensisch eingestellt, aber was die fordern ist ihrer Sache nicht förderlich und überhaupt schwachsinnig...

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