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Hollywoodreife Flucht: Wie Ex-Manager Ghosn die japanische Justiz austrickste



Es gibt Geschichten, die sind so verrückt, dass es schwer fällt, sie zu glauben. Diese Geschichte ist, wenn sie sich bewahrheitet, eine davon. Sie handelt vom ehemaligen Star-Manager der Automobil-Industrie, dem französisch-brasilianisch-libanesisch-stämmigen Carlos Ghosn.

Soll in den Libanon gereist sein: Der zuletzt in Japan unter Hausarrest gestandene frühere Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn. (Archivbild)

Carlos Ghosn gelang eine Flucht, wie sie spektakulärer kaum sein könnte. Bild: EPA JIJI PRESS

Ghosn, der das internationale Autobündnis von Renault, Nissan und Mitsubishi in die Welt gerufen hatte und von allen Seiten gefeiert wurde, war im Manager-Olymp angekommen. Er hatte alles: Macht, Reichtum und Ansehen. Doch die Geschichte wäre langweilig, wenn es dabei geblieben wäre. Der Mann mit den drei Staatsbürgerschaften stürzte nämlich über die Klippe des Olymps und fiel – sehr tief.

Dem heute 65-Jährigen wird gemäss «Tagesanzeiger» Veruntreuung und Betrug vorgeworfen. Ghosn, der ein Jahressalär von 16 Millionen Euro einstrich, soll seine Einkünfte zu niedrig angegeben und Firmengelder veruntreut haben. Zudem, so der Verdacht, wurden über eine eigens gegründete Firma, die eigentlich in Start-Ups hätte investieren sollen, zahlreiche Luxusimmobilien in Millionenhöhe gekauft.

Als die Vorwürfe im November ans Licht kamen, wurde der Manager verhaftet, angeklagt und in Tokio in Untersuchungshaft gesetzt. Nach Zahlung einer Kaution wurde er aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest entlassen. Danach wurde es ruhiger um Ghosn – bis vor wenigen Tagen das Undenkliche passierte: Dem 65-Jährigen gelang eine spektakuläre Flucht in den Libanon.

Doch wie war diese Flucht überhaupt möglich? Der Mann wurde nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest strengsten Sicherheitsmassnahmen unterstellt – die Justiz befürchtete einen Fluchtversuch oder die Beseitigung von Beweismaterial. So war etwa die Kaution exorbitant hoch – 7,9 Millionen Euro sollen es gewesen sein. Auch die Auflagen zum Hausarrest waren streng: Ghosn musste seine Pässe abgeben und er wurde rund um die Uhr überwacht.

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelang dem Ex-Manager die Flucht aus Japan. Ghosn meldete sich am 30. Dezember via Statement: «Ich bin jetzt im Libanon». Gemäss libanesischem Fernsehen soll die ohnehin schon spektakuläre Flucht noch verrückter gewesen sein als angenommen.

Ghosn soll eine Musikgruppe engagiert haben, die in seinem Haus zum Abendessen spielte – doch es ging nicht um die Musik. Die Band war nämlich Teil des Fluchtplans: Ghosn wurde in einem Instrumentenkoffer aus seinem Haus geschmuggelt und zum Flughafen Kansai gebracht. Dort wartete ein Privatjet auf den ehemaligen Manager und er wurde via Istanbul nach Beirut geflogen. Gemäss französischen Medien hatte Ghosn sich eine falsche Identität inklusive falschem Pass besorgt, was ihm die Ausreise aus Japan ermöglichte.

FILE - This March, 2019, file photo shows former Nissan Chairman Carlos Ghosn, right, and his wife Carole in Tokyo.  Ghosn, awaiting trial in Japan on financial misconduct charges, has received permission from a Tokyo court to talk for one hour in a video call with his wife. (Kyodo News via AP, File)

Ghosn mit seiner Frau Carole: Sie soll hinter dem Flucht-Plan stecken. Bild: AP

Doch wie konnte Ghosn eine solche Flucht überhaupt organisieren, wurde er doch ständig überwacht? Nun, er hatte eine Komplizin: Seine Frau Carole soll die Flucht eingefädelt haben. Ein weiteres filmreifes Detail in der Geschichte, da er laut Kautionsauflagen gar keinen Kontakt mit ihr hätte haben dürfen.

Zu Zeiten als Star-Manager lebte der Mann ein Leben in Luxus, nach dem Fall tauschte er das Bett im 5-Sterne Hotel gegen eine Pritsche im japanischen Gefängnis aus – die Höchststrafe für einen Mann wie Ghosn. Seine Frau Carole kritisierte immer wieder die Haftbedingungen ihres Mannes und bat sogar Emmanuel Macron um Hilfe – erfolglos. Nun nahmen die beiden ihr Schicksal scheinbar selbst in die Hand.

epa08095758 A Lebanese policeman stands guards in front of a house identified by court documents as belonging to former Nissan Motor Co. and Renault SA chairman Carlos Ghosn at the Ashrafieh area in Beirut, Lebanon, 31 December 2019. According to media reports, former Nissan chairman Carlos Ghosn, who was on bail and under surveillance in Tokyo awaiting trial on financial misconduct charges, has arrived in Beirut after he flew in on a private jet via Turkey on 30 December 2019.  EPA/WAEL HAMZEH

Das Haus in Beirut, in dem der Ex-Manager nun verweilen soll. Der Mann geniesst Polizeischutz. Bild: EPA

Im Libanon soll Ghosn vom Präsidenten Michel Aoun feierlich empfangen worden sein – dabei nutzte er die Gelegenheit, um das Staatsoberhaupt um Schutz und Unterstützung zu beten.

Sollten sich die Details der Geschichte bestätigen und sollte der Ex-Manager nun tatsächlich so davonkommen, wird Hollywood sich die Rechte an der Story sichern – und uns erwartet ein Blockbuster, wie ihn nur die besten Drehbuchschreiber ausdenken könnten. (mim)

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92Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chaoz 03.01.2020 00:47
    Highlight Highlight Ein Blockbuster (wie hier im Artikel beschrieben), der die Vergangenheit des beschriebenen 'Helden' entweder beschönigt oder verschweigt.
  • MJ3 02.01.2020 23:34
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, ein schweizerisch-kosovarischer Doppelbürger hätte vom Staat vergleichsweise läppische 100‘000 Franken Sozialhilfe ergaunert und wäre dann ähnlich Filmreif ausser Landes geflohen. Wäre die Presse dann auch so begeistert? Wahrscheinlich nicht.
    Steuerhinterziehung, Korruption und Veruntreuung sind keine Kavaliersdelikte. Der Mann gehört vor Gericht, nicht nach Hollywood.
  • poltergeist 02.01.2020 23:24
    Highlight Highlight Den hätte ich nicht für 100 Millionen aus der U-Haft entlassen, Fluchtgefahr hoch zwei. Hausarrest, selber schuld.
  • Walser 02.01.2020 19:32
    Highlight Highlight Wer mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, hat fertig lustig. Auch mit viel Geld. Die Mächtigen werden ihn fallen lassen. Er wird in die Kiste gehn, sich erschiessen oder im Libanon Datteln pflücken.
    • Chaoz 03.01.2020 00:50
      Highlight Highlight Walser: Der Typ gehört zur Spezie der 'Auserwählten', deren Zusammenhalt über dem Gesetz steht.
  • MGPC 02.01.2020 19:27
    Highlight Highlight Hollywood beherrscht die Welt. Langsam glaube ich, das bei solchen Aktionen diese Industrie extremen Einfluss hat. Nur um anschliessend Kasse daraus zu schlagen. Ich glaube nicht mehr an Zufälle. Der amerikanische Botschafter im Irak war ja auch „zufällig“ in den Ferien.🤷🏻‍♂️
  • paule 02.01.2020 19:24
    Highlight Highlight Ach last den armen Geizkragen doch, auch sein letztes Hemd hat keine Taschen. Den Libanon verlassen kann er ja auch nicht mehr, also gefangen in einem unsicheren Land unter Polizeischutz, da bin ich lieber arm und frei.
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 02.01.2020 16:06
    Highlight Highlight Die japanische Polizei und Justiz ist wohl nicht ganz auf der Höhe ihrer Aufgaben. Oder wer wurde wie bestochen? Macht durch Geld regelt fast alles. Auch in der Schweiz. Das Vertrauen in die Politik und das kapitalistische Wirtschaftssystem schwindet zusehends. Wundert sich da jemand?
    • Simon 02.01.2020 18:11
      Highlight Highlight Hast du irgend einen Beleg für deine Behauptungen?
    • Castor Troy 03.01.2020 00:25
      Highlight Highlight @Simon natürlich nicht, die Belege tauchen immer erst im Nachhinein auf. Siehe Text oben. Ich vermisse die Zeiten, in denen man noch ohne „Quellen“ und „Belege“ frisch von der Leber diskutieren konnte, ohne dass bei jeder Aussage nach „Fakten“ gegoogelt wurde. Die internationale Vernetzung und Zugänglichkeit zu Informationen ist nicht immer nur gut.
    • Siru 03.01.2020 02:52
      Highlight Highlight Gemäss letzten repräsentativen Umfragen geniesst unsere Regierung ein hohes Betrauen in der Bevölkerung.
      Schliess nicht von dir auf andere
  • homo sapiens melior 02.01.2020 14:04
    Highlight Highlight Da wird endlich mal einer dieser superreichen Betrüger und asozialen Abzocker zur Verantwortung gezogen. Aber Internet und Hollywood feiern ihn als Helden, wenn er der Justiz entkommt.
    Die Welt geht nicht edel zugrunde, sondern vollständig verblödet.
    • Mandarinchen 02.01.2020 14:39
      Highlight Highlight Viele denken halt immer noch viel Geld = Intelligent, erfolgreich, viel dafür gearbeitet usw. Das ist von Links bis Rechts so... Auch in der Schweiz werden reiche Abzocker von Links bis Rechts angehimmelt und bevorzugt...
    • Castor Troy 03.01.2020 00:29
      Highlight Highlight Ich find das geil. Solange nur Geld abgezockt wurde und dabei keine „kleinen“ Arbeiter, durch Bankrotte etc. zu Schaden kamen, kann ich beim besten Willen meine Bewunderung nicht zurückhalten. Wäre ich clever und/oder rücksichtslos genug, wer weiss, zu was ich fähig wäre. Bin ich aber nicht, drum bleibts bei meinem Lohn, der reicht, dass ich mir doch ab und zu was leisten kann, was ja auch schön ist... aber... ne?
  • Bruuslii 02.01.2020 13:04
    Highlight Highlight diese armen reichen mit dem grundsatz: "es ist nicht nur ein nehmen, sondern auch ein erhalten"
  • Mandarinchen 02.01.2020 12:36
    Highlight Highlight " So war etwa die Kaution exorbitant hoch – 7.9 Millionen Euro sollen es gewesen sein."
    Naja, das ist dann halt eine Frage der Verhältnismässigkeit. Wenn der 16 Millionen pro Jahr verdient hatte, dann ist das wie wenn ein Schweizer Durchschnittsverdiener 30'000 Kaution hinterlegen müsste...
  • TanookiStormtrooper 02.01.2020 12:23
    Highlight Highlight Nichts sagt so sehr Schuldig wie diese Flucht. Der Mann scheint jede Menge krimineller Energie zu besitzen. Leider werden Leute wie er, die Delikte mit Millionenschaden anrichten nicht so angepackt wie ein Handtaschendieb. Die Kaution ist ein absoluter Witz und wer genügend Geld hat kann sich die "Freiheit" erkaufen. In Zukunft heisst sein Gefängnis wohl einfach Libanon.
  • Heinzbond 02.01.2020 11:55
    Highlight Highlight Manche Menschen haben schon ein sehr seltsames rechtsverständnis...
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 02.01.2020 11:04
    Highlight Highlight In einer Sprache betitelt man jemand dieser Art als : Asoziales Element.
  • malu 64 02.01.2020 11:02
    Highlight Highlight Es ist ja schon ein Witz, dass ein solcher Gesetzesbrecher Hausarrest bekommt! Die zu erwartende Strafe müsste er sowieso im Gefängnis absitzen. Zudem sind solche Privilegien ungerecht. Das Gesetz sollte für alle gleich sein.
  • Joe Smith 02.01.2020 10:59
    Highlight Highlight Wer sich ein wenig mit der japanischen Strafjustiz beschäftigt hat, versteht die Flucht. Punkto Strafjustizpraxis ist Japan KEIN Rechtsstaat. Und wenn ich die Kommentare hier so lese, dann hat nicht nur Japan ein gebrochenes Verhältnis zur Unschuldsvermutung.
  • ravendark 02.01.2020 10:31
    Highlight Highlight Warum sollte man von einem Narzissten-Arschloch-Menschen einen Film drehen? Geht's noch!
    • tinu77 02.01.2020 14:43
      Highlight Highlight "Catch me if you can" gesehen? War ziemlich erfolgreich...
    • Siru 03.01.2020 03:03
      Highlight Highlight Nero, Karl der Grosse, Richard Löwenherz, Louis XI., Billy the Kid, etc.
      Mörder, Schlächter, Grössenwahnsinnige, Irre oder alles zusammen. Alle verfilmt.
  • Freethinker 02.01.2020 10:20
    Highlight Highlight Die gute alte Raffgier. Narzisten werde ich nie verstehen. Schon krass, dass die auch dann noch solche Dinge riskieren, obwohl sie mehrfach ausgesorgt haben...
  • Aliminator 02.01.2020 10:16
    Highlight Highlight 3-fach Bürgerschaft 🙈
    • Simsalabum 03.01.2020 03:22
      Highlight Highlight "Ich bin Tripplebürger." 😅🤷‍♀️
  • neutrino 02.01.2020 10:04
    Highlight Highlight Verstehe ich nicht - der Artikel hier ist fast durchwegs positiv, oder zumindest mit positivem Unterton gegenüber Ghosns Flucht.

    Hier geht es um massivste Wirtschaftsdelikte. Kein Wunder werden solche weiterhin als Kavaliersdelikte betrachtet. Aber wehe irgendein Flüchtling begeht dann ein kleines Vergehen.

    Das Ganze ist nicht glorifizierend, heldenhaft, etc., sondern asozial und erbärmlich.
    • HerrCoolS. 02.01.2020 15:05
      Highlight Highlight Richtig, denn in so einer Position ist man nicht nur an der Spitze der Gesellschaft (zumindest finanziell) sondern auch eine Person der Öffentlichkeit und hat damit eine Vorbildsfunktion
  • wolge 02.01.2020 09:53
    Highlight Highlight Schuldig oder nicht, die Geschichte beweist mal wieder, dass Reiche sich selten ernsthaft der Justiz stellen müssen und meist sehr glimpflich davon kommen...
  • Kunibert der fiese 02.01.2020 09:30
    Highlight Highlight Der sieht aus wie ein bösewicht aus einem james bond film 😂
    • MartinZH 02.01.2020 11:21
      Highlight Highlight Dein salopper Kommentar ist m.E. ziemlich dumm und auch sehr gefährlich: Von der äusseren Erscheinung auf den Charakter zu schliessen, ist völlig unwissenschaftlich und absolut verpönt. Physiognomie ist eine Pseudo-Wissenschaft! Nazi-Ideologen bemächtigten sich auch der Physiognomie: Die Verquickung von Anatomie und Charakter diente ihrer Rassentheorie und Rassenlehre.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 02.01.2020 11:22
      Highlight Highlight Der Es Clown ohne schminke. Ich glaub der heisst.Tim Curry.
    • mbr72 02.01.2020 13:28
      Highlight Highlight nana, jetzt würd ich aber mal die Kirche im Dorf lassen. Mimik und Gestik lassen sehr wohl auf Eigenschaften schliessen! Die reine Physiognomie an sich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dechloisu 02.01.2020 09:10
    Highlight Highlight hört sich an als hatte da Raymond Redington seine Finger im Spiel 😂
  • felixJongleur 02.01.2020 09:10
    Highlight Highlight Soll er sich freuen, er wird nie mehr international ein freier Mann sein und früher oder später von seinesgleichen gefressen.
  • Asmodeus 02.01.2020 08:58
    Highlight Highlight Und darum lässt man reiche Leute wie ihn nicht auf Kaution frei.
  • Der Rückbauer 02.01.2020 08:44
    Highlight Highlight Also bitte, wenn ihn die CS überwacht hätte, wäre so etwas nie geschehen. Ueberwachungen hat die Teppichetage der CS voll im Griff. Aber eben, wenn Amateure wie die Japaner dran sind, ......
    Oder könnte es sein, dass der Ueberwachungsdienst der CS die Flucht organisiert hat? Darin sind die nämlich auch Spitze.
    • Bowerick Wowbagger 02.01.2020 10:33
      Highlight Highlight Echt. Gibts Beispiele für geglückte Fluchthilfe seitens CS?
    • Der Rückbauer 02.01.2020 13:53
      Highlight Highlight Ja, zum Beispiel durch Bezahlung von Milliarden an die Amis. Zulasten jener, die dort ein Konto oder Depot haben.
  • N. Y. P. 02.01.2020 08:31
    Highlight Highlight Ghosn wurde in einem Instrumentenkoffer aus seinem Haus geschmuggelt..

    Könnte der Fluchplan eines Zehnjährigen sein.

    Vermutlich drohte dieser Ghosn vor Gericht auszupacken und diverse hohe Tiere in Japan in Bedrängnis zu bringen. So " liess man ihn halt laufen ".

    Keine Polizei der Welt würde auf so einen simplen Trick reinfallen.
    • bokl 02.01.2020 10:48
      Highlight Highlight @N.Y.P.
      Im Libanon kann er ja nun keine belastende Aussagen machen gell? Wer den Mächtigen mit Auspacken droht, endet wie Eppstein.

      Ist vielmehr so, dass die hochgelobten Sicherheitskräfte auch nur mit Wasser kochen. Und mit so einer Nummer aus dem Repertoir eines Zehnjährigen rechnet halt niemand...
    • N. Y. P. 02.01.2020 13:54
      Highlight Highlight Das mit Eppstein: Einverstanden.

      Folge dem Geld !

      Und du wirst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit merken, dass die Sicherheitskräfte mit einem munzigen Zustupf belohnt wurden..
  • Muellerpe 02.01.2020 08:21
    Highlight Highlight Wahrscheinlich waren Rheintaler die Fluchthelfer: "Chum Carlos, mir gho(s)n!"
  • Goldjunge Krater 02.01.2020 08:15
    Highlight Highlight Cool! 😎
    • PeteZahad 02.01.2020 09:15
      Highlight Highlight Du findest die Flucht eines Typen der 16 Mio verdient und dennoch den Hals nicht voll kriegen kann also noch lügen und betrügen muss "Cool!"?
    • P.Rediger 02.01.2020 11:01
      Highlight Highlight So so, der Goldjunge, der sonst bei Ausländern immer dafür ist, dass man die rauswirft, weil ja eh alle Kriminelle sind und so und so einen Gierschlund, der den Hals nicht voll kriegen kann, findet er cool. Sagt so einiges über Ihren Charakter aus finde ich.
    • Neruda 02.01.2020 12:04
      Highlight Highlight Dem Staat und damit dem erlichen Steuerzahler um Millionen zu bescheissen findest du also cool... Schon ein ganz komisches Rechtsverständnis. Ginge es um ein ein paar Fränklo eines IV-Betrügers wärst du wieder nur am rumbrüllen.
  • Schlange12 02.01.2020 08:13
    Highlight Highlight Wenn ich die japanische Regierung wäre würde ich mir den holen.
    • Toerpe Zwerg 02.01.2020 09:13
      Highlight Highlight Wie denn? Entführen?
    • wilhelmsson 02.01.2020 09:45
      Highlight Highlight Habe ich mir auch gedacht, aber wie?
    • Simon LeBon 02.01.2020 13:25
      Highlight Highlight Der Mossad hat schon mindestens einmal gezeigt, wie man einen "holen" kann. Okay dort ging es um ein Verbrechen von einer ganz anderen Qualität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrisbe 02.01.2020 07:56
    Highlight Highlight So ein erbärmlicher Giierhals.
    16 Mio. pro Jahr sind nicht genug, sodass er noch bescheissen / stehlen muss!?
    Extrem assozial und keineswegs ein Held .
    • ursus3000 02.01.2020 08:31
      Highlight Highlight Er hat jedenfalls erfolgreich ein Unternehmen geführt , Opel hat mehr genommen , Milliardenverluste angehäuft und wurde nicht mal angeklagt ( ich weiss Misswirtschaft ist nicht strafbar)
    • Chrisbe 02.01.2020 08:39
      Highlight Highlight Na und? Gibt ihm das das Recht, sich schamlos zu bereichern? Wie gierig muss man sein um bei so einem Salär noch zu stehlen / betrügen?
      So Leuten wünsche ich eine Holzpritsche für etliche Jahre und keine Heldengeschichten, die da so gloreich inszeniert werden..
    • Der Rückbauer 02.01.2020 08:57
      Highlight Highlight Der Bär3000: Wer ist Opel? Meinst Du den Adam Opel, 1837 -1897?
      Ich glaube, die Autobranche ist generell versaut. Nur die grössten Sch...... überleben in den Teppichetagen. Das hat mit José Ignacio López de Arriortúa angefangen. Der hat bei der Adam Opel "gearbeitet".
      Uebrigens: Auf den Grossbanken herrschen heute ähnliche Zustände. Ospel war u.a. ein Pionier. Heute kann der nur noch maskiert an den Morgestraich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • redeye70 02.01.2020 07:53
    Highlight Highlight Dann hat der libanesische Geheimdienst resp. Staat diesen Mann «gerettet». Kein Wunder steht das Volk dort auf der Strasse. Wenn ein Libanese reich ist gehört er zur Mafia.
  • Cubitus25 02.01.2020 07:26
    Highlight Highlight Obwohl seine Flucht spektakulär ist, stellt sie praktisch ein Schuldeingeständnis dar. Japan ist ein Rechtsstaat, wo mit einem fairen Prozess gerechnet werden konnte. Bevor hier also seine Flucht glorifiziert wird, sollte man bedenken, dass ein Schwerkrimineller eher ins Gefängnis statt nach Hollywood gehört.
    • RandomNicknameGenerator 02.01.2020 08:26
      Highlight Highlight Japan ist sicherlich nicht vergleichbar mit den schlechtesten Justizsystemen der Welt - wirklich top ist es aber auch nicht.

      Kurz: wer angeklagt wird, wird auch verurteilt. So will es das Geselschaftsbild.
      Play Icon
    • Gigi,Gigi 02.01.2020 09:46
      Highlight Highlight Ob er als Schwerkrimineller bezeichnet werden darf, wird sich erst bei einem entsprechendem Urteil herausstellen
    • Dubio 02.01.2020 09:48
      Highlight Highlight Japans Verständnis von Recht weicht dem von uns stark ab. Sie link oben. Anderes Beispiel: In Japan werden Gefangene auch mal von den Wärtern verprügelt, das ist völlig normal und wird von keinem Gericht sanktioniert. Die Polizei „darf“ das. Menschenrechte werden da keine berücksichtigt. Ausserdem sind viele Japaner extrem rassistisch und sehen sich als allen anderen Menschen überlegen an. Als Ausländer in einem Japanischen Prozess hat man extrem schlechte Karten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Todesstern 02.01.2020 07:12
    Highlight Highlight Tja, Gier und Korruption werden Der Untergang unserer Zivilisation sein.
    • sealeane 02.01.2020 10:22
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt er inere michhunsere Zeit immer wieder an das römische reich gegen ende... in konsum und dekadenz vertieft.. kolosseum etc.... wenn man die Geschichte so liest hat man das gefühl das fast nur noch die sklaven arbeiteten. heute ist die westliche gesselschaft genau so in konsum vertieft, wie in eine droge. Und die moderne sklaverei findet einfach inanderen ländern zu hungerlöhnen und unter chrank machenden/tödlichen bedingungen statt. Und bei uns gibts dafür immer mehr bullshit jobsm
      Was wird uns wohl stürzen?
    • Todesstern 02.01.2020 23:01
      Highlight Highlight Tja sealeane, lassen wir uns doch einfach überraschen.
  • valve 02.01.2020 07:10
    Highlight Highlight Na soooo spektakulär ist die Flucht auch nicht. Das geht besser :) z.B. die Ballonflucht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ballonflucht
    • Schlange12 02.01.2020 08:11
      Highlight Highlight Die über den Strommast unter Spannung fabd ich auch recht heftig.
  • MaskedGaijin 02.01.2020 06:54
    Highlight Highlight "Seine Frau Carole kritisierte immer wieder die Haftbedingungen ihres Mannes und bat sogar Emmanuel
    Macron um Hilfe – erfolglos." 😢

    "Im Libanon soll Ghosn vom Präsidenten Michel Aoun feierlich empfangen worden sein." Gangster unter sich.
    • redeye70 02.01.2020 10:48
      Highlight Highlight Wie kommt die dazu Macron um Hilfe zu bitten? Was sind die Hintergründe? Das schreit nach journalistischer Ermittlung.
    • MaskedGaijin 02.01.2020 12:47
      Highlight Highlight Ghosn besitzt auch den französischen Pass. Zusätzlich zum libanesischen und brasilianischen.
    • redeye70 02.01.2020 18:57
      Highlight Highlight Ach darum. Alles klar, danke 👍🏻
  • Mr. Right 02.01.2020 06:47
    Highlight Highlight Ghosn ist von jener Sorte, die überall und nirgends Zuhause sind und von morgens bis abends jammern. Er ist auch von jenen, die sagen, sie müssten wegen ihrer grossen Verantwortung so excessive bezahlt werden. Wir haben in der Uhrenbranche auch so einen in der Schweiz.
    • Der Kritiker 02.01.2020 08:03
      Highlight Highlight In der Uhrenbranche? Ich hätte jetzt auf die Banken gezeigt, aber auf die Uhrenbranche?
    • memento 02.01.2020 08:33
      Highlight Highlight Wenn Sie den Hayek meinen, den habe ich Mal im Shopville mit Dennersack rumschleichen gesehen. Ein Thiam würde das sicher nicht machen...
    • ursus3000 02.01.2020 09:12
      Highlight Highlight @ memento nein der würde ein Detektivbüro undercover schicken damit niemand weiss dass sie für ihn ist
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Mindestens sieben Tote bei Erdbeben an iranisch-türkischer Grenze

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