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Atomstreit: UNO-Sicherheitsrat für «weitere Massnahmen» gegen Nordkorea



Nach der Verkündung des Tests einer Wasserstoffbombe durch Nordkorea verschärft der UNO-Sicherheitsrat sein Vorgehen gegen Pjöngjang.

Die 15 Mitgliedstaaten des mächtigsten UNO-Gremiums einigten sich bei einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch in New York darauf, «zusätzliche Massnahmen» zu ergreifen.

Die Arbeiten an einer entsprechenden Resolution sollen demnach umgehend beginnen. Der Sicherheitsrat verurteilte den Atomtest als «klare Bedrohung für Frieden und Sicherheit» in der Welt. Auch die Veto-Macht China, die mit Nordkorea verbündet ist, trug den Beschluss mit.

Sanktionsliste ausweiten

Uruguays UNO-Botschafter Elbio Rosselli, dessen Land in diesem Monat den Vorsitz des Sicherheitsrats innehat, liess offen, ob es sich bei den angedrohten Massnahmen um Sanktionen handeln werde. Aus Diplomatenkreisen hiess es aber, dass eine Ausweitung der Sanktionsliste für nordkoreanische Vertreter erwogen werde.

Nordkorea hatte am Mittwoch den «erfolgreichen» Test eine Wasserstoffbombe vermeldet. Damit gehöre Nordkorea ab sofort zum Kreis der Länder mit fortgeschrittener Kernwaffentechnik, verkündete ein Nachrichtensprecher im staatlichen Fernsehen. Neben den USA, der EU, Südkorea und Japan reagierten auch Russland und China empört. Auch die Schweiz verurteilte den nordkoreanischen Test klar.

Das international weitgehend isolierte Nordkorea hatte bereits in den Jahren 2006, 2009 und 2013 Atomwaffentests vorgenommen und damit jedes Mal internationale Empörung ausgelöst. Der UNO-Sicherheitsrat verschärfte nach jedem Test die Sanktionen gegen das kommunistische Land. (sda/afp)

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