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Südkorea dreht Nordkorea einen wichtigen Geldhahn zu und die Propaganda-Lautsprecher auf



Südkorea will sich nach dem nordkoreanischen Raketenstart aus dem von beiden Staaten betriebenen Industriepark Kaesong zurückziehen. Damit soll der Norden von einer wichtigen Geldquelle für seine Raketen- und Atomwaffenprogramme abgeschnitten werden.

Die Regierung in Pjöngjang sei bereits über das Vorhaben informiert, sagte der für die Wiedervereinigung zuständige Minister Hong Yong Pyo am Mittwoch.

124 südkoreanische Firmen

Der Industriepark liegt in Nordkorea an der Grenze zum Süden und ist eines der wenigen Projekte, in dem die beiden verfeindeten koreanischen Staaten zusammenarbeiten. 

FILE - This Sept. 25, 2013, file photo shows the Kaesong industrial complex, seen from the Dora Observation Post near the border village of Panmunjom, which has separated the two Koreas since the Korean War, in Paju, north of Seoul, South Korea. South Korea says it will halt operations at the joint industrial park with North Korea in response to North's recent rocket launch. (AP Photo/Lee Jin-man, File)

124 südkoreanische Firmen beschäftigen in dem Park fast 55'000 Nordkoreaner.
Bild: Lee Jin-man/AP/KEYSTONE

Für das verarmte Nordkorea ist Kaesong eine wichtige Einnahmequelle, allein im vergangenen Jahr flossen nach Angaben des Ministers umgerechnet ungefähr 100 Millionen Franken an Gehältern und Gebühren.

Nordkorea hatte am Sonntag die internationale Gemeinschaft mit dem Start einer Langstreckenrakete alarmiert. Das wird in Verbindung mit den Atomtests als weiterer Versuch Nordkoreas bewertet, atomar bestückbare Langstreckenraketen zu entwickeln, mit denen neben den Staaten der Region selbst Teile der USA bedroht werden können.

Propaganda-Beschallung intensiviert

Daraufhin verstärkte Südkorea die Propaganda-Beschallung des Nachbarlandes. Es seien weitere Lautsprecher an der Grenze aufgebaut worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit.

epa05152304 (FILE) A file picture released on 11 AUgust 2015 by the Defense Ministry shows South Korean soldiers installing loudspeakers at a unidentified site on the western front-line bordering North Korea to resume its anti-Pyongyang propaganda broadcasting. South Korea on 10 February 2016 announced it increaed its border propaganda broadcast  in response to Pyongyang's nuclear test and rocket launch.  EPA/YONHAP *** Local Caption *** 52142500

Südkorea baut an der Grenze weitere Lautsprecher auf.
Bild: YONHAP/EPA/KEYSTONE

Zudem werde der Norden länger als bisher mit lauter Musik, Nachrichten und Propaganda-Botschaften beschallt. Berichten zufolge erfolgt dies nun sechs Stunden pro Tag.

Südkorea hatte die Propaganda-Beschallung im Januar wieder aufgenommen, als Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest. Dieser wurde international ebenso verurteilt wie der Raketenstart am Sonntag. (whr/sda/reu/afp)

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