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North Korean leader Kim Jong Un listens as he meets with President Donald Trump Thursday, Feb. 28, 2019, in Hanoi. (AP Photo/Evan Vucci)

Bild: AP/AP

Kim kann's nicht lassen: Nordkorea testet neuartige Lenkwaffe



Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben von Staatsmedien dem Test einer neuen «taktischen Lenkwaffe» beigewohnt. Die Waffe könne einen «mächtigen Sprengkopf» transportieren, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag.

Nähere Angaben zur Waffe machte die Agentur nicht. Kim, der auch oberster Militärbefehlshaber ist, sagte demnach aber zur Entwicklung der Waffe, sie sei «von sehr grosser Bedeutung, um die Kampfkraft der Volksarmee zu vergrössern». Abgefeuert wurde die Lenkwaffe laut KCNA am Mittwoch von einer Militärakademie.

Eine unabhängige Bestätigung für den Test gab es zunächst nicht. Es wäre der erste bekannt gewordene Waffentest des abgeschotteten Landes unter den Augen Kims seit November, als von der Erprobung einer neu entwickelten High-Tech-Waffe die Rede gewesen war.

Nordkorea steht wegen seiner Atomwaffen- und Raketentests in den vergangenen Jahren unter besonderer Beobachtung der internationalen Gemeinschaft. Im April 2018 verkündete die kommunistische Führung in Pjöngjang einen Stopp der Atombombenversuche und Tests von Interkontinentalraketen. Dadurch haben sich die Spannungen in der Region und auch im Verhältnis zu den USA deutlich verringert.

Kurze Reaktion aus Washington

Den Berichten zufolge wurde der jüngste Waffentest am Mittwoch in Anwesenheit von Kim von der Akademie für Verteidigungswissenschaft durchgeführt. Aus dem US-Verteidigungsministerium hiess es zunächst nur, die Berichte seien zur Kenntnis genommen worden. In Südkorea wurde spekuliert, eventuell sei ein Marschflugkörper erprobt worden.

Der jüngste Test erfolgte in einer Zeit grösserer Unsicherheit nach dem gescheiterten zweiten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump Ende Februar in Vietnam. Beide Seiten konnten sich nicht einigen in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas. Pjöngjang verlangte die Aufhebung eines Grossteils der Sanktionen.

Nordkoreas Machthaber hatte sich zuletzt grundsätzlich zu einem dritten Gipfel mit Trump bereiterklärt. Doch setzte er den USA eine Frist bis zum Ende dieses Jahres. Bis dahin solle Washington einen für beide Seiten akzeptablen Lösungsvorschlag vorlegen, hiess es. (sda/afp/ap/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Aithria 18.04.2019 12:00
    Highlight Highlight Es gibt eine Nation auf der Welt, die an Krieg am meisten Geld verdient. Krieg gibts, wenn es Feinde gibt, die man bekriegen kann, deshalb braucht diese Nation Feinde. Kein einziger Feind darf aber zu einer wirklichen Bedrohung werden, sonst ist der Krieg dann nicht mehr lustig. Daher dürfen die Feinde auch keine bedrohlichen Waffen haben... Oder?
    • Aithria 18.04.2019 18:23
      Highlight Highlight Die Frage die zu stellen ist, welchem Staat fügt der Krieg Schaden zu? Demjenigen der aus purer militärischer Überlegenheit auf der ganzen Welt seinem Willen durchsetzen kann oder der andere?

      Sie sagen, Ersterer. Dann möchte ich Sie fragen, warum er dennoch zum Kriege treibt, wenn die Nachteile, nach Ihnen, überwiegen. Womöglich eine moralische Verpflichtung, als der Gute gegen das Schlechte vorzugehen, etwa um den Frieden auf der Welt zu sichern?

      Dann werde ich fragen, obwohl nicht klar ist, wie es anders wäre, ob wir seitdem in einer friedlicheren Welt leben - für mich nicht. Für Sie?

  • Aithria 18.04.2019 11:55
    Highlight Highlight Ja, wieso eigentlich formulieren Sie des Artikels Titel tendentiös? Der Koreaner muss einem ja nicht symphatisch sein, aber ihn als alleinigen Weltschreck hinzustellen ist auch nicht anstänsig. Wieso kann man sich nicht gestatten, als News-Portal auch die Rolle der eigenen Partei mit in den Blick zu nehmen? Wieso kommen die Regierungen von Russland, Nordkorea, China (nur ganz leise ausgesprochen), Libyen, Iran, Syrien, Venezuela, Nicaragua etc in der Berichtserstattung alle durchwegs schlecht weg, wenn ein Gegensatz aufkommt zu 'uns', dem 'demokratisch-freiheitlichen Westen'?
  • Nik G. 18.04.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich dachte Trump hätte dies geklärt und die Welt um Nordkorea Atomwaffen frei gemacht.....
    Ah nein das war ja nur eine Phrase. Vielleicht beim 3 Treffen? Noooot
  • «Shippi» 18.04.2019 08:41
    Highlight Highlight Können diese Raketenwissenschaftler nicht einmal eine Rakete so programmieren, dass sie in Kims Allerwertesten landet? 🤔
    • Walter Sahli 18.04.2019 11:48
      Highlight Highlight Ich vermute, Kim ist weniger das Problem als die Militärs um ihn rum.
  • Halb Wissen 18.04.2019 06:11
    Highlight Highlight Diese pösen Nordkoreaner, die in verschiedenen Teilen der Welt Krieg führen und dann die Bevölkerung alleine lässt. Die Koreaner die helfen Ausländische Machthaber zu stürtzen. Die Koreaner die Waffen in Kriegsgebiete verkaufen...

    Ohh warte ...
    • Walter Sahli 18.04.2019 11:51
      Highlight Highlight Sobald Nordkorea die Grenzen öffnet, wird der Tenor im Westen über Nacht ganz anders klingen. Dann wird es plötzlich überhaupt keinen Grund mehr geben, aus Nordkorea zu fliehen und diejenigen, die es doch tun, werden abschätzig Wirtschaftsflüchtlinge genannt werden.
    • Halb Wissen 18.04.2019 16:47
      Highlight Highlight Ich hege keine Sympathien für Nordkorea.
      Ich möchte das ein paar Leute die Augen vor idealisierten Feindbildern öffnen.
  • walsi 18.04.2019 05:32
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand erklären weshalb es ein Problem ist, wenn Nordkorea Lenkwaffen testet, es aber keines ist wenn das die USA machen? Gegen wie viele Länder hat Nordkorea in den letzten 30 Jahren Krieg geführt und gegen wie viele Länder haben die USA in dieser Zeit Krieg geführt?
    • rodolofo 18.04.2019 08:16
      Highlight Highlight Gegen Südkorea.
      Die USA gegen Südamerika und gegen die "Südliche Welt"...
    • Sir Affe 18.04.2019 11:10
      Highlight Highlight @wals
      Weil es sich um eine unberechenbare und brutale Diktatur handelt? Weil gerne mal Spannungen mit anderen Ländern provoziert werden um von inneren Problemen abzulenken? Weil der Diktator, sollte er untergehen, wohlmöglich noch andere Länder mitreissen würde?
      Abgesehen davon, nur weil sich die USA daneben benehmen entschuldigt das noch lange nicht das Vorgehen von Nordkorea. "Der Andere hat angefangen" zieht schon bei Kleinkindern nicht.
      Was mich beunruhigt sind vor allem die Sympathien für eine Diktatur, welche manche Leute hier an den Tag legen.
    • walsi 18.04.2019 12:00
      Highlight Highlight @Sir Affe: Alles was du da beschreibst machen die USA immer wieder. Dennoch gibt es keine Sanktionen gegen die USA.
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