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US-Student in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt



FILE - In this Feb. 29, 2016, file photo, American student Otto Warmbier speaks as he is presented to reporters in Pyongyang, North Korea. North Korea's highest court on Wednesday, March 16, 2016, sentenced Warmbier, who allegedly attempted to steal a propaganda banner from a restricted area of his hotel, to 15 years of hard labor in prison. (AP Photo/Kim Kwang Hyon, File)

Otto Frederick Warmbier bei einer Pressekonferenz in Pjöngjang. 
Bild: Kim Kwang Hyon/AP/KEYSTONE

Ein wegen «feindlicher Aktivitäten» in Nordkorea festgenommener US-Student ist zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Dies habe der Oberste Gerichtshof Nordkoreas entschieden, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch.

Der 21-jährige Otto Frederick Warmbier von der Universität Virginia hatte sich nach nordkoreanischen Angaben zum Diebstahl von Propagandamaterial bekannt. Laut nordkoreanischen Staatsmedien gab Warmbier zu, eine politische Botschaft aus einem Mitarbeiterbereich seines Hotels in Pjöngjang entwendet zu haben.

Demnach hatte ihn die Mutter eines Freunds, eine Methodistin, um «eine Trophäe» gebeten. Sie habe ihm ein Auto im Wert von 10'000 Dollar oder für den Fall seiner Festnahme 200'000 Dollar für seine Familie versprochen.

Der junge Mann war den nordkoreanischen Angaben zufolge mit einem Touristenvisum eingereist, um die «Fundamente der Einheit» des Landes zu erschüttern. Dabei habe der Student «unter der Anleitung der US-Regierung» gehandelt.

In Nordkorea wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Ausländer festgenommen, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt und dann nach Gegenleistungen ausländischer Regierungen freigelassen. Häufig versucht Pjöngjang, die Gefangenen als Faustpfand in Verhandlungen einzusetzen. (wst/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 16.03.2016 11:31
    Highlight Highlight Auch F. Warmbier wird mit etwas Glück bald wieder in den USA sein, aufgrund einer Vereinbarung und durch den Austausch einer mittelgrossen Gegenleistung. Kritisch könnte es aber dennoch werden, weil die USA einen Austausch möglichst geheim abgewickelt haben wollen, Nordkorea hingegen seinen Erzfeind öffentlich vorführen will.
  • Denk-mal 16.03.2016 09:51
    Highlight Highlight Drehen wir den Fall auf die Schweiz um, wir müssten x -tausende Gefängnisse bauen.
  • Kengru 16.03.2016 05:59
    Highlight Highlight (otto frederick) !!Warmbier!! hahahaha :"D
    also das ermöglicht mir einen guten morgen

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