DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04775014 Relatives of the victims of an attack on a passenger bus in Mastung area, march towards the office Provincial Chief Minister Abdul Malik Baloch as refuse to bury the bodies in Quetta, the provincial capital of restive Balochistan province, Pakistan, 30 May 2015. At least 19 passengers were killed when unknown gunmen stopped two passenger buses in Mastung, restive Balochistan province. The motive of the killings was not cleared however Balochistan is Pakistan's largest but most sparsely populated province, where a sustained low-level insurgency continues against the Pakistani Government in a bid to gain greater political autonomy and a larger share in profits from natural resources exploited in the area.  EPA/JAMAL TARAQAI

15 bis 20 Bewaffnete sollen die Busse gestoppt und unzählige Passagiere getötet haben. Bild: JAMAL TARAQAI/EPA/KEYSTONE

21 Passagiere bei Attacken auf Busse in Pakistan getötet, weitere werden als Geiseln genommen



Bei einem Überfall auf zwei Busse im Südwesten Pakistans sind nach jüngsten Angaben mindestens 21 Fahrgäste erschossen worden. Die bewaffneten Angreifer zwangen die Fahrer am Freitagabend zum Anhalten und brachten mehr als zwei Dutzend Passagiere in ihre Gewalt. 

epa04775013 Relatives of the victims of an attack on a passenger bus in Mastung area, protest outside the office Provincial Chief Minister Abdul Malik Baloch as refuse to bury the bodies in Quetta, the provincial capital of restive Balochistan province, Pakistan, 30 May 2015. At least 19 passengers were killed when unknown gunmen stopped two passenger buses in Mastung, restive Balochistan province. The motive of the killings was not cleared however Balochistan is Pakistan's largest but most sparsely populated province, where a sustained low-level insurgency continues against the Pakistani Government in a bid to gain greater political autonomy and a larger share in profits from natural resources exploited in the area.  EPA/JAMAL TARAQAI

Angehörige der Opfer protestieren vor dem Sitz der Provinzregierung Balutschistan gegen die in ihren Augen untätigen Behörden. Bild: JAMAL TARAQAI/EPA/KEYSTONE

Sicherheitskräfte hätten sich anschliessend einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert und fünf Passagiere befreit, teilten Behördenvertreter in der Provinz Belutschistan mit. Die Busse waren den Angaben zufolge auf dem Weg in die südpakistanische Hafenstadt Karachi, als sie im Bezirk Mastung südlich der Stadt Quetta angehalten wurden. Zunächst waren die Behörden von 19 Opfern ausgegangen. 

Ein Passagier erlag jedoch in der Nacht seinen Verletzungen. Später wurde ausserdem eine weitere Leiche am Tatort entdeckt, wie die Bezirksverwaltung von Mastung am Samstag mitteilte. 

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Der Innenminister von Belutschistan, Sarfaraz Bugti, sagte der Nachrichtenagentur AFP, an dem Überfall seien 15 bis 20 Bewaffnete beteiligt gewesen. «Zwei Terroristen wurden getötet», sagte Bugti am Samstag. Ihre mutmasslichen Komplizen seien auf der Flucht. Es sei eine Grossfahndung mit 500 Einsatzkräften und vier Helikoptern eingeleitet worden. 

Angehörige protestieren

In Quetta versammelten sich etwa 800 Angehörige der Opfer vor der Residenz des Regierungschefs von Belutschistan, wie ein Reporter von AFP berichtete. Sie beendeten ihre knapp zehnstündige Protestaktion erst, als ihnen zugesichert wurde, dass die Täter gefasst würden und die Familien der Businsassen eine Entschädigung erhielten. 

In der an Afghanistan angrenzenden Provinz Belutschistan kämpfen bewaffnete Gruppen für mehr Autonomie. Ausserdem verüben dort immer wieder islamistische Aufständische Gewalttaten. Die grösste Provinz Pakistans ist reich an Bodenschätzen. Ihre sieben Millionen Einwohner werfen der Zentralregierung seit langem vor, um ihren Anteil am Reichtum betrogen zu werden. (viw/sda/afp) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kampf gegen Waffen-Exporte nimmt Fahrt auf – das musst du wissen

Eine Petition kämpft gegen eine Lockerung der Regeln für Waffenexporte. Gleichzeitig hat die GSoA die Unterschriften für ihre Kriegsmaterial-Initiative beisammen. Warum derzeit so hitzig über das Thema gestritten wird – die wichtigsten Fragen und Antworten. 

Sollen Schweizer Waffenfirmen gepanzerte Fahrzeuge in die Türkei liefern dürfen? Nein, findet die Organisation Campax und hat deshalb am Dienstag eine Petition gegen die Lockerung der Exportgesetzgebung für Kriegsmaterial eingereicht. «Aus humanitärer Sicht ist die einzig akzeptable Veränderung der heutigen Exportpraxis keine Lockerung, sondern eine Verschärfung», schreibt Campax in einer Mitteilung.

Doch auch die Schweizer Rüstungsfirmen sind nicht untätig. Diese gelangten im letzten Herbst …

Artikel lesen
Link zum Artikel