International
Pakistan

Millionen Pakistaner nach Flutkatastrophe noch ohne sauberes Trinkwasser

Millionen Pakistaner nach Flutkatastrophe immer noch ohne sauberes Trinkwasser

Rund sechs Monate nach der Flutkatastrophe in Pakistan haben Millionen Menschen in den betroffenen Gebieten noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das teilte die Hilfsorganisation Unicef am Dienstag mit.
21.03.2023, 02:1921.03.2023, 02:19

Mehr als fünf Millionen Menschen müssen dem Bericht zufolge seit dem Hochwasser im vergangenen Sommer verschmutztes Wasser trinken.

A woman prepares bread locally called 'Roti' for her family in a relief camp, in Qambar Shahdadkot, a flood-hit district of Sindh province, Pakistan, Oct. 25, 2022. At the height of the floo ...
Noch immer leben viele Menschen in Notunterkünften im betroffenen Gebiet.Bild: keystone

Das trage massgeblich zu einer Unterernährung von Kindern bei, nicht zuletzt weil Infektionskrankheiten wie Durchfall die Aufnahme wichtiger Nährstoffe verhinderten. «Sicheres Trinkwasser ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht», sagte der Unicef-Landesvertreter für Pakistan, Abdullah Fadil. In den betroffenen Gebieten habe das Wasser jedoch einen grossen Teil der Infrastruktur für die Wasserversorgung zerstört.

Im vergangenen Sommer litt Pakistan unter den schlimmsten je aufgezeichneten Fluten seiner Geschichte. Knapp 1700 Menschen starben. Zwischenzeitlich stand ein Drittel des Landes unter Wasser. Experten machen den Klimawandel für die Zunahme von Extremwettern in Pakistan verantwortlich. Bei der Anpassung an den Klimawandel ist das südasiatische Land auf internationale Hilfe angewiesen.

In den am schlimmsten betroffenen Gebieten ist das Wasser bis heute nicht ganz zurückgegangen. Viele Menschen leben noch immer in Notunterkünften. Zudem bleiben fehlende Sanitäranlagen ein Problem. In dem verschmutzen Wasser breiten sich Krankheiten wie Durchfall, Malaria oder Cholera aus. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
«Die Schweiz könnte sehr viel zur Sicherheit des Westens beitragen»
Wie sollten die Europäer auf Trumps aggressive Politik reagieren? Brendan Simms empfiehlt ihnen, zusammenzurücken. Ausserdem erklärt der Historiker, warum die Gefahr auf dem Kontinent durch ein Ende des Ukraine-Kriegs sogar noch grösser werden könnte.
Herr Simms, sind Sie von Donald Trumps bisheriger zweiter Amtszeit überrascht? In der ersten rühmte er sich, keine Kriege begonnen zu haben; nun intervenierte er in Venezuela und drohte selbst NATO-Verbündeten mit Gewalt.
Brendan Simms: Ich bin überrascht und auch wieder nicht. Trump war nie ein Isolationist. In seiner ersten Amtszeit hat er oder zumindest seine Regierung Europas Position gegenüber Russland gestärkt, im Sinne einer verstärkten Abschreckung durch die NATO. Und er hat eine harte Linie gegenüber China verfolgt. Dieses unilaterale Element hat sich nun eher noch verstärkt, verbunden mit einem dominanten Bild von der Rolle Amerikas auf der Welt. Überrascht hat mich seine Politik hinsichtlich Grönlands und Kanadas. Dass er Grönland übernehmen wolle, sagte er zwar auch schon in seiner ersten Amtszeit, aber eine grosse Rolle spielte das Thema noch nicht. Wie er nun mit Kanada umgeht, hat wohl keiner vorhergesehen.
Zur Story