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epa04949982 Audience members listen to Pope Francis (not pictured) as he celebrates Mass at Madison Square Garden in New York, New York, USA, 25 September 2015. Pope Francis is on a five-day trip to the USA, which includes stops in Washington DC, New York and Philadelphia, after a three-day stay in Cuba. Pope Francis added the Cuba visit after helping broker a historic rapprochement between Washington and Havana that ended a diplomatic freeze of more than 50 years.  EPA/PETER FOLEY

Bild: PETER FOLEY/EPA/KEYSTONE

Wo sonst Rockstars auftreten: Der Papst feiert eine Messe im Madison Square Garden – und wird auch gefeiert wie ein Star



Papst Franziskus hat zum Abschluss seines Besuchs in New York eine Messe vor tausenden Gläubigen gehalten. Rund 20'000 Menschen verfolgten im Madison Square Garden, wo ansonsten Konzerte und Eishockeyspiele stattfinden, die Predigt des katholischen Kirchenoberhaupts.

Der Papst lobte in seiner Predigt die Vielfalt in den Grossstädten, mahnte aber zugleich an, die Ausgegrenzten nicht zu vergessen. Diese würden oft wie Bürger zweiter Klasse behandelt. Für Ausländer, Kinder ohne Schulbildung, Obdachlose oder alte Menschen sei das Leben in der Grossstadt nicht immer einfach. Franziskus appellierte an die New Yorker, auf diese Menschen zuzugehen.

Unter dem Jubel der Menschen fuhr der Papst einige Runden durch die Halle und winkte in die Menge.

Jubel in Central Park

Zuvor hatten zehntausende Menschen dem Papst bei einer Prozession im New Yorker Central Park zugejubelt. Die kostenlosen Eintrittskarten für das Ereignis waren im Internet verlost worden. Die Menge schwenkte weiss-gelbe Vatikan-Flaggen, einige Gläubige trugen T-Shirts mit der Aufschrift «I love Pope Francis» (Ich liebe Papst Franziskus).

«Das ist der Papst des Volkes. Er erreicht jeden», sagte Indira Fraser, die vor 30 Jahren aus Guyana in die Vereinigten Staaten ausgewandert war. Marilyn Ballie aus dem New Yorker Stadtteil Queens sagte, sie sei sehr aufgeregt, Franziskus zu sehen. «Ich hoffe, dass er Veränderungen bewirkt und ihn die Kirche dabei unterstützt», fügte sie hinzu.

Auf ein Selfie mit dem Pontifex

Am Ground Zero, dem Ort der Terroranschläge vom 11. September 2001, gedachte der Papst davor der Opfer. Er rief zu einem friedlichen Zusammenleben aller Religionen und Kulturen auf, traf Angehörige von Opfern und betete mit Vertretern verschiedener Religionen.

Zudem statte er auch einer Schule im New Yorker Problemviertel East Harlem besucht. Die Schüler, mehrheitlich Afroamerikaner und Kinder lateinamerikanischer Einwanderer, streckten ihre Hände nach Franziskus aus. Einige schafften es, ein Selfie mit dem 78-jährigen Kirchenoberhaupt aufzunehmen. «Heiliger Vater, wir lieben Dich», sangen die Schüler.

Franziskus zitierte in einer kurzen Ansprache den schwarzen US-Bürgerrechtler Martin Luther King. «Er hat einmal gesagt: Ich habe einen Traum», sagte der Papst. «Sein Traum war, dass viele Kinder wie ihr Zugang zu Bildung haben können. Er träumte, dass viele Jungen und Mädchen wie ihr die Köpfe in Würde hochhalten können.»

Letzte Station Philadelphia

Der Papst war am Dienstag zu seinem ersten Besuch in den USA eingetroffen, am Mittwoch wurde er von Präsident Barack Obama mit militärischen Ehren im Weissen Haus empfangen.

Am Donnerstag hielt Franziskus als erstes katholisches Kirchenoberhaupt eine Rede vor dem US-Kongress, am Freitag sprach er vor der UNO-Vollversammlung. Letzte Station der Papst-Reise ist am Samstag und Sonntag das Weltfamilientreffen in Philadelphia. (egg/sda/afp)

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