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Leo XIV. fordert mehr Gerechtigkeit bei Besuch in Monaco

Leo XIV. fordert mehr Gerechtigkeit bei Besuch in Monaco

28.03.2026, 16:3128.03.2026, 16:31
Pope Leo XIV delivers his homily during a mass at Stade Louis II in Fontvieille, Monaco, Saturday, March 28, 2026. (AP Photo/Laurent Cipriani)
Leo XIV
Papst Leo XIV. hält Messe im Fürstentum Monaco.Bild: keystone

Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch im Fürstentum Monaco eine «wachsende Kluft zwischen Arm und Reich» angeprangert. In seiner vom Balkon des Fürstenpalasts vor Albert II. und den wichtigsten Vertretern des Fürstentums gehaltener Rede sprach der Papst von ungerechten Machtverhältnissen und Strukturen der Sünde, «welche Abgründe zwischen Arm und Reich, zwischen Privilegierten und Ausgeschlossenen, zwischen Freunden und Feinden aufreissen». Der Papst forderte eine Neuverteilung, damit das Leben aller besser werde.

«Hier zu leben stellt für einige ein Privileg dar und für alle eine besondere Aufforderung, sich nach dem eigenen Platz in der Welt zu fragen», sagte der Papst. «Das Geschenk der Kleinheit und ein lebendiges geistliches Erbe verpflichten Ihren Wohlstand zum Dienst an Recht und Gerechtigkeit, besonders in einem Moment der Geschichte, in dem die Zurschaustellung von Macht und die Logik des Machtmissbrauchs der Welt Schaden zufügen und den Frieden gefährden», sagte Leo XIV. in Anspielung auf die aktuellen globalen Krisen.

Der Tagesausflug in den Kleinstaat zwischen Italien und Frankreich am Mittelmeer ist die zweite Auslandsreise des seit Mai vergangenen Jahres amtierenden Oberhauptes der katholischen Kirche. Auf dem Programm stehen dort etwa ein Treffen mit Fürst Albert II. sowie eine Messe im Fussballstadion Louis II., der Heimspielstätte des AS Monaco. Gegen 17.45 Uhr fliegt Leo per Hubschrauber zurück in den Vatikan.

Der Katholizismus ist in Monaco als Staatsreligion in der Verfassung verankert. Mehr als 80 Prozent der etwa 38'000 Einwohner des Kleinstaates sind nach Angaben des Vatikans katholisch. (sda/dpa)

Video: watson/Amber Vetter
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