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Papst empfängt italienische Opferfamilien von Crans-Montana

Papst empfängt italienische Opferfamilien von Crans-Montana

15.01.2026, 14:4115.01.2026, 14:41

Papst Leo XIV. hat am Donnerstagmittag Familienangehörige der italienischen Opfer des Brandes von Crans-Montana VS im Vatikan empfangen. «Ich bin sehr gerührt, Sie zu treffen», sagte der Papst laut der italienischen Nachrichtenagentur Askanews.

epa12650888 A handout picture provided by the Vatican Media shows Pope Leo XIV during a meeting with the families of the young people who died in the Crans-Montana fire, in Vatican City, 15 January 20 ...
Papst Leo mit der Familie eines Opfers.Bild: keystone

Leo XIV. traf die Eltern der sechs jungen Italiener, die bei dem Brand ums Leben gekommen waren, im Apostolischen Palast im streng privaten Rahmen. Auch Angehörige der zwölf italienischen Verletzten beim Brand waren anwesend.

Der Papst bezeichnete den Brand als «Katastrophe von extremer Gewalt». «Ich bin sehr bewegt, Sie zu treffen», sagte der Pontifex, an die Angehörigen der Opfer gewandt, in seiner Ansprache. Dabei äusserte er den Wunsch, den Eltern der sechs Jugendlichen in einem Moment der schweren Prüfung Beistand zu leisten.

Papst wollte «Moment des Schmerzes» teilen

«Ich wollte die Gelegenheit haben, diesen Moment des Schmerzes und der Trauer mit Ihnen zu teilen», erklärte der Papst. Er habe sofort zugestimmt, als er von der Bitte um eine Audienz erfuhr. «Eine Ihrer liebsten und wichtigsten Personen hat ihr Leben bei einer Katastrophe von extremer Gewalt verloren oder liegt nach einem schweren Brand, der die ganze Welt erschüttert hat, über einen längeren Zeitraum im Krankenhaus, mit Verletzungen, die den Körper entstellt haben», sagte Leo XIV. an die versammelten Angehörigen gerichtet.

Der Papst betonte, dass das Unglück «im unerwartetsten Moment» geschehen sei, an einem Tag, an dem alle Freude und Feierlichkeiten zum Austausch von Glückwünschen erlebt hätten. Angesichts dieser Ereignisse stellte er die Frage nach dem Sinn und der Hoffnung.

«Ich kann Ihnen, liebe Brüder und Schwestern, nicht erklären, warum es Ihnen und Ihren Angehörigen zugemutet wurde, eine solche Prüfung zu bestehen. Die menschliche Zuneigung und die Worte des Mitgefühls, die ich Ihnen heute entgegenbringe, erscheinen mir sehr begrenzt und machtlos», so der Papst.

Treffen mit Ministerpräsidentin Meloni

Die Angehörigen der Opfer wurden nach dem Treffen mit dem Papst auch von der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni empfangen. Die italienische Regierung erklärte bereits, als Zivilkläger bei einem Prozess im Zusammenhang mit dem Brand teilnehmen zu wollen. Aussenminister Antonio Tajani forderte von den Schweizer Justizbehörden tiefgreifende Ermittlungen und Klarheit zu den Ursachen des Brandes.

epa12637986 Italian Prime Minister Giorgia Meloni gestures as she holds her end-of-year press conference, in Rome, Italy, 09 January 2026. Though traditionally an end-of-year review, the conference ha ...
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni.Bild: keystone

Das Treffen dient dazu, eine gemeinsame Linie in der Rechtslage sowohl in der Schweiz als auch in Italien zu koordinieren und mögliche Massnahmen zu evaluieren.

Beim Brand in Crans-Montana kamen in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben, und 116 wurden teils schwer verletzt. Bei den sechs italienischen Toten handelt es sich um vier junge Männer und zwei Mädchen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren.

Zwölf verletzte Italiener werden derzeit im Mailänder Krankenhaus «Niguarda» wegen der schweren Brandwunden behandelt, die sie sich in Crans-Montana zugezogen haben. Zwei von ihnen sind noch in Lebensgefahr, wie die lombardischen Gesundheitsbehörden mitteilten. (dab/sda/apa/ask)

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