International
People-News

Boris Becker aus britischer Haft entlassen

People-News

Boris Becker aus britischer Haft entlassen – Abschiebung nach Deutschland steht bevor

15.12.2022, 12:2715.12.2022, 12:27

Nach mehr als sieben Monaten in britischer Haft ist der ehemalige Tennis-Star Boris Becker wieder in Freiheit. Der Deutsche sei aus dem Gefängnis entlassen worden und werde aus Grossbritannien abgeschoben, meldete die britische Nachrichtenagentur PA am Donnerstag. Es wurde damit gerechnet, dass Becker umgehend nach seiner Entlassung nach Deutschland ausgeflogen wird.

ARCHIV - Boris Becker, ehemaliger Tennis-Profi, ist Gast der Veranstaltungsreihe "Anhalt Sport trifft Legenden". Am 22.10.2020 muss sich Becker vor dem Southwark Crown Court in London gegen  ...
Becker vor seiner Haftstrafe im Jahr 2020.Bild: sda

Der Rest seiner Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verfällt. Der 55-Jährige darf aber wohl frühestens in seine Wahlheimat Grossbritannien zurückkehren, wenn seine eigentliche Strafe abgelaufen ist. Der aus Leimen in Baden-Württemberg stammende Becker lebt seit Jahren in London, besitzt aber nicht die britische Staatsbürgerschaft.

Nach britischem Recht können Häftlinge eigentlich erst auf Bewährung entlassen werden, wenn sie mindestens die Hälfte ihrer Gefängnisstrafe verbüsst haben. Bei Becker wären das 15 Monate, Stichtag also der 29. Juli 2023. Allerdings profitierte der frühere Ausnahmesportler von einem speziellen Entlassungs- und Abschiebungsprogramm. Dafür kommt jeder ausländische Häftling in Frage, «der bis zu zwölf Monate vor dem frühesten Entlassungszeitpunkt aus dem Gefängnis entlassen und abgeschoben werden kann».

Der dreifache Wimbledon-Sieger war am 29. April in London verurteilt worden, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte. Becker war 2017 gerichtlich für zahlungsunfähig erklärt worden. Daraufhin musste er den Insolvenzverwaltern sein Vermögen offenlegen - dabei liess er aber nach Ansicht des Gerichts wichtige Teile aus. Er sass zuletzt im Huntercombe-Gefängnis westlich der britischen Hauptstadt ein. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Beinahe-Unfall – warum Tauchbojen lebenswichtig sind
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Russischer General prahlt mit Folter an Gefangenen
Folterungen an ukrainischen Soldaten sind für einen russischen Kommandanten offenbar kein Problem. Er prahlte in Chats, die jetzt öffentlich wurden.
Ein russischer General soll seiner Frau gegenüber mit Stolz berichtet haben, wie ukrainische Soldaten gefoltert wurden. Roman Demurchiew ist Generalmajor der russischen Armee und derzeit stellvertretender Kommandeur der 20. Kombinierten Waffenarmee. Der russischsprachige Dienst des unabhängigen Medienportals Radio Free Europe (RFE) hat Einblick in die Korrespondenz des Offiziers zwischen 2022 und 2024 erhalten und diese auf Authentizität überprüft. Die mehreren Gigabyte an Chats und Audionachrichten wurden von einer Quelle in der ukrainischen Armee übermittelt.
Zur Story