Polens Luftwaffe fängt erneut russischen Aufklärer ab
Kampfjets der polnischen Luftwaffe haben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen.
Die Maschine vom Typ Iljuschin IL-20 sei am Freitag von zwei polnischen Kampfjets vom Typ MiG-29 eskortiert worden, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Dazu postete es eine Aufnahme von der Maschine über dem Meer.
W piątek, 13 marca 2026 roku para dyżurna myśliwców MiG-29 ✈️ Sił Powietrznych 🇵🇱 dokonała skutecznego przechwycenia, identyfikacji wizualnej oraz eskortowania z rejonu odpowiedzialności samolotu Federacji Rosyjskiej, który wykonywał lot nad Morzem Bałtyckim.
— Dowództwo Operacyjne RSZ (@DowOperSZ) March 16, 2026
Polskie myśliwce… pic.twitter.com/c0pSS7bctr
In der Mitteilung hiess es weiter, der russische Aufklärer sei in internationalem Luftraum ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder unterwegs gewesen. Die polnischen Piloten hätten das fremde Flugzeug abgefangen, identifiziert und bis zum Verlassen ihres Zuständigkeitsbereichs eskortiert. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Den Angaben zufolge war dies bereits der neunte derartige Vorfall seit Jahresbeginn.
Abfangen in der Luft
Nach Angaben der deutschen Luftwaffe spricht man von einem Abfangen in der Luft, wenn Kampfjets in die Nähe eines fremden Flugzeugs fliegen, das sich auffällig verhält. Die Kampfjet-Piloten halten Sichtkontakt und machen bestimmte Gesten.
Es kommt dabei nicht zum Abdrängen oder zu gefährlichen Manövern. Die Alarmrotte (Quick Reaction Alert, QRA) eines Nato-Landes kann bereits dann aufsteigen, wenn sich ein fremdes Flugzeug dem Luftraum nähert und dabei gegen übliches Verhalten verstösst. (sda/dpa)
