International
Russland

Polens Regierungschef: Zerstörte Drohnen sind aus Russland

epa12325880 Polish Prime Minister Donald Tusk participates in a meeting of the Cabinet Council with the participation of the Polish president and members of the Polish government at the Presidential P ...
Die im Luftraum über Polen abgeschossenen Drohnen stammen nach Angaben der polnischen Regierung aus Russland.Bild: keystone

Polens Regierungschef bestätigt: Zerstörte Drohnen sind aus Russland

10.09.2025, 08:5710.09.2025, 09:39

Die im Luftraum über Polen abgeschossenen Drohnen stammen nach polnischen Regierungsangaben aus Russland.

«Dies ist der erste Fall, in dem russische Drohnen über dem Gebiet eines Nato-Staates abgeschossen wurden, weshalb alle unsere Verbündeten die Situation sehr ernst nehmen», sagte Ministerpräsident Donald Tusk nach einer Krisensitzung der Regierung. Er sei im ständigen Kontakt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und den anderen Bündnispartnern. «Wir haben es höchstwahrscheinlich mit einer Provokation im grossen Massstab zu tun.»

Tusk sagte weiter, bei der nächtlichen Abschussaktion sei niemand verletzt worden. Die Suche nach den Trümmern der Drohnen laufe weiter. Der Regierungschef appellierte an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren, nicht in Panik auszubrechen oder auf russische Desinformationskampagne hereinzufallen.

Polens Armee spricht von mehr als einem Dutzend Drohnen

In der Nacht auf Mittwoch hatte - inmitten einer russischen Angriffswelle auf die Ukraine - eine grössere Zahl von Drohnen den polnischen Luftraum verletzt. Das Oberkommando der Armee sprach von «mehr als einem Dutzend».

Aus der Nato heisst es, in Polen seien mehr als zehn Objekte vom Radar erfasst worden. Nach Angaben von Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz haben daraufhin aufgestiegene Kampfjets ihre Waffen gegen die feindlichen Objekte eingesetzt. Von der Armee hiess es, mehrere Drohnen seien zerstört worden. Eine Nato-Sprecherin bestätigte, dass bei der Abwehr der Drohnen neben polnischen auch Nato-Luftverteidigungskräfte zum Einsatz kamen.

Mehrere Flughäfen wurden zeitweise geschlossen, darunter auch der internationale Flughafen Warschau-Chopin sowie die Airports in Lublin und Rzeszow im Osten des Landes. Der Flughafen Warschau-Chopin nahm mittlerweile den Betrieb wieder auf. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
UN-Resolution über Sklaverei: 3 Länder stimmen dagegen, Schweiz enthält sich
Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel als «schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit» eingestuft. Während sich Europa mehrheitlich enthielt, stimmten drei Länder dagegen.
123 Staaten stimmten in der UN-Generalversammlung für eine von Ghana eingebrachte Resolution. Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Die Schweiz und 51 weitere Länder enthielten sich, wie aus dem von der Uno veröffentlichten Abstimmungsresultat hervorging. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Sie fordert unter anderem auch die unentgeltliche «unverzügliche und ungehinderte Rückgabe» von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer.
Zur Story