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Blue Origin: Bezos-Riesenrakete New Glenn explodiert beim Start

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«Sehr harter Tag»: Bezos-Riesenrakete explodiert beim Start

Die leistungsstarke Schwerlastrakete «New Glenn» des Raumfahrtunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos ist vor einem geplanten Start explodiert.
29.05.2026, 09:5729.05.2026, 09:57

Bei einem Routinetest der unbemannten Rakete auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida war auf einem Livestream eine grosse Explosion samt riesigem Feuerball zu sehen.

Bei dem Test habe es eine «Unregelmässigkeit» gegeben, teilte Blue Origin auf der Plattform X mit. «Es werden keine Mitarbeiter vermisst. Sobald wir mehr wissen, werden wir die Informationen weitergeben.» Milliardär Bezos schrieb auf X, die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks liefen bereits. «Sehr harter Tag, aber wir werden wieder aufbauen, was auch immer wieder aufgebaut werden muss, und wir werden wieder fliegen. Es lohnt sich», schrieb er.

Amazon founder Jeff Bezos attends a meeting at Blair House between Britain's King Charles III and chief executives from the technology industry, Tuesday, April 28, 2026, in Washington. (Ken Ceden ...
Jeff Bezos will die «New Glenn» wieder aufbauen.Bild: keystone

Bei Test sollten Triebwerke zünden, aber Rakete nicht starten

Bei dem Test vor dem geplanten vierten Start der «New Glenn» sollten die Triebwerke gezündet werden, die Rakete aber am Boden bleiben. Der Start war Medienberichten zufolge ursprünglich frühestens in der kommenden Woche geplant gewesen. Die Rakete sollte 48 Satelliten für das Satelliten-Internetsystem von Amazon ins All bringen.

Mit der «New Glenn» will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert. Die Explosion ist dabei ein grosser Rückschlag. «Äusserst bedauerlich», kommentierte Konkurrent Musk auf der Plattform X ein Video der Explosion. «Raketen sind schwierig.»

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Nasa unterstützt Untersuchung

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa werde eine Untersuchung des Vorfalls unterstützen und dann über mögliche Auswirkungen auf eigene Programme informieren, schrieb Nasa-Chef Jared Isaacman bei X. Die Nasa arbeitet bei ihrem Mond-Programm mit BlueOrigin zusammen.

Die «New Glenn»-Rakete – benannt nach John Glenn (1921-2016), dem ersten Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste – hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht. Auch der dritte Start im April hatte geklappt, allerdings war danach ein Satellit in eine falsche Umlaufbahn abgesetzt worden. (sda/dpa)

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115 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Thomas Fenster
29.05.2026 07:27registriert Dezember 2022
Da können wir noch lange Energie sparen und velofahren der Umwelt wegen. Bescheiden leben, sich zurückhalten und weniger CO2 produzieren. Die Bezos und Putins dieser Welt machen alles kaputt. F… them.
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Wusu
29.05.2026 07:20registriert Juli 2022
Ja, der Weg zum Erfolg ist gepflastert mit Explosionen und Enttäuschungen. Wenn ich mir vorstelle, wie viel Geld da in die Luft geflogen ist und was man damit alles hätte Gutes tun können, ist es schon etwas schräg. 🤔
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Bananensalat
29.05.2026 07:01registriert Dezember 2016
Böse Zungen würden sagen, es wäre ein Tag zum Feiern gewesen, wenn der Konzerneigner in der Rakete zugegen gewesen wäre. Aber ich bin ja keine böse Zunge.
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