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Defekte Strebe: Das Rätsel um die Explosion der SpaceX-Rakete ist gelöst

Nach etwa zwei Minuten explodierte diese SpaceX-Rakete.
Nach etwa zwei Minuten explodierte diese SpaceX-Rakete.Bild: MIKE BROWN/REUTERS

Defekte Strebe: Das Rätsel um die Explosion der SpaceX-Rakete ist gelöst

Vor knapp zwei Wochen explodierte Elon Musks SpaceX-Trägerrakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS nur kurz nach dem Start. Jetzt ist klar: Grund war eine defekte Strebe. 
21.07.2015, 04:0421.07.2015, 06:33

Die Explosion einer unbemannten SpaceX-Trägerrakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS vor knapp zwei Wochen wurde laut einer vorläufigen Untersuchung durch eine defekte Strebe ausgelöst. Die Strebe sei während des Flugs gebrochen.

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Dadurch habe sich eine Heliumflasche in der Rakete gelöst, sagte SpaceX-Chef Elon Musk am Montag bei der Vorstellung der vorläufigen Ergebnisse einer mehrwöchigen Untersuchung in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Heliumflasche sei dann mit hoher Geschwindigkeit auf den Tank der Rakete geprallt.

Die Explosion im Video

Die rund 60 Zentimeter lange und 2.5 Zentimeter dicke Strebe hatte SpaceX den Angaben zufolge von einem externen Zulieferer erhalten. Diese Streben würden nun nicht mehr verwendet, sagte Musk. Ausserdem sollten vor künftigen Raketenstarts alle Streben einzeln untersucht werden.

Ausrüstung für 110 Millionen Dollar futsch

Musk zeigte sich überzeugt, dass die schwerwiegende Panne keine Auswirkungen auf das Unternehmensziel habe, in den kommenden zwei Jahren Astronauten an Bord der Raumkapsel «Dragon» zu befördern. Der Konzernchef verwies darauf, dass SpaceX bis zu dem Unglück Ende Juni sieben Jahre lang unfallfrei geflogen sei.

Noch unversehrt: Vor dem Start.
Noch unversehrt: Vor dem Start.Bild: SCOTT AUDETTE/REUTERS

Möglicherweise sei SpaceX dadurch «ein bisschen selbstgefällig» geworden und die Explosion der Rakete sei eine «wichtige Lektion» für sein Unternehmen. Die SpaceX-Trägerrakete vom Typ Falcon 9 soll laut Musk nicht vor September erneut starten.

Eine Rakete dieses Typs war am 28. Juni nur zwei Minuten nach ihrem Start von Cape Canaveral in Florida explodiert. Mit ihr wurde eine «Dragon»-Raumkapsel mit 1.8 Tonnen Fracht für die ISS zerstört. Der US-Raumfahrtbehörde NASA ging dadurch Ausrüstung im Wert von 110 Millionen Dollar verloren. (sda/afp)

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