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Religion

Cyberangriff auf Website des Vatikan – Russland verdächtigt

Nach Äusserungen des Papstes zum Ukraine-Krieg: Cyberangriff auf Website des Vatikan

Die Website des Vatikans ist am Mittwoch durch einen mutmasslichen Cyberangriff lahmgelegt worden. Der ukrainische Vatikan-Botschafter beschuldigt Russland – Papst Franziskus hatte sich zuvor zum Krieg in der Ukraine geäussert.
01.12.2022, 03:07

«Es laufen technische Untersuchungen wegen ungewöhnlicher Zugriffsversuche auf die Website», erklärte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Der ukrainische Vatikan-Botschafter machte Russland für die mutmassliche Attacke verantwortlich.

Mehrere Vatikan-Websites waren am Mittwochnachmittag für mehrere Stunden offline. Die offizielle Website vatican.va war auch am Abend noch nicht erreichbar, in der Nacht auf Donnerstag funktionierte sie allerdings wieder.

ARCHIV - Papst Franziskus h
Papst Franziskus und der Vatikan wurden Opfer einer Cyberattacke.Bild: sda

Der ukrainische Vatikan-Botschafter Andrij Jurasch schrieb den Vorfall «russischen Terroristen» zu, nachdem sich Papst Franziskus zuvor kritisch über russische ethnische Minderheiten im Ukraine-Krieg geäussert hatte.

In einem am Montag veröffentlichten Interview hatte der Pontifex gesagt, «die Grausamsten» im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seien vielleicht jene, die «nicht der russischen Tradition angehören, wie die Tschetschenen, die Burjaten und so weiter». Russland reagierte empört auf die Aussagen des Papstes.

«Russische Hacker zeigen einmal mehr das wahre Gesicht der russischen Politik», erklärte Jurasch auf Twitter. Der mutmassliche Cyberangriff sei wahrscheinlich eine «Reaktion auf die letzten wichtigen Aussagen» des Papstes gewesen. (sda/afp)

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