International
Religion

Papst spendet Segen «Urbi et Orbi» an «Ostern des Krieges»

Pope Francis, center, waves to the crowd of faithful after the traditional 'Urbi et Orbi' (To the city and to the world) blessing at the end of the Catholic Easter Sunday mass he led in St.  ...
Papst Franziskus winkt der jubelnden Menge auf dem Petersplatz. Bild: keystone

Papst spendet Segen «Urbi et Orbi» an «Ostern des Krieges»

17.04.2022, 13:0317.04.2022, 17:02
Mehr «International»

Papst Franziskus hat auch seine Osterbotschaft «Urbi et Orbi» für einen eindringlichen Appell gegen die Kriege und Konflikte auf der Welt genutzt. «Wir haben zu viel Blutvergiessen, zu viel Gewalt gesehen», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag vor rund 100'000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Ähnlich wie die Jünger nach der Auferstehung Jesu Christi, die an Ostern gefeiert wird, seien heute auch «unsere Herzen von Angst und Schrecken erfüllt, als so viele unserer Brüder und Schwestern sich einschliessen mussten, um sich vor den Bomben zu schützen», sagte Franziskus. Er sprach von einem «Ostern des Krieges».

Der Krieg in der Ukraine prägte die Feierlichkeiten im Vatikan, die erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder nahezu ohne Einschränkungen von Gläubigen zelebriert werden konnten. «Gehe bald eine neue Morgendämmerung der Hoffnung über dieser schrecklichen Nacht des Leidens und des Todes auf!», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche und forderte die Staaten zu einem Einlenken auf. «Möge man sich für den Frieden entscheiden. Man höre auf, die Muskeln spielen zu lassen, während die Menschen leiden.»

«In meinem Herzen trage ich all die vielen ukrainischen Opfer, die Millionen von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen, die auseinandergerissenen Familien, die allein gelassenen alten Menschen, die zerstörten Leben und die dem Erdboden gleichgemachten Städte», sagte Franziskus. Er erinnerte auch an das viele Leid in den Konflikten anderswo auf der Welt, etwa im Nahen Osten, Libanon, Syrien, Jemen, Irak, Afghanistan, Libyen, Myanmar und Teilen Afrikas.

«Lassen wir uns vom Frieden Christi überwältigen!», schloss Franziskus. Er sagte: «Der Frieden ist möglich, der Frieden ist eine Pflicht, der Frieden ist die vorrangige Verantwortung aller!» (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Messe für Niemanden - der Papst in Zeiten Coronas
1 / 17
Messe für Niemanden - der Papst in Zeiten Coronas
Der Papst allein zu Haus...
quelle: ap / remo casilli
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Papst Franziskus fordert die Einführung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8
Südkoreanische Soldaten geben Warnschüsse an Grenze zu Nordkorea ab

Erneut haben nordkoreanische Soldaten nach Angaben des südkoreanischen Militärs für kurze Zeit unerlaubt die Grenzlinie in der Pufferzone zwischen beiden Ländern übertreten. Nach Warnschüssen durch südkoreanische Grenzposten hätten sie sich wieder über die militärische Demarkationslinie zurückgezogen, teilte der Generalstab in Seoul am Dienstag mit. Es war demnach die zweite derartige Grenzverletzung seit Anfang Juni.

Zur Story