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A photograph dated 19 April 2005 showing the newly elected Pope Benedict XVI as he greets pilgrims while standing on the balcony of Saint Peter's Basilica, in the Vatican, after his election. Cardinal Joseph Ratzinger of Germany chose Benedict XVI as name. Ratzinger has been the eighth German to be elected pope.  EPA/CLAUDIO ONORATI

Papst Benedikt XVI., mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger, im Jahr 2005. Bild: EPA

Papst Benedikt äussert sich zu Missbrauchs-Krise in der Kirche – und sorgt für Empörung

Ein Aufsatz des ehemaligen Papstes sorgt für Empörung in den sozialen Netzwerken. Allerdings erhält der 91-Jährige auch Zuspruch.



Eigentlich wollte er ja ruhig bleiben. «Für die Welt verborgen.»

Doch nun hat sich der 2013 zurückgetretene Papst Benedikt wieder zu Wort gemeldet – und dabei ausgerechnet über das wohl heikelste Thema geschrieben: den sexuellen Missbrauch an Kindern in der katholischen Kirche.

In einem Aufsatz (hier kannst du ihn Wort für Wort lesen) legte der 91-Jährige dar, was seiner Ansicht nach die Gründe für die Krise in der katholischen Kirche seien.

Diese hatte im Februar zu einem Anti-Missbrauchs-Gipfel im Vatikan geladen, nachdem Missbrauchsskandale in Ländern wie Deutschland, den USA oder Chile ans Tageslicht gekommen waren.

Das Problem nach Ratzinger:

Nicht das Problem sind für Benedikt etwa das Zölibat oder die Machtstrukturen.

Der Deutsche sieht viel eher die 1968er-Jahre als Ursache für die Missbräuche. «Zu der Physiognomie der 1968er-Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde», schreibt das ehemalige Kirchenoberhaupt.

Unabhängig davon hätte sich zeitgleich «ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegenüber den Vorgängen in der Gesellschaft machte».

Benedikt fragt: «Wieso konnte Pädophilie ein solches Ausmass erreichen?» Und liefert die Antwort gleich nach. Es sei die «Abwesenheit Gottes» gewesen.

Weiter heisst es: In den Jahren von 1960 bis 1980 seien «die bisher geltenden Massstäbe in Fragen Sexualität vollkommen weggebrochen» und eine «Normlosigkeit entstanden, die man inzwischen abzufangen sich gemüht hat».

Bendedikt schildert einige Erfahrungen, die er in der damaligen Zeit gemacht hat:

«Ähnliche Wirkungen erzielte der von der österreichischen Regierung herausgegebene ‹Sexkoffer›. Sex- und Pornofilme wurden nun zu einer Realität bis dahin, dass sie nun auch in den Bahnhofskinos vorgeführt wurden. Ich erinnere mich noch, wie ich eines Tages in die Stadt Regensburg gehend vor einem grossen Kino Menschenmassen stehen und warten sah, wie wir sie vorher nur in Kriegszeiten erlebt hatten, wenn irgendeine Sonderzuteilung zu erhoffen war. Im Gedächtnis ist mir auch geblieben, wie ich am Karfreitag 1970 in die Stadt kam und dort alle Plakatsäulen mit einem Werbeplakat verklebt waren, das zwei völlig nackte Personen im Grossformat in enger Umarmung vorstellte.»

Papst Benedikt XVI.

Der ehemalige Papst wird nächste Woche 92 Jahre alt – und wünscht sich ganz offensichtlich die Zeit vor 1968 zurück. Zur Erinnerung: Das war jene Zeit, als unverheiratete Paare keinen Sex haben durften und in der die Homosexualität nicht nur verachtet wurde, sondern an vielen Orten der Welt strafbar war.

Während in der Kirche aber weiterhin geschwiegen wurde, machten die Achtundsechziger plötzlich ihren Mund auf. Sie sprachen das Thema Sex an, brachen die Tabus und befreiten sich aus der sexuellen Unterdrückung.

Bei der katholischen Kirche hat es 50 Jahre länger gedauert, bis man im Vatikan Handlungsbedarf sah und das Thema bei einem Gipfel ansprach. Zufrieden waren die Opferverbände nach dem Missbrauchs-Gipfel von Februar dennoch nicht. Es bleibt nach wie vor viel zu tun.

Die Reaktionen:

Was man definitiv nicht machen sollte: Das Rad der Zeit zurückdrehen. So zumindest die Reaktionen in den sozialen Medien nach Benedikts Aufsatz. Hier einige Beispiele:

Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen:

Vielen fehlen die Worte ...

Papst Benedikt erhält für seinen Aufsatz allerdings auch Zuspruch. Etwa von Kardinal Robert Sarah, der eine wichtige Stimme der katholischen Kirche ist.

Er bedankt sich beim Deutschen für dessen Mut, das Wort ergriffen zu haben. Seine Analyse der Krise sei von einer «kapitalen Wichtigkeit». Der 91-jährige Ex-Papst steht mit seiner Meinung also nicht alleine da. (cma)

Unser Autor Dani Huber hat mit der Kirche abgerechnet:

Schweizergarde

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122Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Leachim 14.04.2019 11:19
    Highlight Highlight Ist eigentlich auch ein Papst, der zurückgetreten ist, unfehlbar?
  • Katzenseekatze 13.04.2019 15:33
    Highlight Highlight Die Beziehung zu Gott hat jeder selbst. Wenn. Da braucht es keinen Umweg über die Institution Kirche ⛪️. Meine Meinung...
  • Magnum 13.04.2019 15:11
    Highlight Highlight Die Argumentation vom ehemaligen Papst ist so stringent wie überzeugend. Schliesslich gab es vor 1968 keinerlei Missbrauchsfälle mit Beteiligung katholischer Geistlicher. Somit ist alles klar. Und das in der katholischen verankerte Zölibat mitsamt der ganzen Verleugnung der Körperlichkeit hat mit den tausendfachem Kindsmissbrauch nichts, aber auch gar nichts zu tun.
  • Mat_BL 13.04.2019 14:14
    Highlight Highlight Ich finde es einfach unbegreiflich, dass diese Organisation scheinbar nichts aus ihrer Geschichte der letzten 1000 Jahren (!) gelernt hat.

    Genau so wie jetzt in der Diskussion über den Kindsmissbrauch, die Fakten nicht zugeben sondern lieber Schuldige zu bezeichnen. Einfach traurig.

    Erinnert mich an den 2. November 1992: Da erhielt Galileo Galilei seine formelle Rehabilitierung des Papstes - fast 400 Jahre nach seinen Erkenntnissen! Der Papst sprach 1992 von "tragischem gegenseitigen Unverständnis".

    Ich will keine 400 Jahre warten, bis die heute missbrauchten Kinder rehabilitiert werden!
    • Oxymora 13.04.2019 16:02
      Highlight Highlight @Mat_BL

      Es reicht eigentlich zu begreifen, warum religionisierte Politiker und Kantonalesysteme dem Verein noch immer hörig sind.
  • Lowend 13.04.2019 13:07
    Highlight Highlight Whow, da mussten aber viele Meinungen zu diesem Thema gelöscht werden! Scheint fast, als ob Katholiken keine ehrliche Kritik wünschen?

    Aber was soll man von einer Institution halten, die den Schutz der Täter offenbar höher Gewichten, als die berechtigte Wut der Opfer und dazu zu solchen Ausreden greift und so tut, als ob es vor den 68ern keinen Missbrauch in kirchlichen Institutionen gegeben hätte!

    Nur so als Ansatz, aber es ist doch auffällig, dass diese Probleme mit dem Kindesmissbrauch in der reformierten Kirche, wo viele Pfarrer sogar 68er waren, aber heiraten durften, kaum auftreten?
  • Der Kaktuszüchter 13.04.2019 12:57
    Highlight Highlight Nach seinen Dafürhalten sind alle Mörder und anderen Täter im Gefängnissen nicht Schuld für ihre Taten , die Gottlose Zeit ist Schuld .

    Der ist irre .
    Aber sind nicht die meisten ReligionsFanatiker irre ?
  • Nik G. 13.04.2019 11:46
    Highlight Highlight Das schlimme ist, dass solche Aussagen noch geglaubt werden von seinen treuen Schäfchen. Wie Trump oder viele anderen gibt dieser alte Mann wieder anderen Schuld statt vielleicht mal sich und seine Institution zu reflektieren.
    Meine einzige Hoffnung bei solchen Abstrusen Äusserungen ist, dass die Menschen und die Politik sich immer weiter von der veralteten Institutionen wie der Kirche abwenden und die Trennung von Kirche und Staat zu 100% durchgeführt wird. Nich immer müssen Unternehemen Kirchensteuern zahlen!
  • Trasher2 13.04.2019 11:43
    Highlight Highlight Auch Kirchenintern werden die Aussagen von Ratzinger nicht geduldet. Ein gutes Beispiel dafür....
    https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/die-gesellschaft-ist-nicht-schuld-an-der-missbrauchskrise
  • kingeli 13.04.2019 11:17
    Highlight Highlight Ich finde es sehr schön das Watson uns diesen Aufsatz zu Verfügung stellt. Ich halte jedoch die Interpretation davon für sehr einseitig. Es ist ein Aufsatz über mehrere Seiten mit etlichen Aussagen, sie konzentrieren sich aber nur auf einige wenige und setzen sie dann in einen Kontext, der so manchen empört. Nächstes mal bitte entweder eine saubere Zusammenfassung oder Kommentar oder sonst gar keinen.
  • zoobee1980 13.04.2019 10:58
    Highlight Highlight Würde mich interessieren, wie sich die Zahlen von sexuellen Übergriffen allgemein und in der Kirche im Speziellen verändert haben mit der 68er-Bewegung. Kennt da jemand verlässliche Quellen? Könnte mir gut vorstellen, dass die Zahlen eher das Gegenteil von "Good ol' Ratzi" aussagen...
  • Gratwanderer 13.04.2019 10:46
    Highlight Highlight Sehr einfältig diese vereinfachte Sicht der Dinge. Man müsste sich ja denn schon auch fragen was für Auswirkungen zweitausendjahre langes tabuisieren unterdrücken und bestrafen oder austreiben der manigfaltigen sexuellen Bedürfnisse sich in einer 68´ Explosion gehabt hat. Es ist ja geradezu lächerlich das sich jetzt der Herr als Sexspezialist ausgibt. Hier wäre einfach mal richtig Herr Expabst denn wenigstens mal eine Wange hinzuhalten. Schämen sie sich....
  • infomann 13.04.2019 10:26
    Highlight Highlight Der Papst Benedikt sollte besser ruhig sein.
    Informiert euch mal wie er als junger man gelebt hat. Alles andere wie es die katholische Kirche vor gibt.
  • Toni.Stark 13.04.2019 09:44
    Highlight Highlight Meine Mutter wurde von einem Priester belästigt. Das war vor den 68er. Ich glaube sie ist kein Einzelfall. Die Erklärung greift demnach nicht ganz. Alle Melden, die auch dies bezeugen können.
  • Thomas Melone (1) 13.04.2019 09:30
    Highlight Highlight Lieber wäre es ihm wohl gewesen, dass die 68-er nie stattgefunden hätten. Dann hätte es auch in der Gesellschaft keine Transparenz und kein Aufbrechen von alten Autoritäten und Strukturen gegeben und die Katholische Kirche könnte weiter im alten Stil Kinder missbrauchen ohne dass es jemand merkt.
  • Matrixx 13.04.2019 09:09
    Highlight Highlight Das erklärt aber noch nicht, warum die Kirche solche Leute deckt.
    Angst davor, dass vielleicht 15 Ave Marias nicht mehr reichen, um vor seinen Sünden befreit zu werden?
  • Mr.President 13.04.2019 09:02
    Highlight Highlight Deswegen bin ich aus der Kirche ausgetreten. (Und muss die Kirchensteuer nicht mehr zahlen! Juhu! Dafür gehe ich lieber zu Yoga)
  • Ale Ice 13.04.2019 08:54
    Highlight Highlight Gegen welche der Kommentarregeln verstösst die Aussage: "Ist mir schlecht!"?

    Dies ist das Gefühl, das ich empfinde, wenn ich den Inhalt und die Tragweite dieser Aussagen des Ex-Papsts verdauen muss.

    Ich schätze die Arbeit derjenigen, die diese Kommentare hier aufschalten und die wirklich einleuchtenden Regeln sehr!
    Die Gesprächsatmosphäre bei Watson und die vielen niveauvollen, anregenden Diskussionen!

    Zu einer solchen wäre ich mit meiner verbalen Gefühlsäusserung ebenhalls bereit gewesen.

    Nun wundere ich mich über die Häufung gelöschter Artikel in dieser Kommentarspalte.
  • Voll de Morty 13.04.2019 08:33
    Highlight Highlight Ein Wunder dass er nicht gleich den Kindern die Schuld gibt.
    Und natürlich gab es vor 1968 keinen sexuellen Missbrauch in der Kirche. Alles heile Welt und dann kamen die perversen und aggressiven Hippies und haben alles kaputt gemacht.
    Man kann sich die Wahrheit halt schon zurechtbiegen, besonders als ehemaliger Vorsteher einer Institution die auf einem Märchenbuch gründet.
    • kingeli 13.04.2019 14:50
      Highlight Highlight @Voll de Morty: Mit Ihrer Unterstellung, dass er sagt es habe keinen Missbrauch vor 68 gegeben biegen Sie sich die Wahrheit zurecht. Papst Benedikt XVI liegt lediglich dar welchen Einfluss diese Bewegung damals auf die Kirche hatte, es wäre auch naiv zu denken ein solches Umdenken der Gesellschaft gehe an der katholischen Kirche spurlos vorbei. Und apropos Märchenbuch, hätten Sie den Aufsatz gelesen, wäre Ihnen aufgefallen, dass er im Falle der Moraltheologie sich eben nicht auf die Bibel sondern auf die Natur als Fundament bezieht.
  • Astrogator 13.04.2019 08:20
    Highlight Highlight Ich begrüsse die Aussagen des Papstes. Es wird Zeit die Kirchensteuer in der jetzigen Form abzuschaffen. Da sind die Aussagen des Papstes nur hilfreich. Es kann und darf nicht sein, dass der Staat Geld für eine Organisation eintreibt in der schon seit Jahrzenten nachweislich systematisch sexueller Missbrauch an Kindern in zehntausenden von Fällen vertuscht wird und der oberste Chef sich immer noch weigert Massnahmen dagegen zu ergreifen. Auch jeder der Mitglied ist und Missbrauch finanziert soll sich nicht rausreden können!
    • Toni.Stark 13.04.2019 09:50
      Highlight Highlight Ich bin mir nich sicher, aber in Frankreich erhält die KK keine Steuern. Dies ist von Land zu Land unterschiedlich. Ausserdem gibt es die Möglichkeit auszutreten, dann gibt es keine Steuern mehr. Allerdings finde ich es bedenklich, wenn in ZH Firmen Kirchensteuern entrichten müssen. Also die islamischen Hallal-Fleischladen müssen christliche Steuern zahlen. Skandalös!
    • Trasher2 13.04.2019 11:39
      Highlight Highlight Von den Kirchensteuern in der Schweiz gehen genau 0% an den Papst. Der grösste Teil bleibt in der Pfarrei, wo sie bezahlt wird.

      Je nach dem, in welcher Pfarrei sie leben, Schwächen sie mit dem Entzug der Kirchensteuern genau die Kräfte, welche für den Fortschritt und für ein internes Aufräumen einstehen.

      Und ja, die Aussagen von Ratzinger sind auch aus meiner Sicht total daneben. Der Alte Mann soll wie er das beim Abgang verlauten liess schweigen und beten.
      Auch bin ich für die Aufarbeitung und Entschädigung aller Missbrauchsfälle.
    • Oxymora 13.04.2019 15:56
      Highlight Highlight @ Trasher2

      Wie wurde das Papst Besüchlein in Genf bezahlt?

      Sollten wir nicht auch das Botschaftspersonal aller anderen Länder mit Steuern bezahlen, die Länder haben ja nichts davon, das Geld bleibt hier in der Schweiz und dient dem Botschaftsaufräumen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 13.04.2019 07:47
    Highlight Highlight Eines vorweg
    Ich bin weder Katholik, noch heiße ich diese Gräueltaten an Kindern gut.

    Aber bleiben wir bei den Fakten
    Ratzinger hat in genau EINEM Punkt Recht

    Es ist die Abwesenheit Gottes die sowas tun läßt.
    Ein tief gläubiger Priester würde solche Dinge nicht tun.
    Denn damit würde er alles verraten wofür der Glaube steht.

    Er hat aber unrecht, wenn er denkt, die 68 wären Schuld.
    Es gab immer schon Übergriffe von Priestern auf Kinder.

    Seit den 68 wurden die aber erst aufgedeckt.
    Ergo
    Er klagt die falsche Seite an.
    Es ist der Unglaube und Vertuschung der Priester...
  • Therealmonti 13.04.2019 05:56
    Highlight Highlight Für mich unverständlich, dass das Zölibat dafür herhalten muss, dass sich Priester an Kindern, in der Mehrzahl an Buben vergreifen.
  • problemfall 13.04.2019 00:53
    Highlight Highlight Perscheid
    Benutzer Bild
  • seventhinkingsteps 13.04.2019 00:41
    Highlight Highlight Bad News: Eine linke Weltverschwörung mit Wurzeln in der 68er soll unsere Kinder verschwulen und Pädophilie normalisieren? Ein allgemeiner Moralzerfall der westlichen Gesellschaft? Ein Gruss an die Identitätere Bewegung, Afd, SVP und co.

    Good News: Der Mann ist bald Geschichte.

    Macht mir echt Sorgen, dass verstaubte Welt Anschauungen von fast Toten in Europa wieder belebt scheinen und attraktiver denn je scheinen.
  • saros_ 12.04.2019 23:38
    Highlight Highlight Ich hab's gelesen und seine Lösung ist: ganz doll an Gott glauben.
    nice, jetzt wissen wir alle was zu tun ist, damit es nie mehr vorkommt. 👍 danke, very cool
  • irgendwie so: 12.04.2019 23:31
    Highlight Highlight Zum Glück ist Opa Beni ist ja auch noch da...

    Natürlich ist die katholische Kirche unschuldig an all den priesterlichen Schweinereien, das sind irregeleitete Krypto68-er, die sich im Schutze der ahnungslosen und unschuldigen Kirchenstruktur ausgetobt haben.
    Ja, denn wären die 68-er nicht gewesen - behaupte ich - dann würden im Schutze der kirchlichen Mauern genau die gleichen Schweinereien wie jetzt vonstatten gehen - nur dass sich niemand dagegen wehren würde. Klar - das wäre viel besser für die Kirche....

    (Zynismus off)
  • River 12.04.2019 23:30
    Highlight Highlight Ok das Problem der katholischen Kirche ist scheinbar die Sexuelle Aufklärung! Sprich, dass die kleinen Kinder plötzlich wissen, dass ihnen unrecht getan wird, und sie sich wehren können, dürfen und müssen. Ohne Aufklärung würden die heiligen Herren immer noch unbescholten sein.
  • Vapora 12.04.2019 23:15
    Highlight Highlight Also sorry, das lässt mich langsam aber sicher sofort aus der Kirche austreten!
    • Bampi 13.04.2019 05:35
      Highlight Highlight Guter Gedanke, was da alles Tröpfchen weise ans an die Oberfläche kommt.... Da würde ich das lieber an die Opfer senden.

      In dieser kirchlichen Mafia weiss jeder alles. Dies muss doch an den internationalen Strafgerichtshof. Das sind doch die fieseste Menschenrechtsverletzungen und alles unter dem Deckmantel des Glaubens. Jeder andere kommt hinter Gitter, bis zur Verwahrung.
    • Oxymora 13.04.2019 08:54
      Highlight Highlight @Vapora

      Wie bitte, langsam aber sofort !?

      Klingt wie ein Synonym, für ich schaffe den Kexit nicht.
  • Gigi,Gigi 12.04.2019 22:37
    Highlight Highlight Ich habe mir jetzt die Mühe genommen seinen Aufsatz zu lesen. Wohl als der einzige hier. Also, senil ist er nicht. Und ein paar Aspekte sind durchaus interessant. (In den späten 60-Jahren haben ja tatsächlich z. B. die Grünen - u. a. Daniel Cohn Bendit - die Pädophilie durchaus verteidigt) Im Übrigen entschuldigt Ratzinger in keiner Weise die Zustände der Kirche. Er versucht einfach zu erklären, wieso es zu einer derartigen Häufung der Fälle in den 70er bis 90er Jahren kommen konnte.
    • Thadic 12.04.2019 22:50
      Highlight Highlight Solange er aber das Zölibat nicht wenigstens als einer Gründe erwähnt, sieht er an der Realität vorbei. Das Zölibat wurde ja irgendwann im frühen Mittelalter eingeführt und hat kaum eine biblische Begründung. Es führt dazu dass Menschen die Angst haben vor einer Beziehung mit Erwachsene egal ob homo- oder heterosexuell in der katholischen Kirche Zuflucht suchen. Ein kleiner Teil von diesen kann dann ihre pädophile Neigungen ausleben.
    • Adumdum 12.04.2019 23:12
      Highlight Highlight Das sind einfach die Fälle die jetzt rauskommen. Glaubst du dass es das vorher in der Kirche nicht gab?? Opfer aus den 50er Jahren sind jetzt halt 75 und älter (und Täter 95 und älter, also alle unter der Erde) - und damals war das alles dermaßen ein Tabu, dass die das alles total verdrängt haben.
    • River 12.04.2019 23:26
      Highlight Highlight Also weil irgend jemand die Pädophilie verteidigt, ist es in Ordnung auf kleine Chorknaben loszugehen? Also ich und die allermeisten Leute würden das nicht mal tun, wenn es staatlich angeordnet wär.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 12.04.2019 22:13
    Highlight Highlight Der Typ ist senil. Punkt.
  • TheRealSnakePlissken 12.04.2019 22:09
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • I_am_Bruno 12.04.2019 22:00
    Highlight Highlight Das gab es schon lange vor den 68-ern. Es geht vor allem um Macht. Und welche Macht dir Kirchenvertreter über Jahrhunderte und bis heute noch in ländlichen und armen Gegenden haben, können wir uns hier gar nicht vorstellen. Die Kirche muss sich dem Thema stellen, anstatt zu versuchen, die Verantwortung einfach abzuschieben.
  • Lester McAllister 12.04.2019 21:45
    Highlight Highlight Dass die Opfer seit der 68er Revolution die Frechheit haben über die Missbräuche zu sprechen ist schon eine Frechheit.
    Wäre es wie früher, könnten all die scheinheiligen Ratzejünger weiter schänden und schwängern.
    Die Opfer würden einfach nicht angehört, oder in ein Kloster gesperrt.
  • wasps 12.04.2019 21:43
    Highlight Highlight Er ist 92 und wahrscheinlich schon ziemlich verstaubt zwischen den Ohren. Schlimmer finde ich, dass das amtierende Oberhaupt nicht radikal durchgreift und ausmistet. Denn das wäre bitter nötig!
    • Bampi 13.04.2019 08:07
      Highlight Highlight Man sägt sich doch nicht den Ast ab auf dem Sitzt.
  • simson 12.04.2019 21:37
    Highlight Highlight "In der Tat wird auch in der Theologie oft Gott als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt, aber konkret handelt man nicht von ihm. Das Thema Gott scheint so unwirklich, so weit von den Dingen entfernt, die uns beschäftigen."
    Wen wunderts!! Als Theologe muss ich dem leider zustimmen. Die Theologie schafft sich so selber ab, lieber Benedikt!
    Meine Frage: wenn ihr das schon bemerkt habt - warum dann immer noch mit einem 1600 Jahre alten Kirchenrecht argumentieren?!?
  • Maracuja 12.04.2019 21:20
    Highlight Highlight Entweder ist Ratzinger mental nicht mehr auf der Höhe oder er versucht unverfroren die Missbräuche in seiner Kirche einer Bewegung in die Schuhe zu schieben, die keinerlei Verantwortung dafür trägt. Missbrauchsfälle in der RKK (und nicht nur dort, sondern auch in Heimen, Schulen usw.) gab es bereits vor 1968 en Masse. Es ist aber ein Verdienst der 68er, dass über Sexualität (und damit auch über Missbrauch) offen gesprochen werden kann und Autoritäten kritisiert werden dürfen. Ohne 68er wären diverse Missstände evtl. nie ans Licht gekommen.
    • Bampi 13.04.2019 08:02
      Highlight Highlight Sehr gut! Die Priester sind ja die linke und rechte Hand Gottes. Aus diesem Grund gibt es für sie keine weltliche Rechtssprechung. Deshalb darf Gott alleine über sie richten. So passiert es, dass selbst erwiesenermassen Schuldige weiter im Amt bleiben können unglaublich....
  • Ale Ice 12.04.2019 21:11
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Gugguseli1963 12.04.2019 21:11
    Highlight Highlight Sehr richtige Analsyse von P Benedikt, BRAVO.
    In den 1970er Jahren mussten sich Ideologen der Pädophilie im mittleren Europa nicht groß verstecken. In Frankreich insbesondere konnten sie sich auf den Rückhalt unter Intellektuellen verlassen und die Medien unterstützten sie. Darunter befanden sich Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Louis Aragon, Catherine Millet, René Schérer, André Glucksmann, der französische Sozialist und langjährige Bildungs- und Kulturminister Jack Lang sowie Sarkozys späterer Außenminister Bernard Kouchner.
    • Ale Ice 12.04.2019 22:57
      Highlight Highlight Und das erklärt nun, warum Kinder von sog. geistlichen Würdenträgern misshandelt wurden / werden.
      APPLAUS!
    • Gugguseli1963 13.04.2019 05:31
      Highlight Highlight Dandy
      Unglaublich arrogant ist ihre Geschreibsel. Ich bin überzeugt, die sie hier so tun als ob, dass sind dann die gleichen die die Tötung des Ungeborenen im Mutterleib befürworten.
    • Gugguseli1963 13.04.2019 05:37
      Highlight Highlight @dandy
      Ihre Aussage von Jahrzehnte und Jahrhunderte sind inakzeptabel und nur Annahmen und Unterstellungen. Diese Unterstellungen machen die Medien nur gegen die KK, nicht aber gegen das Judentum, Lehrer usw. Dies ist eine Kampagne gegen die KK, die schon um 1930 von gewissen einflussreichen Medien gemacht wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Manuel Schild 12.04.2019 21:09
    Highlight Highlight Als ich im Kosovo lebte besuchte ich oft Messen in einer kath. Kirche. Das beste daran war das ich kein Albanisch konnte... denn bis auf den Inhalt gefällt mir der Aufenthalt in Kirchen sehr gut.
  • Joshuuaa 12.04.2019 20:53
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  • Calvin Whatison 12.04.2019 20:47
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    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 12.04.2019 23:01
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Füdlifingerfritz 12.04.2019 20:46
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    • Chriguchris 12.04.2019 21:15
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • azoui 12.04.2019 20:44
    Highlight Highlight Eine Steilvorlage für Hugo Stamm :)
  • rolf.iller 12.04.2019 20:43
    Highlight Highlight Da hat der Ratzinger aber so was von recht. Erwiesenermassen gab es vor 68 keinen einzigen Missbrauchsfall.
  • Chriguchris 12.04.2019 20:41
    Highlight Highlight Vor seiner Wahl zum Papst war er Oberster Chef der Glaubenskongregation was nichts anderes heisst, als dass er Chef der Inquisition und Bewahrer des katholischen Glaubens war. Strenger als er geht eigentlich nicht mehr....
    Das mit seinen Bienchen und Blümchen Kenntnissen nehme ich ihm so nicht ab. Bitte einen Fähigkeitsausweis vorzeigen.
  • franzfifty 12.04.2019 20:38
    Highlight Highlight Ich wünsche mir eine Zeit in der Zukunft, wo diese Typen nicht ihre vor 60er Jahre Zustände zurückhaben können, sondern alle schon lange tot sind. Ich wünsche mir Junge Leute, die nicht nur auf instagram sind und influenzer folgen, sondern sich Gedanken machen, wer ihre Zukunft zerstören will.
  • Lizzy_La 12.04.2019 20:22
    Highlight Highlight Liebe Katholiken, habt ihr keine Angst, dass Gott irgendwann aus der Kirche austritt, wenn ihr so weiter macht😤
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 12.04.2019 20:35
      Highlight Highlight @Lizzy
      Als ehemaliger Katholik, kommt mir persönlich, jedes mal wenn ich die heutige Kirche betrachte, nur ein Zitat von Nietsche in den Sinn.
      "Gott ist tot!"
      Und das meine ich weder satirisch, noch sarkastisch. Es ist der Eindruck, der sich mir aufdrängt. Und das macht mich in diesem Zusammenhang unvorstellbar traurig.
    • McBeans 12.04.2019 21:00
      Highlight Highlight 😂👍🏼
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 12.04.2019 21:18
      Highlight Highlight @lucculus
      Ja, ist ganz lustig.
      Nur empfinde den Spruch hier zu diesem Thema eher als extrem mieses Trolling. Unter anderen Umständen hätte ich da noch eins draufgesetzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Diagnose: Aluhut 12.04.2019 20:19
    Highlight Highlight Ausgerechnet Ratzinger!
  • metro 12.04.2019 20:19
    Highlight Highlight Wusste gar nicht das PapaRazzi noch lebt aber egal so wie ich es verstanden habe sind wiedermal alle anderen schuld nur die nicht die es verbrochen haben aber so sind nun mal die mächtigen.
  • Lowend 12.04.2019 20:19
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Bert der Geologe 12.04.2019 20:18
    Highlight Highlight Als ob es vor 68 keinen Missbrauch in der Kirche gegeben hat. Damals trauten die Opfer nicht öffentlich darüber zu reden. Abscheulich Altpapst.
  • OLAF der I. Vong Gàn her 12.04.2019 20:18
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Jazzdaughter 12.04.2019 20:37
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • FrancoL 12.04.2019 20:16
    Highlight Highlight Zum Glück gab es vor 1968 keine Pädophilen in der katholischen Kirche. Eine schwachsinnigere Aussage gibt es wohl kaum. Ratzinger zeigt exemplarisch wieso die kath. Kirche immer weniger Zuspruch bekommt. Er gehört auch zu den Totengräbern dieser Religion.
  • aglio e olio 12.04.2019 20:12
    Highlight Highlight Was soll man da noch sagen?
    91, der gute Mann. Da kann es schon mal passieren, dass man was durcheinander bringt.
    Doof nur, dass der immer noch eine Grösse Reichweite hat. Aber die Zielgruppe will ja auch nichts anderes hören...
  • Ferranya 12.04.2019 20:11
    Highlight Highlight Erschreckend diese denkweise... Zum glück sind nicht alle gott gläubigen so!
  • Jesses! 12.04.2019 20:10
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  • AndreasK 12.04.2019 20:06
    Highlight Highlight Genau, die 68er sind schuld! Wer erinnert sich nicht an die zahlreichen Love-ins in katholischen Kirchen und an das Banner „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“, das 1967 quer über den Petersplatz gezogen war?
  • dunou 12.04.2019 20:05
    Highlight Highlight Wenn der einzige Zuspruch von einem Kardinal kommt, könnt ihr diesen Abschnitt gleich weglassen...
  • chnobli1896 12.04.2019 20:03
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    • Astrogator 12.04.2019 20:14
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  • Salvador Al Daliente 12.04.2019 20:03
    Highlight Highlight Schlimmer und Ablenken geht bei den Brüdern immer!
  • OLAF der I. Vong Gàn her 12.04.2019 20:03
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  • sowhat 12.04.2019 20:02
    Highlight Highlight Ach der alte Mann solls lassen. Er ist nur peinlich.


    Und M Le cardinal, en lui donnant raison, vous perdez votre credibilité, et celle de l'eglise catolique.

    Schauderhaft, wie borniert die sein können.

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