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Die «Nachtwölfe» wollen nach Berlin
Die «Nachtwölfe» wollen nach Berlinbild: wikipedia

Putins Rocker: Umstrittene «Nachtwölfe» überqueren die Grenze zu Deutschland

Die Putin-Rocker setzen ihre umstrittene «Siegestour» fort. Nach einer Stippvisite in Wien sind einige «Nachtwölfe» nun nach Deutschland eingereist. Ihr Ziel: Berlin.
03.05.2015, 22:21
Ein Artikel von
Spiegel Online

Erste Mitglieder der russischen Rockergruppe «Nachtwölfe» sind über die offene Grenze nach Bayern gefahren. Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord der Nachrichtenagentur dpa. Eine kleine Gruppe von «grob geschätzt zehn Personen» habe am Sonntagabend den deutsch-österreichischen Grenzübergang Bad Reichenhall passiert. Damit sind die Rocker dem Ziel ihrer umstrittenen «Siegestour» ein Stück näher gekommen.

Die Tour der kremlnahen Biker zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs war am 25. April in Moskau gestartet. Enden soll die Reise am 9. Mai in Berlin. Polen hatte den «Nachtwölfen» an der Grenze die Einreise verweigert. Deutschland hatte die Visa einiger Biker annulliert, mindestens drei Rocker wurden am Flughafen in Berlin-Schönefeld abgewiesen. Russland protestierte dagegen und forderte von der Bundesregierung eine Erklärung.

Nachtwolf-Chef Alexander Saldostanow
Nachtwolf-Chef Alexander Saldostanow

Zwischenziel der Rocker am Sonntag war München, wie «Nachtwolf» Alexander Saldostanow dem russischen Sender Goworit Moskwa sagte. Am Montag wolle die Gruppe die Gedenkstätte im früheren KZ Dachau besuchen.

Russland begeht am 9. Mai den Tag des Sieges über Hitlerdeutschland. Der «Nachtwölfe»-Präsident ist mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin befreundet. Die Gruppe ist im Westen auch deshalb umstritten, weil sie die Position prorussischer Kräfte im Ukraine-Krieg massiv unterstützt.

Jetzt auf

In Wien waren einige Mitglieder der «Nachtwölfe» am Samstag von rund 500 Sympathisanten und Schaulustigen empfangen worden. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA hätten zwei russische Staatsbürger und etwa 20 Sympathisanten gemeinsam mit dem russischen Botschafter einen Kranz vor dem Wiener Heldendenkmal der Roten Armee niedergelegt.

vek/dpa

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