Vor Deutschland: «Zombie-Tanker» aus Putins Schattenflotte entdeckt
Vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn wurde offenbar erstmals ein sogenannter «Zombie-Tanker» aus der russischen Schattenflotte gesichtet. Laut den «Kieler Nachrichten» fuhr die «Tavian» dort bereits Mitte Dezember vorbei. Dabei soll das Schiff von zwei russischen Zerstörern begleitet worden sein und 100'000 Tonnen Rohöl aus dem russischen Küstenort Primorsk an Bord gehabt haben.
Als «Zombie-Tanker» werden alte Schiffe bezeichnet, die illegal mit einer neuen IMO-Registriernummer versehen werden und in der Folge als Neubau gelten. So gilt auch die «Tavian» offiziell als neues Schiff aus chinesischer Produktion.
Laut der Marine-Zeitschrift «Lloyd’s List» soll der Tanker allerdings schon 27 Jahre alt und 1998 als «Nordmark» vom Stapel gelaufen sein. Das sollen Fotovergleiche von Rumpf und Aufbau zeigen. Dabei soll es sich bei der «Tavian» bereits um den 13. Namen desselben Schiffes handeln. Erst im September verschwand das Schiff unter dem Namen «Tia» am Persischen Golf.
Eigentlich wird die Nummer für jedes Schiff nur einmal vergeben und bleibt bis zur Verschrottung erhalten. Allerdings sollen laut «Lloyd’s List» bereits rund ein Dutzend alter Schiffe der russischen Schattenflotte mit neuen Nummern versehen worden sein. Dabei dürften diese aufgrund des alten Baujahrs teilweise die aktuellen Umweltauflagen kaum erfüllen.
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