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Putin wirbt dafür, Assad im Kampf gegen den IS zu unterstützen.
Bild: AP/POOL RIA NOVOSTI KREMLIN

Vor dem Treffen mit Obama sagt Putin, Russland plane keinen Bodeneinsatz in Syrien – «erst einmal»

Heute soll Wladimir Putin Barack Obama treffen. Schon im Voraus stellt der russische Staatschef sicher: Es gibt «erst einmal keine Pläne» für einen Bodeneinsatz in Syrien. 
28.09.2015, 02:48

Wladimir Putin hat den Einsatz russischer Bodentruppen in Syrien zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen. «Russland wird sich an keiner Feldoperation auf dem Territorium von Syrien oder anderen Staaten beteiligen; zumindest gibt es erst einmal keine Pläne.»

Das sagte der russische Präsident am Sonntag in einem Interview mit mehreren US-Fernsehsendern. Es wurde einen Tag vor einem Vier-Augen-Gespräch mit US-Präsident Barack Obama am Rande der UNO-Vollversammlung in New York aufgezeichnet.

Russland hatte seine militärische Präsenz in Syrien in den vergangenen Wochen deutlich ausgeweitet. Die USA werfen der Regierung in Moskau vor, der syrischen Armee mit Kampfflugzeugen, Panzern und anderer Ausrüstung zu helfen. Russland ist einer der letzten Verbündeten von Syriens Präsident Baschar al-Assad, der zuletzt militärisch immer stärker in die Defensive geriet.

«Wir brauchen alle, um wieder Frieden in der Region zu schaffen.»
Ursula Von der Leyen

Grosse Teile seines Landes und des benachbarten Irak sind inzwischen unter Kontrolle der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS). Die USA lehnen die russische Unterstützung Assads ab und pochen auf dessen Ablösung. Putin wirbt dafür, Assad im Kampf gegen Terror-Organisationen zu unterstützen.

Russland zentral beteiligen

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sprach sich derweil dafür aus, Russland zentral an der Konfliktlösung in Syrien zu beteiligen. Wenn Russland sich am Kampf gegen den IS «beteiligen und seinen Einfluss in eine Suche nach einer dauerhaften Lösung einbringen will, halte ich das für positiv», sagte von der Leyen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Wir brauchen alle, um wieder Frieden in der Region zu schaffen», fügte sie hinzu.

Eine dauerhafte Lösung für Syrien gebe es «nur mit den Mächten, die Einfluss in der Region haben», sagte von der Leyen. Dazu zählten «sicher die Türkei und Saudi-Arabien, aber auch Russland und der Iran». Diese Länder hätten sehr unterschiedliche Interessen. «Was sie eint, ist der feste Wille, den Islamischen Staat zu bekämpfen.» (dwi/sda/reu/afp)

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