International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Legendärer Doppelagent George Blake in Russland gestorben



MOS08-20010628-MOSCOW, RUSSIAN FEDERATION: Russian KGB agent George Blake gestures while talking after the presentation of his book, featuring letters between him and his colleagues, Americans Peter and Helen Kroger (Leontin Theresa Cohen and Morris Cohen) and the chief of Russian spy network in Britain, Longsdale (Konon Molody), in Moscow, Thursday 28 June 2001. The book of letters having been written during their imprisonment in Britain was published with support of Russian Foreign Intelligence Service. EPA PHOTO EPA/SERGEI CHIRIKOV/sc/jub

George Blake. Bild: EPA

Erst hat er für Grossbritannien spioniert, dann für die Sowjetunion – nun ist der frühere Agent George Blake im Alter von 98 Jahren gestorben. Das teilte der russische Auslandsgeheimdienst SWR am Samstag in der Hauptstadt Moskau der Staatsagentur Tass zufolge mit. «Er liebte unser Land aufrichtig.» Blake habe die Leistung des sowjetischen Volkes im Zweiten Weltkrieg bewundert, sagte ein Sprecher. Er sei ein legendärer Geheimdienstoffizier gewesen.

Der 1922 in Rotterdam geborene Ex-Agent war nach dem Zweiten Weltkrieg als junger Spion für den britischen Geheimdienst nach Südkorea versetzt worden. Nach Ausbruch des Korea-Krieges 1950 geriet er in Gefangenschaft. Danach spionierte er für die Sowjetunion. Als das aufflog, verurteilte ihn ein britisches Gericht 1961 zu 42 Jahren Haft. 1966 gelang ihm die Flucht aus dem Gefängnis. Er floh über Berlin nach Moskau. Seither lebte er in Russland.

Zu Blakes 90. Geburtstag hatte ihm Kremlchef Wladimir Putin, der auch Geheimdienstagent gewesen war, gratuliert. Zu seinem 95. Geburtstag hatte er Russlands Agenten zu einem Kampf des Guten gegen das Böse aufgerufen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Getrenntes Bruderpaar: Verloren im Krieg, gefunden durchs Netz

Die Nato startet ihr grösstes Manöver seit dem Kalten Krieg

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nawalny muss 30 Tage in Haft – und ruft offen zu Protesten gegen Putin auf

Die russische Justiz macht dem nach Moskau zurückgekehrten Kremlgegner Alexej Nawalny direkt in einer Polizeistation einen Eilprozess. Nach seiner Rückkehr von Berlin nach Moskau hatte von dem 44-Jährigen seit Sonntag zunächst jede Spur gefehlt.

Ein Gericht hat Nawalny dann in einem Eilverfahren zu 30 Tagen Haft verurteilt. Der 44-Jährige habe gegen Meldeauflagen nach einem früheren Strafprozess verstossen, hiess es.

Am Montag fand sich Nawalny plötzlich vor einem Gericht in einem …

Artikel lesen
Link zum Artikel