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Acht Verletzte: «Islamischer Staat» reklamiert Messerangriff in Nordrussland für sich

19.08.2017, 16:43

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Samstag in der zentralrussischen Stadt Surgut im Westen Sibiriens wahllos auf Passanten eingestochen und dabei sieben Menschen verletzt. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen. Diese ging nicht von einem Terroranschlag aus. Gleichzeitig reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Tat für sich.

Der Angreifer habe zu den «Soldaten des Islamischen Staates» gehört, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Samstag unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitsquellen. Die Echtheit der Nachricht liess sich nicht verifizieren. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle verbreitet.

Die russischen Sicherheitsbehörden wiederum gaben laut der Nachrichtenagentur Interfax bekannt, bei dem Angriff werde nicht vorrangig von einem terroristischen Motiv ausgegangen, gaben die Sicherheitsbehörden laut der russische Nachrichtenagentur Interfax bekannt.Örtliche Medien liessen allerdings Zweifel an der offiziellen Darstellung durchblicken und verwiesen auf Ähnlichkeiten der Attacke mit dem mutmasslichen Terroranschlag vom Freitag in Finnland.

Angreifer aus der Region

Der Angreifer von Surgut wurde rasch identifiziert. Nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees handelt es sich um einen 1994 geborenen Mann aus der Gegend. Nun werde untersucht, ob er psychisch erkrankt sei.Der Mann hatte am Samstag in Zentrum der 330'000-Einwohner-Stadt Surgut gut 2000 Kilometer östlich von Moskau wahllos auf Passanten eingestochen. Die Attacke ereignete sich gegen 11.20 Uhr Ortszeit (08.20 Uhr MESZ). Zunächst war von acht Opfern die Rede gewesen.Zwei der Opfer wurden schwer verletzt, wie die Regierung des Bezirks Chanti-Mansi erklärte, in dem die Stadt liegt. Alle Verletzten wurden laut Polizei ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Regierung rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Nachdem am 3. April in St. Petersburg ein Selbstmordattentäter 15 Menschen in der U-Bahn getötet hatte, hatte Moskau die Sicherheitsmassnahmen im Land verschärft. (sda/afp/dpa)

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