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Russland-Kommandeur zu Soldaten: «Ihr werdet alle sterben»

FILE - A Ukrainian soldier of the 71st Jaeger Brigade prepares a FPV drone at the frontline, near Avdiivka, Donetsk region, Ukraine, Friday, March 22, 2024. (AP Photo/Efrem Lukatsky, File)
Die Ukraine setzt den russischen Invasoren mit First-Person-View-Drohnen, die Sprengladungen ins Ziel fliegen, massiv zu.Bild: keystone

Russischer Kommandeur zu eigenen Soldaten: «Ihr werdet alle sterben»

Russland erzielt Gebietsgewinne in der Ukraine unter erheblichen Verlusten. Putins Kämpfern scheint das bewusst, wie eine Videoaufnahme deutlich macht. Und dann ist da die Angst vor Drohnen.
04.05.2024, 21:40
Hanna Klein, Arno Wölk / t-online
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Ein Artikel von
t-online

Finanzielle Anreize sollen Russen dazu motivieren, in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen. Denn um die eigene Präsenz in den besetzten Gebieten aufrechtzuerhalten oder gar auszubauen, brauchen Putins Truppen neben militärischer Ausstattung auch zahlreiche Soldaten.

Die menschlichen Verluste im Krieg sind hoch – auf beiden Seiten. Doch gehen verschiedene Beobachter davon aus, dass die Opferzahlen in den russischen Reihen die in der ukrainischen Armee deutlich übersteigen. Moskau braucht also immer neue Soldaten, die sich Putins Truppen anschliessen.

Die «Motivations-Rede» des Kommandanten

Mehrfach tauchen Videos von russischen Kämpfern aus der Ukraine auf, die von katastrophalen Bedingungen berichten oder sogar explizit davor warnen, auf das Angebot der Rekrutierungsbüros einzugehen. Auch von den Soldaten und ihren Angehörigen kommt der Vorwurf, die Männer würden als «Kanonenfutter» verheizt.

In einer Aufnahme, die nun in den sozialen Medien kursiert, macht ein Kommandeur eine klare Ansage – versucht aber mit anderen Argumenten zu überzeugen.

Die Szene siehst du im unten verlinkten Posting auf der Social-Media-Plattform X oder hier bei T-Online.

Die Angst russischer Soldaten vor Drohnen

Zuvor hatten sich beim Messenger-Dienst Telegram auch schon andere russische Soldaten an ihre Landsleute gewendet und sie vor Ukraine-Einsätzen gewarnt.

«Hier ist ein Krieg. Und zwar nicht wie im Zweiten Weltkrieg, wo du einfach Deutsche umbringen musst. Das hier ist ein moderner Krieg. Ein Krieg der Drohnen (...) und dem ganzen Scheiß, der dich ständig sieht, der sich ständig anpasst, und dann noch die Granatwerfer oder Kamikaze-Drohnen oder Clusterbomben, die dich treffen.»

Dieser russische Soldat startete gemäss Bericht einen Aufruf und bat die Online-Community um Hilfe. Er beschrieb auch seine Angst vor den Drohnen und bat Unterstützer um Pumpguns (Schrotflinten).

«Diese verdammten FPV-Drohnen, wir haben sie satt. Eine Flinte rettet zehn Leben, wenn nicht mehr. Sie verbrennen uns einfach. Wir haben genug Kampfgeist, aber mit diesem kleinen 500-Dollar-Abschaum verbrennen sie uns von oben.»

Die ferngesteuerten FPV-Drohnen sind im Krieg gegen Russland für die Ukrainer unentbehrlich. Zahlreiche Videos in den sozialen Netzwerken zeigen erfolgreiche Angriffe auf russische Truppen und deren Kriegsgerät.

Quellen

(t-online/dsc)

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52 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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KarlMarx
05.05.2024 09:41registriert Juli 2021
Ich hab noch drei Drohnen aus der Zeit, wo man die selber baute. Diese sind gross und eine davon trägt locker 6 kg. Ich glaub, ich geb die an der Botschaft ab.
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el_barto_tiburon
05.05.2024 09:06registriert Oktober 2015
Geht doch einfach endlich alle nach Hause zu Mutter Ruzzland…
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josoko
05.05.2024 09:38registriert Januar 2021
So gaga... "Ihr werdet alle für ein paar Blumen sterben."
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