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OSZE-Vorsitzender Cassis für Gespräche in Moskau gelandet

HANDOUT - OSCE Chairman-in-Office and Swiss Federal Councillor Ignazio Cassis, center, and OSCE Secretary General Feridun H. Sinirlioglu, center left, arrive at Moscow airport on Thursday, February 5, ...
Nachdem Cassis eine ukrainische Delegation getroffen hat, reist er auch nach Russland.Bild: keystone

OSZE-Vorsitzender Cassis für Gespräche in Moskau gelandet

Bundesrat Ignazio Cassis reist am Donnerstag und Freitag als OSZE-Vorsitzender nach Moskau zum russischen Aussenminister Sergej Lawrow.
05.02.2026, 06:5905.02.2026, 17:09

Bundesrat Ignazio Cassis ist als OSZE-Vorsitzender am Donnerstag für einen zweitägigen Besuch in Moskau gelandet. Ziel der Reise sei der Dialog mit «allen Seiten», schrieb er auf X. Für Freitag ist ein Treffen mit dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow geplant.

Mit der Reise bekräftige die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihre Bereitschaft, «Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden im Einklang mit dem Völkerrecht und den Helsinki-Prinzipien zu unterstützen», schrieb Aussenminister Cassis am Donnerstag auf der Plattform X. Er trat die Reise mit OSZE-Generalsekretär Feridun Sinirlioglu an.

Das Treffen mit Lawrow ist für Freitag geplant, wie eine Sprecherin von Cassis' Departement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Geplant sind Gespräche über Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine, wie die OSZE im Vorfeld verlauten liess. So solle die mögliche Rolle der OSZE bei der Förderung eines gerechten und dauerhaften Friedens erörtert werden.

Der Krieg in der Ukraine wird in einer Mitteilung des russischen Aussenministeriums über das kommende Treffen nicht als Thema erwähnt. Im Mittelpunkt der Gespräche werde die Bewältigung der tiefen Krise, in welcher sich die OSZE derzeit befinde, stehen. Die Krise resultiert laut russischem Communiqué vom Donnerstag aus «destruktiven Handlungen gewisser westlicher Länder».

Am Montag war Cassis zusammen mit Sinirlioglu nach Kiew gereist. Dort trafen sie den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Aussenminister Andrij Sybiha.

Erstmals in Moskau seit russischem Überfall

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 war der Schweizer Aussenminister nicht mehr in Moskau. Nur vereinzelte europäische Regierungschefs, Minister oder Ministerinnen traten seither eine Reise in die russische Hauptstadt an.

Cassis war letztmals im Juni 2019 in Moskau. Damals eröffnete er die neue Schweizer Botschaft und traf sich mit Aussenminister Lawrow. Die beiden Aussenminister besprachen damals unter anderem die Lage in der Ukraine. (sda)

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51 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fritz Spitz
05.02.2026 07:59registriert Juli 2014
Russland will keinen Frieden, so lange es sich nicht stärker unter Druck fühlt. Cassis hat das wohl noch nicht kapiert und deshalb werden diese Gespräche nichts bringen.
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IHS_Maria
05.02.2026 07:09registriert Januar 2026
Warum redet unsere Regierung mit Tyrannen, statt mit dem eigenen Volk?
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Fribourgeoise
05.02.2026 08:18registriert Dezember 2022
In Russland ist es wie in den USA: Nur Putin oder Trump haben das sagen. Alle anderen sind nur Befehlsempfänger. Das ist normal bei Autokratien. Und Trump macht nur Show, ohne Substanz. Deshalb lässt Putin ihn auch gewähren. Cassis versuch ist lobenswert aber wahrscheinlich ohne Erfolg. Zudem hat die Schweiz seit Ende des kalten Krieges an Bedeutung für Vermittlung eingebüsst.
Putin hat keinen Grund den Ukraine Krieg zu beenden und Trump sieht am Ende auch keinen Vorteil für sich. Die EU ist immer noch Machtlos, weil die EU Trump ignoriert und Putin mit der EU gar nicht verhandeln will.
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